Sternenstaub – Glossar · Begriff · KI-Weiterbildung für Unternehmen
Profiling
Kurz gesagt
Profiling bedeutet, Personendaten automatisiert auszuwerten, um persönliche Eigenschaften, Interessen oder Verhalten einzuschätzen oder vorherzusagen. KI macht das schnell und in grossem Umfang. Weil daraus Entscheide über Menschen entstehen können, gelten im Datenschutz besondere Anforderungen, die Sie im Einzelfall prüfen sollten.
Definition
Profiling bezeichnet die automatisierte Auswertung von Personendaten, um bestimmte persönliche Aspekte zu bewerten, zum Beispiel Interessen, Zuverlässigkeit, Arbeitsleistung oder Verhalten. So definiert es das Schweizer Datenschutzgesetz im Kern. Auch das EU-Recht kennt den Begriff.
Das Ergebnis ist ein Profil: eine zusammengefasste Einschätzung über eine Person, die aus vielen einzelnen Angaben abgeleitet wird.
Einfach erklärt
Stellen Sie sich einen Buchhändler vor, der sich merkt, welche Bücher eine Kundin kauft, und ihr daraufhin ähnliche empfiehlt. Das ist ein kleines, persönliches Profil. Eine KI kann das mit tausenden Kundinnen gleichzeitig und aus sehr vielen Angaben, etwa Einkäufen, Klicks, Standort und Uhrzeiten.
Je mehr Daten zusammenkommen, desto genauer, aber auch eingreifender wird das Profil. Wichtig ist, was damit geschieht: Dient es nur einer Empfehlung, oder entscheidet es darüber, ob jemand einen Kredit, eine Wohnung oder eine Stelle erhält?
Beispiel
Ein Beispiel: Ein Online-Shop eines Sportgeschäfts in Luzern lässt eine KI das Kaufverhalten auswerten und teilt die Kundschaft in Gruppen ein, damit Newsletter besser passen. Das ist ein einfaches Profiling. Anders wäre es, wenn die KI selbständig Kundinnen mit «schlechter Zahlungsmoral» einstufte und ihnen den Kauf auf Rechnung verweigerte. Dann hätte das Profil unmittelbare Folgen, und es braucht besondere Sorgfalt und menschliche Kontrolle.
Nicht verwechseln
Profiling ist nicht dasselbe wie eine einfache Statistik: Sie fasst Gruppen zusammen, Profiling bezieht sich auf einzelne Personen. Es ist auch etwas anderes als eine automatisierte Einzelentscheidung, bei der eine Maschine ohne Mensch entscheidet, auch wenn beides zusammenfallen kann. Eine Kontrolle durch Menschen beschreibt Human in the Loop. Profile können durch einseitige Daten Vorurteile enthalten, siehe Bias. Ob eine Auswertung zulässig ist und welche Pflichten gelten, lässt sich nicht pauschal sagen. Hinweise bieten das Datenschutzgesetz und der Datenschutzbeauftragte des Bundes. Im Einzelfall holen Sie fachlichen Rat ein.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn Mitarbeitende lernen sollen, Auswertungen von Personendaten sorgfältig zu beurteilen, bietet absofort KI-Weiterbildung für Unternehmen an. Beschrieben sind Schweizer Praxisbezug und Datenschutz als Lerninhalte sowie der verantwortungsbewusste Umgang mit Unternehmensdaten. Rechtsberatung gehört nicht dazu.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
Weiterlesen in der Galaxie
- PersonendatenWas sind Personendaten? Einfach erklärt, welche Angaben als Daten über eine Person gelten, mit Beispielen aus dem Büro und Hinweisen für den Umgang mit KI.
- DatenschutzWas bedeutet Datenschutz bei KI? Einfach erklärt: Welche Angaben über Menschen geschützt sind, was Sie einer KI nicht anvertrauen sollten und was das DSG verlangt.
- DSGWas ist das DSG? Das Schweizer Datenschutzgesetz einfach erklärt: Wen es betrifft, was es bei KI bedeutet und wie Sie Personendaten sorgfältig behandeln.
- DSGVOWas ist die DSGVO? Die EU-Datenschutz-Grundverordnung einfach erklärt: Worum es geht, wann sie für Schweizer Firmen gilt und was das für KI-Dienste heisst.
- BiasWas bedeutet Bias bei KI? Einfach erklärt: Warum KI Menschen unfair behandeln kann, woher Verzerrungen stammen und wie Sie im Alltag gegensteuern.