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Deepfakes in der Schule besprechen: Unterricht vorbereiten
Kurz gesagt
Eine gute Lektion über Deepfakes erklärt, wie Fälschungen entstehen, übt das Prüfen mit unbedenklichen Beispielen und klärt, was erlaubt ist und was andere verletzt. Verwenden Sie keine echten Personen aus der Klasse und keine verletzenden Beispiele. Ziel sind Wachsamkeit, Respekt und ein Plan, wo man Hilfe holt.
Das Problem
Frau Müller unterrichtet an einer Sekundarschule in Burgdorf. In der Pause ist ein Video von einem Mitschüler herumgegangen, auf dem er etwas sagt, was er nie gesagt hat. Es war offensichtlich gefälscht, aber einige Kinder haben es für echt gehalten, andere fanden es lustig. Der Schüler ist verletzt. Die Klassenlehrerin möchte das Thema aufgreifen, nicht als Strafaktion, sondern als Lerngelegenheit: Wie funktionieren solche Fälschungen? Wie erkenne ich sie? Und was darf man damit machen?
Deepfakes sind mit KI erzeugte oder veränderte Bilder, Videos und Stimmen, die echt wirken. Die Werkzeuge sind einfach zugänglich geworden. Für Jugendliche sind sie oft Spielerei, aber sie können verletzen, blossstellen und Existenzen beschädigen, und sie berühren Persönlichkeitsrechte und das Strafrecht.
Ein guter Unterricht dazu muss ausgewogen sein: genug Konkretes, damit die Schülerinnen und Schüler verstehen, aber keine Anleitung, wie man Fälschungen herstellt, und keine verletzenden Beispiele. KI kann bei der Vorbereitung von Materialien helfen. Sensibles wie reale Betroffene oder echte Fälle von Mobbing bleibt ausserhalb von KI-Diensten.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Klären Sie Rahmen und Ziele. Sprechen Sie mit der Schulleitung und, wenn nötig, der Schulsozialarbeit. Ziel: Verständnis, Prüfkompetenz, Respekt, Handlungswissen. Nicht: Schuldige finden.
- Berücksichtigen Sie die Betroffenen. Wenn ein konkreter Vorfall vorliegt, behandeln Sie ihn gesondert mit Schulleitung und Fachstellen. Siehe Deepfake-Mobbing in der Schule. Die Lektion soll niemanden blossstellen.
- Erklären Sie das Grundprinzip. Was ist ein Deepfake? Wie können solche Bilder, Videos und Stimmen entstehen, ohne technische Details? Siehe Was ist ein Deepfake?.
- Wählen Sie unbedenkliche Beispiele. Fiktive oder historische Figuren, Tiere, Landschaften, öffentliche Beispiele, die niemanden verletzen. Keine Mitschüler, keine Lehrpersonen, keine realen Privatpersonen.
- Üben Sie das Prüfen. Fragen zu Quelle, Kontext, Auffälligkeiten, Rückwärtssuche, Zweitquellen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen an Beispielen. Hinweise: Deepfakes erkennen lernen. Betonen Sie, dass es keine sichere Erkennung gibt.
- Besprechen Sie Rechte und Folgen. Das Recht am eigenen Bild und der Persönlichkeitsschutz (Art. 28 ZGB) gelten auch online. Je nach Inhalt können Ehrverletzung oder, bei sexuellen Darstellungen, Pornografie betroffen sein. Jugendliche ab zehn Jahren sind nach Jugendstrafrecht verantwortlich. Das gehört altersgerecht in die Lektion, ohne Angst zu machen; Einzelheiten beurteilt die Schulleitung mit Fachstellen.
- Vereinbaren Sie Regeln und Hilfewege. Was tun, wenn ich etwas Gefälschtes sehe? Nicht weiterleiten, Beweise sichern (ohne verbreiten), Vertrauensperson ansprechen, melden. Siehe Regeln gegen Fake-Bilder im Klassenchat. Nennen Sie Anlaufstellen wie die Schulsozialarbeit und die Beratung von Pro Juventute (147).
- Reflektieren Sie. Was nehmen die Lernenden mit? Fragen Sie nach Unsicherheiten. Planen Sie bei Bedarf Elterninformation.
Vorlage zum Kopieren
Verwenden Sie keine Namen von Lernenden und keine Beschreibungen realer Vorfälle.
Du unterstützt eine Lehrperson der Sekundarstufe I in der Schweiz bei der Vorbereitung einer Lektion (45 Minuten) zum Thema «Gefälschte Bilder und Videos (Deepfakes)». Klasse: [Stufe, Alter].
