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Berufe & Funktionen · KI-Weiterbildung für Unternehmen

KI-Werkzeuge für Lehrpersonen sinnvoll vergleichen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Beurteilen Sie ein KI-Werkzeug nicht nach Werbung, sondern nach vier Fragen: Löst es meine konkrete Aufgabe? Ist es datenschutzkonform und von der Schule freigegeben? Was kostet es dauerhaft? Wie gut ist es bedienbar? Testen Sie mit erfundenen Beispielen und halten Sie das Ergebnis in einer Tabelle fest.

Kurz gesagt: Beurteilen Sie ein KI-Werkzeug nicht nach Werbung, sondern nach vier Fragen: Löst es meine konkrete Aufgabe? Ist es datenschutzkonform und von der Schule freigegeben? Was kostet es dauerhaft? Wie gut ist es bedienbar? Testen Sie mit erfundenen Beispielen und halten Sie das Ergebnis in einer Tabelle fest.

Das Problem

Jede Woche taucht ein neues KI-Programm für Lehrpersonen auf: «Erstellt Arbeitsblätter in Sekunden», «Korrigiert Aufsätze automatisch», «Plant Ihr ganzes Schuljahr». Kolleginnen schwärmen von einem Tool, in der Lehrerzeitung steht ein Vergleich, und auf Social Media werben Anbieter mit grossen Versprechen.

Wer da noch den Überblick behalten will, braucht Kriterien. Sonst wählt man das Werkzeug mit der besten Werbung statt dasjenige, das zur eigenen Arbeit passt, und gibt womöglich Daten an Dienste, die dafür nicht geeignet sind.

Hinzu kommt, dass sich Angebote, Preise und Bedingungen schnell ändern. Ein Vergleich, der heute stimmt, ist in einigen Monaten überholt. Darum ist ein eigenes Vorgehen wertvoller als eine fertige Rangliste.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Beschreiben Sie Ihren Bedarf. Welche Aufgabe möchten Sie erleichtern: Unterrichtsplanung, Arbeitsblätter, Rückmeldungen, Elternbriefe, Übersetzungen? Je konkreter, desto besser der Vergleich.
  2. Klären Sie die Rahmenbedingungen. Gibt es an Ihrer Schule freigegebene Werkzeuge oder Richtlinien? Diese gehen vor. Fragen Sie Schulleitung oder ICT-Verantwortliche.
  3. Wählen Sie zwei bis vier Kandidaten. Mehr bringt wenig. Nehmen Sie Werkzeuge, die für Ihren Bedarf in Frage kommen: allgemeine Chat-KI, Schulplattformen mit KI-Funktionen, spezialisierte Unterrichtsprogramme.
  4. Legen Sie Kriterien fest. Aufgabe erfüllt, Datenschutz, Kosten, Bedienbarkeit, Sprachqualität auf Deutsch (Schweizer Rechtschreibung), Qualität der Ergebnisse, Verfügbarkeit.
  5. Prüfen Sie den Datenschutz. Wo werden Daten verarbeitet? Werden Eingaben zum Training verwendet? Gibt es einen Vertrag für Schulen? Gratisdienste sind für Personendaten von Kindern nicht geeignet, siehe Schülerdaten und ChatGPT.
  6. Testen Sie mit erfundenen Aufgaben. Geben Sie jedem Werkzeug dieselbe, realistische Aufgabe ohne echte Daten, zum Beispiel ein Arbeitsblatt zu einem Thema. Vergleichen Sie Ergebnisse, Fehler und Aufwand.
  7. Rechnen Sie die Kosten durch. Nicht nur den Monatspreis, sondern auch Lizenz für mehrere Personen, Limits der Gratisversion und was nach einer Testphase gilt. Notieren Sie Preise mit Datum.
  8. Halten Sie das Ergebnis in einer Tabelle fest und besprechen Sie es im Team. Ein gemeinsamer Entscheid vermeidet Wildwuchs.
  9. Überprüfen Sie nach einigen Monaten. Stimmen Bedingungen und Nutzen noch? Ersetzen Sie Werkzeuge, wenn sich etwas Wesentliches ändert.
Ablaufgrafik in 9 Schritten: 1. Beschreiben Sie Ihren Bedarf; 2. Klären Sie die Rahmenbedingungen; 3. Wählen Sie zwei bis vier Kandidaten; 4. Legen Sie Kriterien fest; 5. Prüfen Sie den Datenschutz; 6. Testen Sie mit erfundenen Aufgaben; 7. Rechnen Sie die Kosten durch; 8. Halten Sie das Ergebnis in einer Tabelle fest; 9. Überprüfen Sie nach einigen Monaten.
Der Weg im Überblick: KI-Werkzeuge für Lehrpersonen sinnvoll vergleichen

Eine Vergleichstabelle zum Ausfüllen:

KriteriumWerkzeug AWerkzeug BWerkzeug C
Aufgabe, die es löst[...][...][...]
Von der Schule freigegeben[ja/nein/unklar][...][...]
Datenschutz (Standort, Training, Vertrag)[...][...][...]
Kosten pro Jahr und Person[CHF ...] (Stand [Datum])[...][...]
Qualität auf Deutsch[Eindruck aus Test][...][...]
Bedienbarkeit[1–5][...][...]
Fehler im Test[Anzahl, Art][...][...]
Gesamteindruck[...][...][...]

