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Berufe & Funktionen · KI-Weiterbildung für Unternehmen

KI-Regeln für die Klasse gemeinsam erarbeiten

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Erarbeiten Sie die Regeln gemeinsam mit der Klasse: Was ist bei welcher Aufgabe erlaubt, wie wird KI-Hilfe angegeben, was bleibt tabu? Halten Sie wenige, klare Sätze auf einem Blatt fest, lassen Sie sie unterschreiben und überprüfen Sie sie nach einigen Wochen. Gemeinsame Regeln werden besser befolgt als verordnete.

Kurz gesagt: Erarbeiten Sie die Regeln gemeinsam mit der Klasse: Was ist bei welcher Aufgabe erlaubt, wie wird KI-Hilfe angegeben, was bleibt tabu? Halten Sie wenige, klare Sätze auf einem Blatt fest, lassen Sie sie unterschreiben und überprüfen Sie sie nach einigen Wochen. Gemeinsame Regeln werden besser befolgt als verordnete.

Das Problem

Manche Kinder nutzen KI für Hausaufgaben, andere nicht. Einige tun es offen, andere heimlich. Eltern fragen, ob das erlaubt ist, Kolleginnen handhaben es verschieden, und Sie selbst sind nicht sicher, wo die Grenze liegt.

Ohne klare Regeln entstehen Ungerechtigkeit und Misstrauen: Wer ehrlich bleibt, fühlt sich im Nachteil. Wer KI nutzt, weiss nicht, ob er etwas Verbotenes tut.

Ein Verbot im Klassenzimmer hilft wenig, denn zu Hause lässt sich die Nutzung kaum kontrollieren. Besser funktionieren Regeln, die verständlich sind, deren Sinn die Klasse nachvollzieht und die zu Alter und Aufgaben passen. Eine KI kann Ihnen helfen, ein Gerüst zu entwerfen. Die Inhalte aber entstehen im Gespräch mit der Klasse.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Klären Sie den Rahmen. Gibt es Vorgaben der Schule oder des Kantons zu KI? Diese gelten vor Ihren Klassenregeln. Fragen Sie die Schulleitung, bevor Sie etwas festlegen.
  2. Sammeln Sie die Situationen. Hausaufgaben, Vorträge, Aufsätze, Prüfungen, Gruppenarbeiten. Für jede lässt sich anders entscheiden, was erlaubt ist.
  3. Lassen Sie einen Entwurf erstellen mit der Vorlage unten, als Diskussionsgrundlage, nicht als fertige Regel. Lesen Sie ihn kritisch und streichen Sie, was nicht zu Ihrer Klasse passt.
  4. Starten Sie ein Klassengespräch. Fragen Sie: Wofür nutzt ihr KI? Wo hilft sie? Wo fühlt sich etwas unfair an? Kinder haben oft ein gutes Gespür für Gerechtigkeit.
  5. Erarbeiten Sie die Regeln gemeinsam. Zum Beispiel in Gruppen mit Plakaten. Halten Sie Ergebnisse als wenige, einfache Sätze fest, ideal sind fünf bis sieben.
  6. Unterscheiden Sie nach Aufgabenart. Eine einfache Ampel hilft: grün (erlaubt, zum Beispiel Rechtschreibhinweise), gelb (erlaubt mit Angabe, zum Beispiel Ideen), rot (nicht erlaubt, zum Beispiel ganze Texte schreiben lassen).
  7. Regeln Sie die Angabe. Wie wird KI-Hilfe offengelegt? Ein einfaches Hilfsmittelverzeichnis ist ein guter Anfang, siehe KI-Hilfe angeben.
  8. Schreiben Sie die Vereinbarung auf und hängen Sie sie im Klassenzimmer auf. Informieren Sie die Eltern und lassen Sie, wenn an Ihrer Schule üblich, unterschreiben.
  9. Überprüfen Sie die Regeln nach einigen Wochen. Funktionieren sie? Was ist unklar? Passen Sie gemeinsam an. Regeln dürfen lebendig bleiben.

Beispiel für eine Ampel (Vorschlag, anpassen):

AufgabeAmpelBeispiel
Rechtschreibung prüfenGrünKorrekturhilfe, danach selbst entscheiden
Ideen sammeln, GliederungGelbErlaubt, mit Angabe im Hilfsmittelverzeichnis
Begriffe erklären lassenGelbErlaubt, Erklärung in anderer Quelle prüfen
Ganzen Text schreiben lassenRotNicht erlaubt, ausser die Aufgabe verlangt es ausdrücklich
Prüfungen im UnterrichtRotKeine KI, ausser die Lehrperson erlaubt es
Persönliche Daten eingebenRotNie Namen, Adressen, Fotos von sich oder anderen