Erstelle:
1. Einen Ablauf mit Zeitangaben (Einstieg, Erklärung, Gruppenarbeit, Diskussion, Abschluss).
2. Eine einfache Erklärung, wie Deepfakes entstehen können, ohne Anleitung zur Herstellung.
3. Vier Gruppenaufgaben zum Prüfen von Bildern und Videos mit unbedenklichen, fiktiven Beispielen (beschreibe die Beispiele kurz, die ich selbst auswähle).
4. Fünf Diskussionsfragen zu Respekt, Einwilligung und Folgen.
5. Fünf Regeln für den Umgang im Klassenchat.
6. Hinweise an die Lehrperson: sensible Punkte, mögliche Betroffene in der Klasse, Hilfeangebote.
Regeln: Keine echten Personen, keine verletzenden oder sexualisierten Inhalte, keine Anleitung zum Erstellen von Fälschungen. Erfinde keine Gesetzesartikel oder Statistiken. Deutsch (Schweiz).Setzen Sie Stufe und Alter ein. Prüfen Sie jedes Beispiel selbst, bevor Sie es zeigen.
Worauf Sie achten müssen
- Betroffene schützen: Bei einem konkreten Fall in der Klasse braucht es einen separaten, geschützten Weg mit Schulleitung und Fachstellen.
- Keine Anleitung zur Herstellung: Erklären Sie das Prinzip, aber nicht, wie man Fälschungen erstellt.
- Keine echten Personen: Verwenden Sie keine Mitschüler, Lehrpersonen oder bekannte Personen in verletzenden Beispielen.
- Unsicherheit ehrlich benennen: Sagen Sie, dass es keine sichere Erkennung gibt; siehe Wie zuverlässig sind Deepfake-Detektoren?.
- Rechtliches: Persönlichkeitsrechte und Strafrecht sind betroffen. Informieren Sie altersgerecht; Detailfragen klären Schulleitung und Fachstellen.
- Hilfe: Machen Sie Anlaufstellen bekannt und bleiben Sie ansprechbar.
| Baustein | Ziel | Vorsicht |
|---|---|---|
| Erklärung | Verständnis | keine Herstellungsanleitung |
| Beispiele prüfen | Prüfkompetenz | unbedenkliche, fiktive Inhalte |
| Rechte und Folgen | Verantwortung | altersgerecht, ohne Angst |
| Regeln und Hilfe | Handlungssicherheit | Anlaufstellen nennen |
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Die Sekundarschule in Burgdorf plant nach dem Vorfall eine Lektion für alle 8. Klassen. Frau Müller bereitet sie mit der Schulsozialarbeit vor, nutzt die Vorlage und wählt fiktive Beispiele.
Vorher: Gerüchte und Schweigen, einzelne Kinder weiterhin verletzt. Nachher: Die Klassen prüfen in Gruppen zwei fiktive Videos, diskutieren Fragen zu Zustimmung und Folgen und vereinbaren Regeln für den Klassenchat. Die Schulsozialarbeit stellt ihr Angebot vor und ist in den folgenden Tagen ansprechbar. Der betroffene Schüler wurde vorab informiert und musste an der Lektion nicht teilnehmen. Das Klima in der Klasse beruhigt sich.
So hilft Ihnen Alpasana
Wer Deepfakes, Phishing und Qualitätsprüfung von KI-Ergebnissen selbst besser verstehen möchte, findet bei absofort den Bereich KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben. Belegt sind dort Phishing, Deepfakes und betriebliche KI-Richtlinien, mit Praxisaufgaben, KI-Lerncoach und verifizierbarem Abschluss.
Unterrichtsmaterial für Schulklassen oder Fallbegleitung bei Mobbing bietet absofort nicht an. Dafür sind Schule und Fachstellen zuständig.
Häufige Fragen
Soll ich Deepfakes im Unterricht zeigen?
Nur unbedenkliche, fiktive Beispiele, die Sie vorher geprüft haben. Zeigen Sie keine Fälschungen echter Personen.
Wie gehe ich mit einem konkreten Mobbingfall um?
Ausserhalb der Klassenlektion, mit Schulleitung, Schulsozialarbeit und gegebenenfalls Polizei. Die Lektion ersetzt das nicht.
Ab welchem Alter ist das Thema sinnvoll?
Ab etwa der Mittelstufe in einfacher Form. Je älter, desto mehr Tiefe zu Recht und Folgen.
Wo finden Eltern Informationen?
Zum Beispiel in einem Elternbrief oder an einem Elternabend; siehe Elternabend zu KI-Sicherheit.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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