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Coach werden & arbeiten · Prompt Engineering

Coaching-Fallbeispiele klar als fiktiv schreiben

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Wer auf der Website zeigen möchte, wie Coaching abläuft, kann fiktive Fallbeispiele verwenden, wenn sie deutlich als erfunden gekennzeichnet sind. Reale Klientengeschichten sind tabu, auch anonymisiert, ohne ausdrückliche Einwilligung. Erfundene Kundenstimmen als echte Referenzen sind irreführend und dürfen nicht erscheinen.

Das Problem

Interessierte möchten wissen, wie ein Coaching abläuft und was sich verändern kann. Als Coachin würden Sie gern zeigen, wie Sie arbeiten. Aber echte Fälle dürfen Sie nicht veröffentlichen: Die Menschen vertrauen Ihnen persönliche Dinge an, und selbst wenn Sie Namen ändern, können Details sie erkennbar machen. Gleichzeitig wirken allgemeine Aussagen wie «Ich helfe Ihnen, Klarheit zu finden» abstrakt.

Eine Lösung sind fiktive Fallbeispiele. Sie sind erfundene, typische Situationen, die zeigen, wie ein Coaching verlaufen kann. Entscheidend ist, dass sie klar als erfunden gekennzeichnet sind. Wer ein erfundenes Beispiel als echte Kundengeschichte darstellt, täuscht Interessierte. Das ist ethisch problematisch und kann nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) als irreführende Werbung gelten.

KI kann helfen, solche Beispiele zu entwerfen. Sie liefert Ideen und Formulierungen, aber keine Wahrheit. Sie müssen sicherstellen, dass das Beispiel realistisch bleibt, nicht zu viel verspricht und keine realen Personen erkennbar macht.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Klären Sie den Zweck. Soll das Beispiel zeigen, wie Sie arbeiten, welche Fragen Sie stellen oder welche Art von Anliegen Sie begleiten? Ein Zweck pro Beispiel.
  1. Legen Sie die Regeln fest. Kein reales Gespräch als Vorlage, keine Details aus echten Fällen, keine erkennbare Kombination aus Beruf, Ort und Lebensumständen. Das Beispiel muss deutlich als fiktiv gekennzeichnet werden.
  1. Beschreiben Sie eine typische Situation. Verwenden Sie allgemeine Anliegen wie «berufliche Neuorientierung nach zehn Jahren im gleichen Betrieb». Das ist eine Gattung, kein Einzelfall.
  1. Lassen Sie die KI ein Beispiel entwerfen. Fordern Sie eine kurze Geschichte in drei Teilen: Ausgangslage, Fragen im Coaching, nächster Schritt. Verlangen Sie keine Erfolgsgeschichte, sondern einen realistischen Verlauf.
  1. Streichen Sie Heilsversprechen. Ersetzen Sie «Danach war alles anders» durch «Am Ende hat sie einen Schritt gewählt, den sie ausprobieren wollte». Coaching liefert Klärung, keine Garantien.
  1. Kennzeichnen Sie klar. Setzen Sie vor das Beispiel einen Satz wie: «Dieses Beispiel ist erfunden und zeigt nur, wie ein Gespräch verlaufen kann.» Es soll gut sichtbar sein.
  1. Prüfen Sie auf Wiedererkennbarkeit. Könnte jemand glauben, es ginge um ihn oder sie? Ändern Sie dann Beruf, Alter, Ort und Einzelheiten.
  1. Entscheiden Sie über echte Rückmeldungen separat. Wenn Sie echte Stimmen von Klientinnen verwenden möchten, brauchen Sie deren ausdrückliche Einwilligung. Das ist ein anderer Weg.
ArtErlaubt?Bedingung
Fiktives Beispiel, klar gekennzeichnetJaRealistisch, ohne Erfolgsgarantie
Echter Fall, anonymisiertNur mit EinwilligungAuch dann Erkennbarkeit prüfen
Erfundene Kundenstimme als «echt»NeinIrreführend
Zitat mit Namen der KlientinNur mit schriftlicher EinwilligungJederzeit widerrufbar

Vorlage zum Kopieren

Dieser Prompt erzeugt ein fiktives Beispiel ohne Bezug zu realen Fällen.

