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Sicherheit · KI-Kurse für Kinder und Jugendliche

Deepfakes mit Kindern erkennen üben: Wie fange ich an?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Starten Sie mit einem kurzen, spielerischen Spiel: Zeigen Sie Ihrem Kind zwei bis drei Bilder, lassen Sie raten, was echt ist, und besprechen Sie danach gemeinsam, woran man zweifeln kann. Wichtig ist nicht die Trefferquote, sondern die Gewohnheit nachzufragen.

Das Problem

Ihr Kind sieht auf dem Handy Videos, in denen bekannte Personen Dinge sagen, die sie nie gesagt haben, oder Bilder von Tieren und Orten, die es nicht gibt. Es fragt: «Ist das echt?» Sie merken, dass Sie es selbst nicht immer sicher beurteilen können.

Ein Deepfake ist ein Bild, Video oder eine Tonaufnahme, die mit KI so verändert oder neu erzeugt wurde, dass sie echt wirkt. Für Kinder ist das schwer zu durchschauen, weil sie Bildern spontan vertrauen. Zugleich nutzen viele schon Apps, mit denen sie selbst solche Bilder machen.

Verbote helfen wenig. Besser ist, früh zu üben, Medien freundlich zu hinterfragen. Dafür brauchen Sie keine Technik, sondern ein bisschen Zeit und Neugier.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Das Gespräch locker beginnen. Fragen Sie: «Was hast du zuletzt gesehen, das dich überrascht hat?» Hören Sie zu, bevor Sie erklären. Kinder öffnen sich eher, wenn sie nicht belehrt werden.
  1. Den Begriff in einem Satz erklären. Zum Beispiel: «Ein Deepfake ist ein Bild oder Video, das ein Computer so gemacht hat, dass es echt aussieht, obwohl es nie so passiert ist.» Mehr braucht es zum Einstieg nicht. Hintergrund finden Sie unter Was ist ein Deepfake?.
  1. Eine kleine Auswahl vorbereiten. Wählen Sie zwei bis drei harmlose Bilder oder kurze Clips, zum Beispiel ein echtes Foto von einem Tier und ein KI-Bild. Erstellen Sie die Beispiele selbst oder gemeinsam, und nutzen Sie keine Bilder echter Kinder oder Bekannter.
  1. Das Rate-Spiel spielen. Ihr Kind sagt, was echt ist und was künstlich, und begründet es in einem Satz. Es gibt keine Verlierer. Loben Sie jede gute Beobachtung, auch wenn sie falsch war.
  1. Hinweise gemeinsam suchen. Schauen Sie auf Hände, Schrift, Schatten, Hintergrund und Bewegungen. Erklären Sie, dass diese Hinweise oft helfen, aber nicht sicher sind. Gute Fälschungen sehen perfekt aus.
  1. Die drei Fragen einüben. Wer hat das gepostet? Woher stammt es ursprünglich? Was soll es bei mir auslösen? Diese Fragen helfen auch bei Bildern, die technisch perfekt sind.
  1. Eine KI als Übungspartner nutzen. Mit einem altersgerechten, von Ihnen begleiteten KI-Assistenten, also einem Programm, dem man schriftlich Fragen stellt, können Sie Beispielbeschreibungen sammeln lassen: «Nenne drei Merkmale, an denen man KI-Bilder manchmal erkennt.» Sitzen Sie dabei, und lassen Sie Ihr Kind nicht allein mit einem Chatbot.
  1. Eine Familienregel festhalten. Zum Beispiel: «Wir leiten kein Bild weiter, bei dem wir nicht sicher sind, dass es echt ist.» Ideen dafür bietet Familienregeln zur KI: Vorlage.
AlterPassende ÜbungDauer
Primarschule, jüngere KinderRate-Spiel mit Tierbildern10 Minuten
Ältere PrimarschuleDrei Fragen zu einem Beitrag aus dem Alltag15 Minuten
OberstufeHerkunft eines Bildes zusammen recherchieren20 Minuten