Vorlage zum Kopieren

Hilf mir, eine Klassenvereinbarung zur Nutzung von KI vorzubereiten. Das ist ein Entwurf für ein Gespräch mit der Klasse, nicht die fertige Regel.
Stufe: [z. B. 7. Klasse]
Schulische Vorgaben: [z. B. Schule erlaubt KI mit Angabe, Prüfungen ohne KI]
Aufgabenarten in meiner Klasse: [Hausaufgaben, Referate, Aufsätze, Prüfungen]
Meine Haltung: [z. B. KI darf helfen, aber nicht das Denken ersetzen]

Erstelle:
1. Fünf bis sieben Regeln in kurzen, einfachen Sätzen in der Ich-Form («Ich gebe an, wenn ich KI genutzt habe»).
2. Eine Ampel-Tabelle (grün, gelb, rot) mit je drei Beispielen.
3. Fünf Fragen für ein Klassengespräch, die zum Mitdenken anregen.
4. Einen kurzen Elterninformationssatz.
Altersgerecht, freundlich, Du-Form für Kinder, Schweizer Rechtschreibung mit «ss».
Gib keine Rechtsaussagen und erfinde keine Schulvorschriften.

Ersetzen Sie Stufe und Vorgaben. Lassen Sie die Klasse streichen und ergänzen, damit die Regeln ihre eigenen werden.

Worauf Sie achten müssen

  • Schulische Vorgaben gehen vor. Klären Sie mit der Schulleitung, was Ihre Schule oder Ihr Kanton festlegt, bevor Sie eine Klassenregel einführen.
  • Altersgrenzen der Dienste. Viele KI-Dienste haben Mindestalter oder verlangen die Einwilligung der Eltern. Prüfen Sie die Nutzungsbedingungen, bevor Sie Kinder zur Nutzung auffordern.
  • Datenschutz. Kinder sollen keine persönlichen Angaben eingeben; siehe Schülerdaten und ChatGPT für die Lehrpersonenseite.
  • Chancengleichheit. Nicht alle Kinder haben zu Hause Zugang zu KI. Aufgaben sollten auch ohne bearbeitbar sein.
  • Verbindlich, aber lernend. Besprechen Sie Verstösse ruhig und lernorientiert, siehe KI-Texte erkennen.
  • Prüfungen. Für Prüfungen sind gesonderte Regeln nötig; Ideen dazu bietet Prüfungen KI-fest gestalten.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Klassenlehrerin einer 7. Klasse in Uster merkt, dass mehrere Jugendliche KI für Hausaufgaben nutzen. Einige sind verunsichert, ob das «Schummeln» ist.

Vorher: Es gibt keine Regel. Auf dem Pausenhof kursieren Gerüchte, wer was darf. Die Lehrerin droht in einer Lektion pauschal mit Konsequenzen und erntet Schweigen.

Nachher: Sie lässt einen Entwurf mit Ampel erstellen und bespricht ihn mit der Schulleiterin. In einer Lektion sammelt die Klasse Beispiele, in Gruppen entstehen Plakate. Am Ende einigen sich alle auf sechs Regeln, die im Klassenzimmer hängen. Die Jugendlichen stimmen zu, KI für Ideen und Rechtschreibung zu nutzen und dies anzugeben. Nach vier Wochen passt die Klasse eine Regel an, weil sie unklar war.

So hilft Ihnen Alpasana

Absofort bietet KI-Weiterbildung für Unternehmen an, von den Grundlagen bis zum Diplomlehrgang, mit Datenschutz als Lerninhalt und verifizierbaren Abschlüssen. Bildungsorganisationen können sich für Teambuchungen und Firmenlösungen melden, um Regeln für den KI-Einsatz gemeinsam im Kollegium zu klären.

Für Kinder und Jugendliche gibt es KI-Kurse mit KI-Grundlagen, Prompts und fairem Umgang mit KI; für jüngere Kinder wird die Begleitung durch Erwachsene empfohlen. Schulrechtliche Vorgaben ersetzen die Angebote nicht.

Häufige Fragen

Soll ich KI in der Klasse verbieten?

Ein pauschales Verbot ist schwer durchzusetzen und löst die Frage nicht, wie Kinder verantwortungsvoll damit umgehen. Besser sind klare Regeln nach Aufgabenart, wobei bei Prüfungen und bestimmten Aufgaben KI ausgeschlossen werden kann.

Müssen die Eltern einbezogen werden?

Informieren Sie sie, am besten mit einem kurzen Brief. Wie weit Eltern mitreden und ob eine Unterschrift nötig ist, richtet sich nach den Gepflogenheiten Ihrer Schule. Einen Brief entwerfen Sie mit Elternbrief mit KI schreiben.

Was, wenn sich jemand nicht an die Regeln hält?

Sprechen Sie ruhig mit dem Kind und klären Sie, was unklar war. Bleiben Sie bei belegbaren Beobachtungen und halten Sie die vorab vereinbarten Folgen ein. Lernen soll im Vordergrund stehen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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