Berufe & Funktionen · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben
Stellenanzeige mit KI schreiben: Klar und passend
Kurz gesagt
Die KI schreibt aus Ihren Stichworten einen lesbaren Entwurf der Stellenanzeige. Aufgaben, Anforderungen, Pensum, Lohnrahmen und Bedingungen müssen aber von Ihnen stammen und stimmen. Prüfen Sie den Text auf Diskriminierung, Übertreibungen und auf Anforderungen, die Sie wirklich brauchen.
Das Problem
Eine Mitarbeiterin geht in Pension, und Frau Müller soll die Stelle ausschreiben. Sie sucht in alten Inseraten und findet lange Listen von Anforderungen, die kaum jemand erfüllt. Entweder wird die Anzeige zu allgemein («dynamisches Team, spannende Aufgaben»), oder sie liest sich wie ein Wunschzettel.
Eine gute Stellenanzeige zieht passende Personen an und hält unpassende ab. Dafür muss sie klar sagen, was die Aufgabe ist, was man mitbringen muss, was geboten wird und wie man sich bewirbt. Sie darf niemanden wegen Geschlecht, Alter oder Herkunft ausschliessen. Das Gleichstellungsgesetz verbietet Diskriminierung bei der Anstellung, auch in Inseraten.
KI hilft, aus Notizen einen übersichtlichen Entwurf zu machen. Was der Job wirklich verlangt, wissen nur Sie.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Aufgaben aufschreiben. Notieren Sie in Stichworten, was die Person täglich tut. Fragen Sie die bisherige Stelleninhaberin und die Vorgesetzten. Wie Sie das Profil klären, steht unter Stellenprofil und Anforderungen klären.
- Muss und Kann trennen. Was ist unverzichtbar (zum Beispiel eine Ausbildung, Deutsch auf bestimmtem Niveau), was ist nur ein Plus? Weniger Muss-Kriterien erhöhen die Zahl passender Bewerbungen.
- Rahmenbedingungen festhalten. Pensum, Arbeitsort, Eintrittsdatum, Lohnrahmen oder Lohnband, wenn Sie es nennen möchten, Weiterbildung, Arbeitszeitmodell.
- Entwurf erzeugen. Verwenden Sie die Vorlage unten und geben Sie Ihre Stichworte ein. Verlangen Sie eine kurze, klare Anzeige.
- Auf Diskriminierung prüfen. Streichen Sie Formulierungen mit Alter, Geschlecht, Nationalität oder Familienstand, sofern sie nicht für die Aufgabe nötig sind. Verwenden Sie «(m/w/d)» oder geschlechtsneutrale Bezeichnungen.
- Fakten kontrollieren. Stimmen Pensum, Ort, Bedingungen und Lohn? Hat die KI Leistungen wie «Homeoffice» oder «Weiterbildungsbudget» ergänzt, die Sie gar nicht bieten?
- Leseprobe machen. Lassen Sie eine Kollegin die Anzeige lesen. Versteht sie, was die Aufgabe ist, und würde sie sich bewerben?
- Veröffentlichen und Eingang regeln. Legen Sie fest, wohin Bewerbungen gehen und wie sie bestätigt werden, siehe Bewerbungseingang bestätigen. Beachten Sie, dass für bestimmte Berufsarten eine Stellenmeldepflicht an das RAV gelten kann.

Vorlage zum Kopieren
Du bist Personalfachperson in einem Schweizer KMU ([Branche], [Ort]). Schreibe eine Stellenanzeige in einfachem, klarem Deutsch (Schweizer Rechtschreibung, ss statt ß), Anrede «Sie».
Stelle: [Bezeichnung], Pensum [z. B. 60 bis 80 %], Eintritt [Datum oder «nach Vereinbarung»].
Aufgaben (Stichworte): [Aufgaben]
Das bringen Sie unbedingt mit: [Muss-Kriterien]
Von Vorteil: [Kann-Kriterien]
Das bieten wir: [nur geprüfte Fakten: Team, Arbeitszeit, Weiterbildung, Lohnband]
Bewerbung an: [Kontakt, Frist]
Aufbau: kurze Einleitung zum Betrieb, Aufgaben als Liste (maximal sieben), Anforderungen, Angebot, Bewerbungshinweis.
Regeln:
- Keine Angaben zu Alter, Geschlecht, Herkunft oder Familienstand.
- Keine Übertreibungen wie «dynamisch» oder «innovativ» ohne Beleg.
- Erfinde keine Leistungen. Wenn Angaben fehlen, setze [bitte ergänzen].
