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Cybermobbing-Prävention mit KI-Material vorbereiten
Kurz gesagt
Für Präventionsarbeit zu Cybermobbing brauchen Sie erfundene Fälle, die nicht auf reale Personen zurückführen. Eine KI kann Fallbeispiele, Rollenkarten und Gesprächsfragen entwerfen. Sie prüfen jedes Material auf Eignung, Altersangemessenheit und Verletzungsgefahr. Reale Vorfälle gehören nicht in KI-Werkzeuge.
Das Problem
In der Oberstufe kursiert ein Foto, das ohne Erlaubnis in einem Klassenchat geteilt wurde. Wer hat es verbreitet? Wer hat gelacht? Die betroffene Schülerin ist kaum noch in der Schule. Die Schulsozialarbeiterin soll vorbeugen und im Unterricht über Cybermobbing sprechen. Aber wie? Reale Fälle eignen sich nicht, denn Betroffene dürfen nicht blossgestellt werden. Fälle aus Büchern sind oft veraltet, und die Jugendlichen merken schnell, wenn etwas konstruiert klingt.
Erfundene Fälle sind ein bewährtes Mittel. Sie machen Situationen greifbar, ohne jemanden zu verletzen, und eröffnen Gespräche über Verhalten, Verantwortung und Hilfe. Gute Fälle sind realistisch, aber nicht an reale Personen angelehnt, altersgerecht und offen für Diskussion.
Eine KI kann beim Entwerfen solcher Fälle unterstützen: Sie liefert Fallbeispiele, Rollenkarten, Gesprächsfragen und Varianten für verschiedene Altersstufen. Sie müssen aber alles prüfen. KI kann Klischees, unpassende Details oder zu drastische Beschreibungen liefern. Reale Vorfälle und Namen von Schülerinnen gehören auf keinen Fall in ein KI-Werkzeug. Dieser Text ersetzt keine Fachweiterbildung und keine Absprache mit Schulleitung und Eltern.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Ziel der Einheit bestimmen. Was soll die Klasse verstehen oder können? Zum Beispiel: Merkmale von Cybermobbing erkennen, Handlungsmöglichkeiten kennen, wissen, wo Hilfe zu finden ist. Ein Ziel pro Einheit.
- Altersstufe und Klasse beachten. Was ist für 12-Jährige angemessen, was für 16-Jährige? Berücksichtigen Sie die Gruppe: Gibt es aktuell Spannungen oder bekannte Vorfälle?
- Rahmen mit Schulleitung und Lehrpersonen klären. Wer führt die Einheit durch? Werden Eltern informiert? Wie geht die Schule mit echten Vorfällen um? Das Material ergänzt ein bestehendes Konzept.
- Keine realen Fälle verwenden. Weder Namen noch Details aus echten Situationen. Schreiben Sie dem Entwurf explizit vor, einen erfundenen Fall zu liefern, der keiner bekannten Situation ähnelt.
- Material mit KI entwerfen. Kopieren Sie die Vorlage unten und passen Sie sie an. Verlangen Sie Fall, Rollenkarten, Gesprächsfragen und Hilfehinweise.
- Material kritisch prüfen. Ist es altersgerecht? Zu drastisch? Stereotyp? Könnte sich jemand in der Klasse zu sehr wiedererkennen? Passen Sie an oder streichen Sie.
- Durchführung planen. Legen Sie Ablauf und Regeln fest: respektvolle Gesprächskultur, Freiwilligkeit bei persönlichen Aussagen, Möglichkeit, den Raum zu verlassen. Halten Sie Unterstützung bereit.
- Hilfeadressen bereitstellen. Nennen Sie, an wen sich Betroffene wenden können, in der Schule und ausserhalb, zum Beispiel die Beratung von Pro Juventute unter der Nummer 147.
- Nachbesprechen und anpassen. Fragen Sie Lehrpersonen und Jugendliche nach ihren Eindrücken. Passen Sie das Material an.
Vorlage zum Kopieren
Du hilfst einer Schulsozialarbeiterin in der Schweiz, erfundenes Material zur Cybermobbing-Prävention für eine Schulklasse zu entwerfen. Du verwendest ausschliesslich erfundene Namen und Situationen, die keiner realen Person oder keinem bekannten Vorfall ähneln. Du vermeidest drastische Details, Gewalt und Selbstverletzung.
Klassenstufe und Alter: [z. B. 7. Klasse, 13 Jahre]
Ziel der Einheit: [z. B. Cybermobbing erkennen und Handlungsmöglichkeiten kennenlernen]
Dauer: [z. B. 45 Minuten]
Erstelle:
1. einen erfundenen Fall (höchstens 150 Wörter) über einen Vorfall in einem Klassenchat, mit erfundenen Namen, realistisch, aber ohne zu drastisch zu sein
2. vier Rollenkarten (betroffene Person, Mitläufer, Beobachter, Lehrperson) mit je zwei Sätzen
3. sechs Gesprächsfragen zur Diskussion (z. B. Was hätte die Beobachterin tun können?)
