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Entwicklungsziele für Mitarbeitende mit KI formulieren
Kurz gesagt
Gute Entwicklungsziele sind konkret, beobachtbar und mit einem Zeitpunkt versehen. Eine KI hilft, vage Wünsche in klare Ziele mit Massnahmen und Merkmalen für den Fortschritt umzuschreiben. Die Ziele entstehen im Gespräch mit der Mitarbeitenden, nicht am Schreibtisch, und persönliche Angaben gehören nicht in öffentliche KI-Dienste.
Das Problem
Im Mitarbeitergespräch sagt die Teamleiterin: «Du könntest noch an deiner Kommunikation arbeiten.» Der Mitarbeiter nickt, und beide wissen nicht, was das konkret heisst. Ein Jahr später ist es dasselbe: keine Veränderung, kein Beleg, keine Möglichkeit zu sagen, ob etwas besser geworden ist.
Entwicklungsziele sollen Menschen helfen, sich weiterzuentwickeln, und dem Unternehmen, Kompetenzen aufzubauen. Doch viele Ziele bleiben vage: «Selbstständiger werden», «Mehr Verantwortung übernehmen», «Besser mit Kunden umgehen». Niemand kann später sagen, ob sie erreicht sind.
Gute Ziele beschreiben ein beobachtbares Ergebnis, einen Zeitpunkt und einen Weg dahin. Eine KI kann beim Formulieren helfen: Sie macht aus einem Wunsch ein klares Ziel mit Massnahmen und Merkmalen. Sie ersetzt aber nicht das Gespräch. Ziele, die man den Menschen überstülpt, werden nicht gelebt. Und sie dürfen nicht zu einer Falle werden, mit der man später Druck macht.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Gespräch vorbereiten. Überlegen Sie vorab: Wo steht die Person heute? Was läuft gut? Wo gibt es Entwicklungspotenzial? Was braucht der Betrieb? Notieren Sie Beobachtungen und Beispiele.
- Wünsche der Mitarbeitenden hören. Fragen Sie, was sie sich wünscht: Aufgaben, Fähigkeiten, Weiterbildung. Ziele funktionieren, wenn sie sich damit identifiziert.
- Themen sammeln. Halten Sie in Stichworten fest, was gemeinsam angegangen werden könnte. Zwei bis drei Themen genügen.
- Ziele formulieren lassen. Geben Sie die Themen ohne Namen und sensible Angaben in die Vorlage unten und lassen Sie Ziele in konkreter Form entwerfen: Was, bis wann, woran erkennt man es?
- Massnahmen ergänzen. Besprechen Sie, was die Person dafür braucht: Weiterbildung, Begleitung, Aufgaben, Zeit. Notieren Sie, was der Betrieb beiträgt.
- Im Gespräch gemeinsam anpassen. Legen Sie den Entwurf zur Diskussion vor, nicht als fertiges Ergebnis. Die Mitarbeitende schlägt Änderungen vor.
- Zwischenstände vereinbaren. Legen Sie Zeitpunkte für kurze Rückmeldungen fest, zum Beispiel nach drei Monaten.
- Dokumentieren. Halten Sie die vereinbarten Ziele schriftlich fest, so, dass beide sie später nachlesen können.
Vorlage zum Kopieren
Du unterstützt eine Vorgesetzte in einem Schweizer KMU bei der Formulierung von Entwicklungszielen für ein Mitarbeitergespräch. Die Angaben enthalten keine Namen.
Funktion der Person: [z. B. Sachbearbeiterin Kundenservice]
Themen, die wir besprechen möchten (Stichworte): [z. B. Gespräche mit unzufriedenen Kunden, Einarbeitung neuer Kolleginnen]
Beobachtungen und Beispiele (sachlich, ohne Wertung): [Stichworte]
Wunsch der Mitarbeitenden: [Stichworte]
Möglichkeiten im Betrieb: [z. B. internes Coaching, Kurs, Mitarbeit bei Projekt X]
Aufgabe:
1. Formuliere pro Thema ein Entwicklungsziel in einem Satz, konkret und beobachtbar, mit Zeitpunkt [z. B. innerhalb von sechs Monaten].
