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Berufe & Funktionen · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Gruppencoaching mit KI planen: Ablauf und Übungen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein guter Gruppenworkshop hat ein klares Ziel, einen realistischen Zeitplan und Raum für Austausch. Die KI schlägt Ablauf und Übungen vor, Sie prüfen Zeiten, passen sie an die Gruppe an und halten Reserven bereit. Die Moderation selbst und die Wahrnehmung der Gruppe kann sie nicht ersetzen.

Das Problem

Sie leiten einen halbtägigen Workshop mit zwölf Personen zum Thema «Umgang mit Stress im Arbeitsalltag». Sie haben viele Ideen, doch beim Planen kommt die Unsicherheit: Wie viel passt in drei Stunden? Welche Übung eignet sich nach der Pause? Was tun, wenn zwei Personen viel reden und die anderen schweigen? Und was, wenn eine Übung zu persönlich wird?

Viele Workshops scheitern nicht am Inhalt, sondern an der Planung: zu viel Programm, zu wenig Zeit für Austausch, kein Plan für Verzögerungen. Teilnehmende gehen mit dem Eindruck, es sei «viel gewesen, aber wenig hängengeblieben».

Eine KI kann Ihnen Ideen liefern, Abläufe entwerfen und Zeiten rechnen. Sie kennt Ihre Gruppe nicht, spürt die Stimmung nicht und kann nicht einschätzen, wie viel Offenheit die Teilnehmenden mitbringen. Der Entwurf ist ein Anfang, den Sie mit Erfahrung anpassen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Ziel festlegen. Was sollen die Teilnehmenden am Ende können oder wissen? Formulieren Sie ein bis zwei Ziele in einem Satz. Alles, was nicht dazu beiträgt, kommt nicht ins Programm.
  1. Rahmen klären. Dauer, Teilnehmerzahl, Raum, Material, Vorwissen, Sprache, besondere Bedürfnisse. Notieren Sie auch, was nicht möglich ist, etwa kein Beamer.
  1. Ablauf entwerfen lassen. Geben Sie Ziel und Rahmen ein und verwenden Sie die Vorlage unten. Verlangen Sie einen Zeitplan mit Pausen und Pufferzeit.
  1. Zeiten kritisch prüfen. KI plant oft zu dicht. Rechnen Sie nach: Ankommen, Einführung, Übergänge, Austausch, Pause. Planen Sie lieber weniger Inhalte und mehr Zeit für Austausch. Ein Puffer von 10 bis 15 Prozent ist hilfreich.
  1. Übungen auswählen und anpassen. Prüfen Sie jede Übung: Ist sie für diese Gruppe passend? Braucht sie Vertrauen, das erst entstehen muss? Wählen Sie zu Beginn leichte Übungen und persönliche später.
  1. Plan B vorbereiten. Was lassen Sie weg, wenn die Zeit knapp wird? Was haben Sie in Reserve, wenn die Gruppe schneller ist? Notieren Sie beides.
  1. Regeln für die Gruppe festlegen. Vertraulichkeit, Freiwilligkeit («Sie entscheiden, wie viel Sie teilen»), Redezeit. Das schützt und gibt Sicherheit.
  1. Material vorbereiten. Folien, Flipcharts, Arbeitsblätter. Lassen Sie die KI Texte für Arbeitsblätter entwerfen, und prüfen Sie jeden Satz.
  1. Nachbereiten. Holen Sie Feedback ein, siehe Feedbackbogen für Coaching, und notieren Sie, was Sie nächstes Mal anders machen.

Vorlage zum Kopieren

Du unterstützt eine Coachin in der Schweiz bei der Planung eines Gruppenworkshops (Anrede «Sie»).

Thema und Ziel: [z. B. Umgang mit Stress im Arbeitsalltag; Teilnehmende kennen drei praktische Strategien]
Dauer: [z. B. 3 Stunden inkl. 20 Minuten Pause], Teilnehmende: [z. B. 12 Personen, Büroberufe]
Raum und Material: [z. B. Stuhlkreis, Flipchart, kein Beamer]
Vorwissen und Besonderheiten: [z. B. gemischte Altersgruppe, einige Teilnehmende wenig Erfahrung mit Workshops]

Erstelle einen Ablauf als Tabelle: Zeit | Dauer | Inhalt/Übung | Methode | Material | Hinweis zur Moderation.
Regeln:
- Plane mindestens 30 Prozent Zeit für Austausch in Kleingruppen und im Plenum.
- Plane 10 bis 15 Prozent Pufferzeit ein.
- Beginne mit leichten Übungen, persönliche Übungen erst später und immer freiwillig.
- Gib am Ende an, was bei Zeitnot gestrichen werden kann, und eine Reserveübung.
- Keine therapeutischen Übungen, keine Diagnosen. Erfinde keine Studien.