Ich bin Coach/Coachin in der Schweiz mit Schwerpunkt [Schwerpunkt]. Für meine Website brauche ich ein ausdrücklich fiktives Fallbeispiel (ca. 200 Wörter), das zeigt, wie ein Coaching-Gespräch verlaufen kann.
Anliegen (allgemein): [z. B. berufliche Neuorientierung]. Methode, die gezeigt werden soll: [z. B. lösungsfokussierte Fragen, Skalierung].
1. Schreibe das Beispiel in drei Abschnitten: Ausgangslage, Fragen im Coaching, nächster Schritt der Person.
2. Verwende eine erfundene Person mit Vornamen, aber ohne Ort, ohne Firma und ohne erkennbare Besonderheiten.
3. Formuliere keine Erfolgsgarantie und keine Heilversprechen. Der Verlauf soll realistisch sein, mit offenen Fragen.
4. Schlage einen Kennzeichnungssatz vor, der deutlich macht, dass das Beispiel erfunden ist.
Verwende keine echten Fälle und erfinde keine Studien oder Zahlen.

Prüfen Sie das Ergebnis auf Ihre Haltung und Methode. Passen Sie Wortwahl und Ton an Ihre Website an.

Worauf Sie achten müssen

  • Verwenden Sie nie reale Klientengeschichten als Vorlage für die KI, nicht einmal anonymisiert. Je konkreter die Eingabe, desto höher das Risiko, dass Personen erkennbar sind, und desto sensibler die Daten im KI-Dienst.
  • Eine klare Kennzeichnung schützt vor dem Vorwurf der Irreführung. Das UWG verbietet unrichtige oder irreführende Angaben in der Werbung. Lassen Sie Texte im Zweifel prüfen.
  • Erfundene Bewertungen, Referenzen oder Zahlen («90 Prozent unserer Klienten …») sind unzulässig, wenn sie nicht belegbar sind.
  • Coaching ist keine Therapie. Ein Beispiel soll keine Diagnosen oder Heilungsversprechen enthalten und keine Erwartung wecken, Probleme würden «gelöst».
  • Echte Klientenerfahrungen veröffentlichen Sie nur mit ausdrücklicher, dokumentierter Einwilligung und nach sorgfältiger Prüfung der Erkennbarkeit.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Coachin aus Aarau möchte zeigen, wie sie mit Fragen arbeitet, möchte aber keinen echten Fall zeigen. Mit KI entwirft sie ein fiktives Beispiel über «Nora», die nach zehn Jahren im gleichen Beruf unsicher ist, ob sie wechseln soll.

Das Beispiel zeigt drei Fragen und einen kleinen nächsten Schritt: ein Gespräch mit einer Person aus dem Wunschberuf. Die Coachin streicht einen Satz mit Heilsversprechen und setzt vor das Beispiel den Hinweis «Erfundenes Beispiel». Sie ergänzt, dass jeder Verlauf anders ist.

So hilft Ihnen Alpasana

Damit die KI brauchbare, realistische Entwürfe liefert, hilft ein klarer Auftrag. Im Online-Kurs Prompt Engineering auf absofort.ch lernen Sie, Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabeformat festzulegen, Beispiele zur Steuerung einzusetzen und Ergebnisse zu prüfen. Datenschutz wird berücksichtigt. Der Kurs ist mit Zertifikat angelegt, und es sind keine Programmierkenntnisse nötig.

Rechtliche Beurteilung und Coaching-Ethik gehören nicht zum Kursinhalt. Dafür sind Berufsverband und Rechtsberatung zuständig.

Häufige Fragen

Darf ich ein echtes Beispiel verfremden und dann veröffentlichen?

Das ist riskant. Auch verfremdete Beispiele können erkennbar sein, und die Klientin hat Ihnen etwas anvertraut. Ohne ausdrückliche Einwilligung ist es besser, auf echte Fälle zu verzichten.

Wie deutlich muss die Kennzeichnung sein?

Gut sichtbar und nicht im Kleingedruckten, am besten direkt über oder unter dem Beispiel. Die Leserin soll ohne Suchen erkennen, dass es erfunden ist.

Kann ich Beispiele auch für Social Media nutzen?

Ja, mit denselben Regeln: klar fiktiv, realistisch, ohne Versprechen. Die Kennzeichnung muss auch im Beitrag selbst erscheinen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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