Vorlage zum Kopieren

Mit dieser Vorlage bereiten Sie Ihren Testaufbau vor. Sie enthält keine Schülerdaten und keine Preise, die Sie selbst nachprüfen müssen.

Hilf mir, einen fairen Vergleich von KI-Werkzeugen für meine Arbeit als Lehrperson vorzubereiten.
Mein Bedarf: [z. B. Arbeitsblätter erstellen, Elternbriefe entwerfen]
Stufe und Fach: [z. B. Primarschule, Mittelstufe]
Rahmenbedingungen: [z. B. Schule hat noch keine Richtlinie, kein Budget]
Kandidaten (Namen): [Werkzeug A, Werkzeug B]

Erstelle:
1. Zehn Kriterien für den Vergleich, geordnet nach Wichtigkeit (inkl. Datenschutz und Kosten).
2. Eine Testaufgabe ohne echte Schülerdaten, die ich bei jedem Werkzeug stellen kann.
3. Eine Bewertungstabelle zum Ausfüllen.
4. Fragen, die ich dem Anbieter zu Datenschutz und Preisen stellen soll.
Erfinde keine Eigenschaften oder Preise der Werkzeuge. Ich prüfe alle Angaben auf der Anbieterseite selbst.
Schweizer Rechtschreibung mit «ss».

Tragen Sie Bedarf und Kandidaten ein. Die Antworten der Anbieter und die Preise holen Sie immer direkt bei diesen ein.

Worauf Sie achten müssen

  • Werbeversprechen prüfen. Aussagen wie «in Sekunden» oder «fehlerfrei» sind kein Beleg. Verlassen Sie sich auf Ihren Test.
  • Datenschutz vor Komfort. Ein bequemes Werkzeug, das Daten unklar verarbeitet, ist für Schulbelange ungeeignet. Wichtige Daten (Namen, Noten) bleiben draussen.
  • Vorgaben der Schule. Wer ohne Freigabe Werkzeuge nutzt, riskiert Konflikte. Klären Sie das vorher.
  • Versteckte Kosten. Gratisversionen haben Limits, Testphasen enden, und Abos verlängern sich. Prüfen Sie Kündigungsbedingungen.
  • Abhängigkeit. Wenn ein Anbieter sein Angebot ändert oder einstellt, sollten Ihre Materialien nicht verloren gehen. Speichern Sie Ergebnisse lokal.
  • Veränderung. Funktionen und Preise ändern sich schnell. Vermerken Sie das Prüfdatum, und lesen Sie die Bedingungen erneut, wenn sie sich ändern.
  • Urheberrecht. Prüfen Sie, wie die Nutzungsrechte für erzeugte Inhalte geregelt sind; siehe Urheberrecht bei Unterrichtsmaterial.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Fachgruppe Deutsch an einer Sekundarschule in Brugg möchte ein KI-Werkzeug für Arbeitsblätter und Rückmeldungen einführen. Zwei Kolleginnen schwören auf unterschiedliche Programme.

Vorher: Jede nutzt ihr Werkzeug, teilweise mit echten Schülertexten. Niemand weiss, welche Bedingungen gelten, und die Schulleitung erfährt es zufällig.

Nachher: Die Gruppe legt gemeinsam Kriterien fest und testet drei Werkzeuge mit derselben erfundenen Aufgabe. Sie notiert Fehler und Aufwand und fragt bei den Anbietern nach Datenschutz. Ein Werkzeug scheidet wegen unklarer Datenverarbeitung aus. Die Gruppe legt dem Schulleiter eine Tabelle vor, und die Schule gibt ein Werkzeug für Material ohne Schülerdaten frei. Nach einem Semester überprüfen sie den Entscheid.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Ihre Schule Vergleichskriterien für KI-Werkzeuge festlegen möchte, behandelt die KI-Weiterbildung für Unternehmen Datenschutz, Schweizer Praxisbezug und den verantwortungsbewussten Umgang mit Daten. Bildungsorganisationen können Teambuchungen oder Firmenlösungen anfragen. Sie erhalten damit keine Produktempfehlung und sollten die Werkzeuge schulintern prüfen.

Häufige Fragen

Soll ich ein kostenpflichtiges Werkzeug wählen?

Nicht automatisch. Prüfen Sie, ob die Gratisversion Ihren Bedarf deckt und ob eine bezahlte Version bessere Datenschutzgarantien bietet. Der Preis allein sagt nichts über Eignung oder Datenschutz aus.

Reicht eine Empfehlung einer Kollegin?

Als Anstoss ja, als Entscheid nein. Jede Schule und jede Aufgabe ist anders. Testen Sie selbst und klären Sie die Freigabe an Ihrer Schule.

Wie oft sollte ich meine Auswahl überprüfen?

Mindestens einmal pro Schuljahr, und sobald sich Bedingungen oder Preise ändern. Notieren Sie das Prüfdatum in Ihrer Vergleichstabelle.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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