2. Beschreibe pro Ziel drei Merkmale, an denen man erkennt, dass es erreicht ist.
3. Schlage pro Ziel zwei Massnahmen vor, die zu meinen Möglichkeiten passen.
4. Schlage pro Ziel eine offene Frage für das Gespräch vor.
Formuliere respektvoll und unterstützend. Erfinde keine Leistungsbewertung und keine Aussagen über die Person.Passen Sie Themen und Möglichkeiten an; die Ziele sind Gesprächsgrundlage und werden mit der Person gemeinsam angepasst.
| Vage | Konkret |
|---|---|
| Besser kommunizieren | Bis Ende Jahr führt die Mitarbeiterin schwierige Kundengespräche nach dem vereinbarten Ablauf; Rückmeldungen dazu in drei Gesprächen mit der Teamleiterin |
| Mehr Verantwortung | Übernimmt ab April die Einarbeitung neuer Kolleginnen und führt dazu eine Checkliste |
| Selbstständiger arbeiten | Plant ihre Wochenaufgaben selbst und bespricht sie in einem 15-minütigen Gespräch alle zwei Wochen |
Worauf Sie achten müssen
- Personendaten: Beurteilungen und Beobachtungen zu einzelnen Mitarbeitenden sind Personendaten. Geben Sie keine Namen und sensiblen Angaben in öffentliche KI-Dienste. Siehe Personaldaten in KI-Werkzeugen.
- Gesundheit und Privates: Angaben zu Krankheit, Familie und Ähnlichem gehören nicht in Entwicklungsziele und nicht in eine KI.
- Keine Bewertung durch KI: Die KI darf Leistung und Potenzial nicht beurteilen. Urteile über Menschen fällen Menschen, mit Kenntnis der Person und der Situation.
- Fairness: Ähnliche Situationen sollen ähnlich behandelt werden. Vermeiden Sie Ziele, die auf persönlichen Merkmalen beruhen.
- Realistische Ziele: Ziele sollen fordern, aber erreichbar sein, mit den Mitteln und der Zeit, die zur Verfügung stehen.
- Arbeitsrechtliches: Wie sich Ziele auf Lohn, Beurteilung oder Verträge auswirken, hängt von Ihrem Betrieb und dem Vertrag ab. Klären Sie das mit einer Fachperson.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Eine Teamleiterin in einem Logistikunternehmen in Pratteln bereitet das Jahresgespräch mit einem Mitarbeiter vor. Sie möchte ihm mehr Verantwortung übertragen, hat aber nur ein vages Gefühl: «Er könnte mehr führen.» Er selbst hat im Vorjahr den Wunsch geäussert, Einsätze zu planen.
Sie notiert zwei Themen, Einsatzplanung und Anleiten neuer Kollegen, und lässt die KI daraus konkrete Ziele mit Merkmalen formulieren. Der Entwurf lautet sinngemäss: «Bis Ende September plant der Mitarbeiter die Wocheneinsätze für sein Team selbstständig und bespricht sie jeweils am Montag mit der Teamleiterin.» Merkmale: Plan liegt bis Freitag vor, Änderungen werden begründet, Rückmeldungen aus dem Team sind eingeholt.
Im Gespräch passt der Mitarbeiter das Ziel an: Er möchte erst zwei Monate begleitet planen. Beide einigen sich. Vorher blieb es bei einem Wunsch, nachher gibt es einen Weg und Kriterien. Für die Vorbereitung des Gesprächs hilft Mitarbeitergespräch vorbereiten.
So hilft Ihnen Alpasana
Gute Entwicklungsziele entstehen, wenn Sie der KI präzise Aufträge geben und die Ergebnisse prüfen. Im Kurs Prompt Engineering von absofort lernen Sie, Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabeformat festzulegen, komplexe Aufgaben schrittweise zu bearbeiten und Prompts zu überarbeiten. Sie erarbeiten ein getestetes Prompt-Set für einen wiederkehrenden Prozess, etwa Ihre Mitarbeitergespräche.
Der Kurs ist online und ohne Programmierkenntnisse. Führungsausbildung und Arbeitsrechtsberatung ersetzt er nicht.
Häufige Fragen
Wie viele Ziele pro Person sind sinnvoll?
Zwei bis drei. Mehr Ziele verteilen die Aufmerksamkeit und werden selten erreicht. Lieber wenige, die wirklich verfolgt werden.
Was bedeutet «SMART»?
Es ist eine Merkregel: Ziele sollen spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein. Es hilft, vage Absichten zu schärfen. Entscheidend bleibt, dass die Person das Ziel mitträgt.
Darf ich die KI nutzen, um Leistungsbeurteilungen zu schreiben?
Davon ist abzuraten. Beurteilungen betreffen Menschen und haben Folgen. Verfassen Sie sie selbst und stützen Sie sich auf Beobachtungen und Gespräche. Die KI kann höchstens bei der Formulierung helfen, ohne Namen und Daten.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
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