Vorlage zum Kopieren

Ich möchte mit meinem Kind (Alter: [Alter]) eine kurze Übung zu Deepfakes machen.
Das Kind kennt schon: [z. B. Tierfotos, Videospiele, Handyvideos].
Gib mir bitte:
1. Eine einfache Erklärung für Kinder dieses Alters, was ein Deepfake ist (höchstens vier Sätze).
2. Ein kleines Rate-Spiel mit drei Fragen, die ich stellen kann, ohne echte Personen zu zeigen.
3. Zwei Sätze, mit denen ich das Gespräch lobend und ohne Angst beende.
Nenne keine Namen echter Kinder und gib keine Tipps, wie man Fälschungen selbst herstellt.
Sprich mich als Elternteil direkt an und verwende einfache Sprache.

Passen Sie das Alter und die Interessen Ihres Kindes an, bevor Sie die Vorlage verwenden.

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Kinderfotos hochladen. Fotos Ihres Kindes oder seiner Freunde gehören nicht in KI-Dienste. Nutzen Sie neutrale Beispielbilder.
  • Altersgrenzen beachten. Viele KI-Dienste haben Mindestalter in ihren Bedingungen. Nutzen Sie sie als Elternteil und begleiten Sie Ihr Kind, wenn es mitschaut.
  • Angst vermeiden. Betonen Sie, dass es Hilfe gibt. Ihr Kind soll sich jederzeit melden dürfen, wenn es etwas Verstörendes sieht. Was bei unpassenden Inhalten hilft, steht in Chatbot zeigt unpassende Inhalte.
  • Erkennungsmerkmale veralten. Fehler, die heute auffallen, verschwinden mit besseren Programmen. Deshalb ist die Gewohnheit zu prüfen wichtiger als einzelne Merkmale.
  • Rechtliches. Das Herstellen oder Verbreiten gefälschter Bilder von Personen kann rechtliche Folgen haben, besonders bei Nacktbildern. Bei Vorfällen ziehen Sie Schule, Beratungsstellen oder die Polizei bei.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein erfundenes Beispiel: Frau Müller ist Grossmutter und passt am Mittwoch auf ihre Enkelin (10) in Brugg auf. Das Mädchen zeigt ein Video, in dem ein Fussballstar angeblich Gratis-Trikots verschenkt. Sie wollen es zusammen prüfen.

Frau Müller stellt die drei Fragen: Wer hat es gepostet? Woher stammt es? Was soll es bei uns auslösen? Das Konto hat nur zwei Tage Bestand, und das Video verlangt, dass man Adresse und Kartendaten eingibt. Die Enkelin entscheidet selbst: «Das leiten wir nicht weiter.» Am Abend schreibt Frau Müller die Regel auf einen Zettel am Kühlschrank.

So hilft Ihnen Alpasana

Die KI-Kurse für Kinder und Jugendliche von absofort vermitteln KI-Grundlagen, Prompts und einen fairen Umgang mit KI. Kinder lernen online im eigenen Tempo und ohne Vorkenntnisse; für jüngere Kinder wird die Begleitung durch Erwachsene empfohlen.

Zusätzlich gestalten die Kinder KI-Bilder und Musik mit KI und üben so, wie Inhalte entstehen. Das ergänzt Ihre Gespräche zu Hause, ersetzt sie aber nicht.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann man Deepfakes erklären?

Ab etwa Primarschulalter in einfacher Form: «Computer können Bilder machen, die echt aussehen.» Die Tiefe passen Sie dem Kind an.

Soll mein Kind selbst Deepfakes herstellen?

Zum Verstehen kann es sinnvoll sein, harmlose Bilder mit KI zu gestalten, zum Beispiel Fantasiewesen. Gesichter echter Personen gehören nicht hinein, siehe Deepfake-Mobbing in der Schule.

Was, wenn mein Kind ein Fake-Video weitergeleitet hat?

Bleiben Sie ruhig, klären Sie gemeinsam und korrigieren Sie in der Gruppe. Weitere Hinweise finden Sie unter Kind hat Fake-Video geteilt.

Kann ich mich auf Erkennungsprogramme verlassen?

Nein, sie irren sich oft. Verwenden Sie sie höchstens als zusätzlichen Hinweis.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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