- Höchstens 300 Wörter.Ersetzen Sie die Platzhalter durch Ihre Angaben; fügen Sie bei Bedarf eine Zeile mit Ihrem Betrieb hinzu, damit die Einleitung echt klingt.
Worauf Sie achten müssen
- Diskriminierung. Anzeigen dürfen nicht nach Geschlecht, Alter, Herkunft oder Familiensituation selektieren, ausser eine Eigenschaft ist für die Aufgabe tatsächlich nötig. KI übernimmt manchmal Muster aus alten Inseraten. Mehr dazu unter Diskriminierende Stellenanzeigen prüfen.
- Erfundene Angebote. Homeoffice, 13. Monatslohn oder Weiterbildungsbudget dürfen nur drinstehen, wenn sie wirklich gelten.
- Lohn. Nennen Sie nur, was Sie zusagen können. Ein Lohnband in der Anzeige schafft Vertrauen, muss aber stimmen.
- Übertriebene Anforderungen. Zehn Muss-Kriterien schrecken gute Leute ab. Prüfen Sie, was wirklich nötig ist.
- Stellenmeldepflicht. Für bestimmte Berufsarten mit hoher Arbeitslosigkeit besteht eine Meldepflicht an die Arbeitsvermittlung. Informieren Sie sich, ob Ihre Stelle betroffen ist.
- Datenschutz. In der Anzeige stehen keine Personendaten Dritter, etwa der bisherigen Stelleninhaberin.
| Teil der Anzeige | Gut | Schwach |
|---|---|---|
| Titel | «Sachbearbeiter/in Administration (60–80 %)» | «Rockstar im Büro gesucht» |
| Aufgaben | Sieben klare Punkte | Lange Liste mit Details |
| Anforderungen | Muss und Kann getrennt | Alles als «zwingend» |
| Angebot | Geprüfte Fakten | Allgemeine Floskeln |
| Bewerbung | Kontakt, Frist, Unterlagen | «Bewerben Sie sich!» |
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Eine Schreinerei in Sursee sucht eine Person fürs Sekretariat. Die alte Anzeige nennt «flexibel, belastbar, jung und dynamisch» und listet zwölf Anforderungen auf. In drei Monaten meldet sich niemand Passendes.
Vorher: Die Anzeige liest sich wie eine Wunschliste und schliesst durch «jung» ungewollt viele Personen aus.
Nachher: Die Inhaberin schreibt Stichworte zu den echten Aufgaben (Offerten schreiben, Telefon, Rechnungen, Bestellungen) und lässt die KI einen Entwurf erstellen. Sie streicht «jung» und reduziert die Muss-Kriterien auf drei. Eine Kollegin liest gegen. Danach melden sich mehrere Personen mit passender Erfahrung.
So hilft Ihnen Alpasana
Für den Personalbereich gibt es in den Kursen KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben von absofort Inhalte zu Bewerbung, Recruiting und fairer Auswahlvorbereitung sowie zu Bürokommunikation. Sie üben, KI für Entwürfe zu nutzen und die Ergebnisse zu prüfen.
Der Kurs ist online und bietet KI-Lerncoach, Praxisaufgaben und verifizierbaren Abschluss. Eine rechtliche Prüfung Ihrer Stellenanzeige ersetzt er nicht.
Häufige Fragen
Muss ich den Lohn in der Anzeige nennen?
In der Schweiz ist das meist nicht vorgeschrieben, ausser in einzelnen Bereichen. Ein Lohnband kann aber Vertrauen schaffen und unpassende Bewerbungen vermeiden. Nennen Sie nur, was Sie tatsächlich zahlen können.
Darf ich in der Anzeige nach Alter oder Geschlecht suchen?
Grundsätzlich nein. Anforderungen dürfen sich nur auf die Aufgabe beziehen. Verwenden Sie neutrale Bezeichnungen und lassen Sie die Anzeige im Zweifel von einer Fachperson prüfen.
Kann ich die gleiche Anzeige für mehrere Plattformen verwenden?
Ja, mit kleinen Anpassungen an Länge und Format. Die KI kann eine Kurzfassung für soziale Netzwerke und eine Langfassung für die eigene Website erstellen. Kontrollieren Sie, dass die Angaben überall gleich sind.
Wie erkenne ich, ob die Anzeige gut ist?
Lassen Sie sie von jemandem lesen, der die Stelle nicht kennt. Kann diese Person in zwei Minuten sagen, was die Aufgabe ist und wie man sich bewirbt? Dann stimmt die Richtung. Weitere Hilfe bietet Stellenanzeige mit KI schreiben.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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