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Sicherheit · KI-Kurse für Kinder und Jugendliche

Regeln gegen Fake-Bilder im Klassenchat: Vorlage

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Im Klassenchat helfen wenige, klare Regeln: keine Bilder anderer ohne Einverständnis, nichts weiterleiten, was nicht sicher echt ist, und bei Fake-Bildern sofort melden statt teilen. Besprechen Sie die Regeln am Elternabend und halten Sie sie schriftlich fest.

Das Problem

Im Klassenchat kursieren Bilder: ein Foto der Lehrerin mit lustig verändertem Gesicht, ein «Witzbild» einer Mitschülerin, ein angeblicher Beweis für einen Vorfall in der Pause. Manche sind mit KI-Apps in Sekunden erstellt. Eltern bemerken es oft erst, wenn es schon Ärger gibt.

Das Problem ist nicht nur die Technik, sondern das Fehlen gemeinsamer Regeln. Kinder wissen oft nicht, dass ein verändertes Bild einer Person verletzen und rechtliche Folgen haben kann. Eltern wiederum wissen nicht, was sie vorschlagen dürfen.

Sie müssen kein Experte sein, um am Elternabend einen guten Vorschlag zu machen. Eine kurze Liste mit klaren Sätzen reicht, wenn alle sie verstehen und mittragen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Anlass und Ziel klären. Schreiben Sie in einem Satz auf, was Sie erreichen möchten: «Wir wollen im Klassenchat respektvoll miteinander umgehen und keine gefälschten Bilder verbreiten.» Das Ziel gibt dem Gespräch einen Rahmen.
  1. Sich mit der Klassenlehrperson abstimmen. Fragen Sie, ob die Schule bereits Regeln zur Handynutzung hat. Ihr Vorschlag sollte dazu passen, nicht dagegenlaufen. Ein Gespräch vorab erspart Missverständnisse.
  1. Die wichtigsten Risiken sammeln. Notieren Sie Beispiele ohne Namen: Bilder verändern, Bilder ohne Erlaubnis posten, Gerüchte per Bild, Gruppenausschluss. Mehr Hintergrund bietet Deepfake-Mobbing in der Schule.
  1. Mit KI einen Entwurf erstellen. Öffnen Sie einen von der Schule erlaubten KI-Assistenten, also ein Programm, dem Sie schriftlich Aufgaben geben. Verwenden Sie die Vorlage unten und lassen Sie sich fünf kurze, kindgerechte Regeln formulieren. Geben Sie keine Namen, Fotos oder anderen Angaben ein, die Kinder oder Lehrpersonen erkennen lassen.
  1. Den Entwurf prüfen und kürzen. Maximal fünf Regeln, jede in einem Satz, positiv formuliert. Streichen Sie, was nicht zu Ihrer Klasse passt. Prüfen Sie, ob Eltern und Kinder sie auf Anhieb verstehen.
  1. Am Elternabend vorstellen. Erklären Sie kurz, warum die Regeln wichtig sind, und fragen Sie nach Ergänzungen. Eine Abstimmung per Handzeichen schafft Verbindlichkeit.
  1. Mit den Kindern besprechen. Lassen Sie die Regeln mit der Klasse in eigenen Worten wiederholen. Kinder halten sich eher an Regeln, an denen sie beteiligt waren.
  1. Verfahren für Verstösse festlegen. Wer wird informiert, wenn ein Fake-Bild auftaucht? Ein kurzer Meldeweg gehört dazu: nicht weiterleiten, Screenshot sichern, Lehrperson und Eltern informieren.
RegelBeispiel in einfacher SpracheWarum
Einverständnis«Ich poste nur Bilder von Personen, die einverstanden sind.»Schutz der Persönlichkeit
Weiterleiten«Ich leite nichts weiter, wenn ich nicht sicher bin.»Falschinformation stoppen
Verändern«Ich verändere keine Gesichter anderer.»Mobbing vermeiden
Melden«Wenn ich etwas Komisches sehe, sage ich es einer erwachsenen Person.»Hilfe holen
Respekt«Im Chat gelten die Regeln wie im Schulzimmer.»Klima

