Sternenstaub – Glossar · Begriff · KI-Weiterbildung für Unternehmen
Pseudonymisierung
Kurz gesagt
Bei der Pseudonymisierung werden direkte Angaben wie Namen durch Kennzeichen ersetzt, etwa eine Nummer. Eine Zuordnungsliste erlaubt weiterhin, die Person zu bestimmen. Die Daten sind deshalb in der Regel nicht anonym und können weiterhin Personendaten sein, auch wenn das Risiko sinkt.
Definition
Pseudonymisierung bedeutet, Angaben, die eine Person direkt erkennbar machen, durch Platzhalter oder Kennzeichen zu ersetzen. Aus «Anna Meier, Aarau» wird zum Beispiel «Person 0471». Wer die Zuordnungsliste («Person 0471 ist Anna Meier») besitzt, kann die Daten wieder der Person zuordnen.
Die Datenschutz-Grundverordnung der EU beschreibt das Verfahren ausdrücklich: Die zusätzlichen Informationen zur Zuordnung müssen getrennt und geschützt aufbewahrt werden.
Einfach erklärt
Stellen Sie sich eine Prüfung vor, bei der Prüflinge nur Nummern erhalten. Die Korrektorin sieht keine Namen, kann also unbefangen bewerten. Die Prüfungsleitung hat aber eine Liste, mit der die Nummern wieder den Namen zugeordnet werden. Das ist Pseudonymisierung.
Das senkt das Risiko, wenn Daten weitergegeben oder ausgewertet werden. Aber: Solange die Liste existiert oder jemand die Person aus anderen Angaben wie Alter, Wohnort und Beruf erraten kann, sind die Daten nicht wirklich anonym.
| Pseudonymisiert | Anonymisiert | |
|---|---|---|
| Rückschluss auf Person | Mit Zusatzinformation möglich | Praktisch nicht mehr möglich |
| Datenschutzrecht | In der Regel weiterhin relevant | Ausserhalb des Datenschutzrechts, wenn wirklich anonym |
| Beispiel | Name durch Nummer ersetzt, Liste vorhanden | Nur Gruppenwerte, keine Einzelfälle erkennbar |
Beispiel
Ein Beispiel: Eine Personalverantwortliche in einem Industriebetrieb im Kanton Solothurn möchte eine KI Rückmeldungen aus einer Mitarbeitendenbefragung zusammenfassen lassen. Sie ersetzt Namen durch Nummern. Trotzdem steht in einem Kommentar «als einzige Frau im Team der Montage seit 2019». Daraus lässt sich auf die Person schliessen. Deshalb entfernt sie auch solche Hinweise oder verzichtet auf die Eingabe dieses Kommentars. Wie das sparsam geht, zeigt Datenminimierung.
Nicht verwechseln
Pseudonymisierung ist nicht dasselbe wie Anonymisierung. Bei echter Anonymisierung ist die Zuordnung dauerhaft ausgeschlossen. Pseudonymisierung ist auch keine Verschlüsselung: Diese schützt Daten vor unbefugtem Lesen, ersetzt aber keine Angaben. Ob pseudonymisierte Daten in einem bestimmten Zusammenhang als Personendaten gelten, hängt davon ab, wer mit welchen Mitteln die Person bestimmen könnte. Das ist eine Frage des Einzelfalls, die Sie fachlich prüfen lassen sollten. Hinweise bieten die DSGVO und der Datenschutzbeauftragte des Bundes.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn Mitarbeitende lernen sollen, Daten vor der KI-Nutzung sorgfältig aufzubereiten, bietet absofort KI-Weiterbildung für Unternehmen an. Beschrieben sind Datenschutz als Lerninhalt und der verantwortungsbewusste Umgang mit Unternehmensdaten, im eigenen Tempo und mit verifizierbaren Abschlüssen. Rechtsberatung ist nicht enthalten.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
Weiterlesen in der Galaxie
- AnonymisierungWas bedeutet Anonymisierung? Einfach erklärt: Wann Daten wirklich anonym sind, warum Namen weglassen oft nicht genügt und was das für KI-Eingaben heisst.
- PersonendatenWas sind Personendaten? Einfach erklärt, welche Angaben als Daten über eine Person gelten, mit Beispielen aus dem Büro und Hinweisen für den Umgang mit KI.
- DatenschutzWas bedeutet Datenschutz bei KI? Einfach erklärt: Welche Angaben über Menschen geschützt sind, was Sie einer KI nicht anvertrauen sollten und was das DSG verlangt.
- DSGVOWas ist die DSGVO? Die EU-Datenschutz-Grundverordnung einfach erklärt: Worum es geht, wann sie für Schweizer Firmen gilt und was das für KI-Dienste heisst.