Passen Sie alle eckigen Angaben an. Gehen Sie den Ablauf danach mit der Uhr in der Hand durch und streichen Sie, was nicht passt.

PhaseZeitanteil (Richtwert)Zweck
Ankommen, Regeln10 ProzentSicherheit schaffen
Input20 ProzentWissen vermitteln
Übung und Austausch40 bis 50 ProzentAnwenden, voneinander lernen
Pause, Puffer15 ProzentErholung, Reserve
Abschluss10 ProzentErgebnisse sichern

Worauf Sie achten müssen

  • Zu dichte Pläne: KI-Entwürfe sind oft überfüllt. Streichen Sie mutig.
  • Persönliche Übungen: In Gruppen können Übungen Menschen überfordern. Sorgen Sie für Freiwilligkeit und beobachten Sie die Stimmung. Bei starker Belastung bieten Sie ein Einzelgespräch an. Coaching ersetzt keine Therapie, siehe Grenzen: KI und Therapie im Coaching.
  • Erfundene Studien: Die KI nennt manchmal «Studien» oder «Modelle» mit Namen. Verwenden Sie nur, was Sie kennen und belegen können.
  • Urheberrecht: Übungen und Materialien anderer Personen darf man nicht einfach übernehmen. Nennen Sie Quellen oder entwickeln Sie eigene Varianten.
  • Vertraulichkeit: Teilnehmerdaten und Gruppeninhalte gehören nicht in die KI. Planen Sie mit allgemeinen Angaben.
  • Barrierefreiheit und Sprache: Denken Sie an Raum, Sehen, Hören, Sprachniveau. Einfache Sprache hilft allen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Frau Gerber, Coach in Solothurn, plant einen Abendworkshop «Neustart im Beruf» für zehn Personen in drei Stunden. Die KI liefert einen Ablauf mit acht Programmpunkten. Beim Nachrechnen sieht Frau Gerber, dass für den Austausch nur 25 Minuten bleiben.

Sie streicht zwei Punkte, verlängert die Kleingruppenarbeit und plant eine Reserveübung ein. Die Übung «Wertekarten» verschiebt sie nach hinten, weil sie Vertrauen braucht. In der Durchführung dauert die Vorstellungsrunde länger als geplant, und sie kann den Block «Marktanalyse» kürzen, den sie vorab als verzichtbar markiert hatte. Im Feedback schreiben mehrere Teilnehmende, dass sie die Zeit zum Austausch am meisten geschätzt haben.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer Abläufe, Folien und Arbeitsblätter mit KI vorbereiten und prüfen möchte, findet bei absofort passende Kurse. Unter KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben sind Bürokommunikation mit E-Mails, Meetings und Präsentationen, Projektmanagement sowie Claude mit Projektstruktur, Prompt-Bibliothek, Qualitätsprüfung und Einsatzregeln beschrieben. Praxisaufgaben, KI-Lerncoach und ein verifizierbarer Abschluss gehören dazu.

Eine methodische Coaching-Ausbildung ersetzen die Kurse nicht.

Häufige Fragen

Wie viele Übungen passen in drei Stunden?

Meist weniger, als man denkt: drei bis vier Hauptübungen mit Austausch und Pause. Beginnen Sie mit der Hälfte Ihrer ursprünglichen Idee.

Wie gehe ich mit einer Gruppe um, die nicht ins Gespräch kommt?

Mit kleinen Schritten: Zweiergespräche vor dem Plenum, klare Fragen, Zeit zum Nachdenken. Eine Ideensammlung bieten die Reflexionsübungen im Coaching.

Kann die KI den Workshop moderieren?

Nein. Sie kann Fragen und Impulse liefern. Moderation heisst, die Gruppe wahrzunehmen und zu reagieren. Das bleibt Ihre Aufgabe.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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