Vorlage zum Kopieren

Ich bin Elternteil und möchte am Elternabend Regeln für den Klassenchat einer [Primar-/Oberstufenklasse] vorschlagen.
Problem: In der Klasse kursieren manipulierte oder KI-erzeugte Bilder von [Mitschülerinnen, Mitschülern oder Lehrpersonen, ohne Namen].
Wichtig ist uns: [z. B. Respekt, Einverständnis, kein Weiterleiten ungeprüfter Bilder].
Schreibe mir:
1. fünf kurze Chatregeln in einfacher Sprache, positiv formuliert,
2. einen Satz, wie bei einem Verstoss vorgegangen wird (melden, nicht weiterleiten),
3. eine Einladung an die Eltern, die Regeln gemeinsam zu besprechen.
Erfinde keine Gesetzesartikel und gib keine Rechtsberatung.
Verwende die Anrede «Sie» für Eltern und einen freundlichen, sachlichen Ton.

Ersetzen Sie die Platzhalter, und passen Sie die Regeln an Alter und Klasse an.

Worauf Sie achten müssen

  • Persönlichkeitsrechte. Bilder von Personen dürfen nicht ohne Weiteres verbreitet oder verändert werden, besonders wenn sie bloss- oder herabstellen. Die rechtliche Beurteilung im Einzelfall überlassen Sie Fachpersonen oder der Schule.
  • Keine Namen in KI-Diensten. Geben Sie in der Vorlage keine Namen oder Fotos von Kindern oder Lehrpersonen ein. Schildern Sie die Lage allgemein.
  • Schule und Eltern gemeinsam. Regeln, die nur von einem Elternteil stammen, finden wenig Rückhalt. Sprechen Sie mit der Lehrperson und dem Elternrat.
  • Keine Überwachung. Regeln sollen schützen, nicht ausspionieren. Heimliches Mitlesen im Chat Ihres Kindes untergräbt Vertrauen.
  • Ernste Fälle. Bei Nacktbildern, Erpressung oder Drohungen genügt kein Chatregel-Gespräch. Informieren Sie Schule und Polizei, siehe Kinderfotos und KI-Missbrauch.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein erfundenes Beispiel: In der Klasse 6b einer Schule in Muri taucht im Chat ein Bild auf, in dem das Gesicht einer Mitschülerin auf einen Cartoonkörper gesetzt wurde. Mehrere Kinder lachen, die Betroffene zieht sich zurück. Frau Müller, als Mitglied des Elternrats, bittet um einen Tagesordnungspunkt am nächsten Elternabend.

Sie erstellt mit der Vorlage einen Entwurf mit fünf Regeln und bespricht ihn zuvor mit der Lehrerin. Am Elternabend werden zwei Regeln umformuliert und alle fünf angenommen. Die Lehrerin bespricht sie in der Klasse, und der Chat wird ruhiger. Das Bild bleibt gelöscht.

So hilft Ihnen Alpasana

Die KI-Kurse für Kinder und Jugendliche von absofort behandeln KI-Grundlagen, Prompts, den fairen Umgang mit KI sowie das Gestalten von KI-Bildern. Kinder lernen online im eigenen Tempo, für jüngere wird die Begleitung durch Erwachsene empfohlen.

Wer selbst erlebt, wie leicht KI-Bilder entstehen, versteht Regeln besser. Die Kurse ergänzen Ihre Elternarbeit, ersetzen aber keine Schulregeln und keine Fachberatung bei Vorfällen.

Häufige Fragen

Wie viele Regeln sind sinnvoll?

Maximal fünf, damit Kinder sie sich merken können. Weitere Wünsche sammeln Sie in einer zweiten Runde, wenn die ersten funktionieren.

Dürfen Eltern Regeln für den Klassenchat durchsetzen?

Eltern können Vorschläge machen und gemeinsam vereinbaren. Verbindlich werden Regeln mit der Schule oder dem Elternrat. Mehr dazu in Elternabend zu KI-Risiken.

Was, wenn schon ein Fake-Bild im Umlauf ist?

Nicht weiterleiten, Screenshot sichern, Lehrperson informieren und die betroffene Person unterstützen. Siehe auch Kind hat Fake-Video geteilt.

Kann KI die Regeln für uns erledigen?

Sie liefert einen Entwurf. Die Entscheidung und das Gespräch mit den Beteiligten bleiben Ihre Aufgabe.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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