4. eine Liste mit fünf Handlungsmöglichkeiten für Jugendliche in so einer Situation
5. Hinweise für mich: Worauf muss ich bei der Durchführung achten, und was muss ich vorher prüfen?
Sprache: einfach, respektvoll, Schweizer Rechtschreibung.Passen Sie Klassenstufe und Ziel an. Lesen Sie das Material vollständig durch, bevor Sie es in der Klasse einsetzen.
| Baustein | Zweck | Prüfen |
|---|---|---|
| Erfundener Fall | Situation greifbar machen | Altersgerecht, nicht zu drastisch, nicht an reale Fälle angelehnt |
| Rollenkarten | Perspektiven einnehmen | Keine Stereotype, keine Stigmatisierung |
| Gesprächsfragen | Diskussion anregen | Offen, nicht beschuldigend |
| Handlungsmöglichkeiten | Wissen, was man tun kann | Realistisch, mit Hilfeadressen |
Worauf Sie achten müssen
- Keine realen Vorfälle eingeben: Namen, Fotos, Chatverläufe von Schülerinnen gehören nicht in KI-Werkzeuge. Siehe KI-Klassenregeln aufstellen.
- Material prüfen: KI liefert gelegentlich Klischees, zu drastische Beschreibungen oder falsche Fakten zu Rechtsfragen. Prüfen Sie alles.
- Betroffene schützen: Wenn in der Klasse ein aktueller Fall besteht, ist ein Präventionsmodul allein der falsche Weg. Dann braucht es gezielte Interventionen. Besprechen Sie das mit Schulleitung und Fachstellen.
- Rechtliche Fragen: Das Verbreiten von Bildern ohne Zustimmung und Drohungen können rechtliche Folgen haben. Für verlässliche Informationen verwenden Sie Quellen wie jugendundmedien.ch, Link in den Kopfdaten, und wenden Sie sich bei konkreten Fällen an Fachstellen.
- Hilfe sichtbar machen: Nennen Sie Anlaufstellen. Die Beratung von Pro Juventute, 147, ist für Kinder und Jugendliche in der Schweiz erreichbar.
- Eltern einbeziehen: Informieren Sie über Inhalte und Ziele, damit Eltern Kinder zuhause begleiten können.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Die Schulsozialarbeiterin einer Oberstufe im Kanton Luzern möchte im Rahmen der Medienwoche mit den siebten Klassen über Cybermobbing sprechen. Mit der Vorlage lässt sie einen erfundenen Fall über einen Klassenchat entwerfen. Sie prüft das Material gemeinsam mit einer Lehrerin und ändert zwei Namen, weil sie an Schülerinnen der Schule erinnern.
In der Lektion lesen die Jugendlichen den Fall, übernehmen Rollen und diskutieren, was jede Person hätte tun können. Eine Schülerin sagt: «Ich hätte das Foto gemeldet und der Lehrerin gezeigt.» Ein anderer gibt zu, dass er oft nur zuschaut. Die Sozialarbeiterin schliesst mit einer Liste von Hilfeadressen. Danach meldet sich eine Schülerin freiwillig mit einer eigenen Sorge. Die Sozialarbeiterin führt mit ihr ein Einzelgespräch.
So hilft Ihnen Alpasana
Je klarer der Auftrag an die KI, desto brauchbarer das Material. Im Online-Kurs Prompt Engineering von absofort lernen Sie, Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabeformat festzulegen, Beispiele zur Steuerung einzusetzen und Ergebnisse zu prüfen. Datenschutz wird berücksichtigt, der Kurs braucht keine Programmierkenntnisse und endet mit einem Zertifikat.
Pädagogische und rechtliche Inhalte zur Mobbingprävention gehören nicht dazu. Dafür gelten Konzepte Ihrer Schule und Fachstellen.
Häufige Fragen
Darf ich echte Chatverläufe als Beispiel verwenden?
Nein. Das verletzt die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten und kann Betroffene blossstellen. Verwenden Sie erfundene Fälle.
Was, wenn sich jemand in der Klasse im Fall wiedererkennt?
Das ist ein Risiko. Prüfen Sie den Fall vorher, ändern Sie Details und beobachten Sie die Reaktionen. Bieten Sie Gespräche im Nachgang an.
Kann die KI auch helfen, einen laufenden Fall zu lösen?
Nein. Für laufende Fälle brauchen Sie Fachwissen, Absprachen mit der Schulleitung und, wenn nötig, Fachstellen. KI ist dafür nicht geeignet. Hinweise zur Dokumentation: Kinderschutz dokumentieren.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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