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Zukunft · Job-Coaching und Laufbahnberatung

Welche meiner Aufgaben könnte KI übernehmen?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Schreiben Sie zwei Wochen lang auf, was Sie tun, und sortieren Sie jede Aufgabe nach Routine, Urteilsvermögen und Beziehung. KI unterstützt vor allem Routineaufgaben mit Text und Daten. So sehen Sie ruhig und konkret, was sich ändern könnte, statt sich von Schlagzeilen verunsichern zu lassen.

Das Problem

Sie hören, dass KI Arbeit verändert, und möchten wissen, was das für Sie bedeutet. Allgemeine Aussagen helfen nicht weiter, denn sie sagen nichts über Ihren Arbeitsalltag. Sie sitzen an Ihrem Schreibtisch oder stehen im Laden und fragen sich: Welcher Teil meiner Arbeit könnte eigentlich von einem Programm erledigt werden, und welcher nicht?

Ohne konkrete Antwort bleibt ein diffuses Unbehagen. Manche Menschen verdrängen das Thema, andere geraten in Sorge, ohne zu wissen, ob sie berechtigt ist. Beides hilft nicht. Besser ist ein nüchterner Blick auf die eigenen Aufgaben.

Mit einer einfachen Aufgabenliste und einer kurzen Vorlage schaffen Sie in einer Stunde Klarheit. Sie brauchen dazu keine Technikkenntnisse.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Zwei Wochen lang protokollieren: Notieren Sie jeden Abend in Stichworten, was Sie getan haben und wie lange. Auch Kleinigkeiten wie Telefonate, Ablage oder Rückfragen gehören dazu.
  2. Aufgaben zusammenfassen: Fassen Sie ähnliche Tätigkeiten zu 8 bis 12 Aufgaben zusammen, zum Beispiel «Kundenmails beantworten», «Rechnungen prüfen», «Termine koordinieren».
  3. Zeitanteil schätzen: Schreiben Sie dazu, wie viel Prozent Ihrer Zeit jede Aufgabe grob braucht. Die Summe sollte etwa 100 ergeben.
  4. Drei Fragen stellen: Ist die Aufgabe ein Routineablauf? Braucht sie Text oder Daten? Bleibt eine Fehlentscheidung folgenlos oder sind die Folgen gross? Routine, Text und Daten sprechen für KI-Unterstützung, grosse Folgen und Beziehung für den Menschen.
  5. Einordnen: Vergeben Sie pro Aufgabe eine von drei Stufen: A (KI kann gut unterstützen), B (KI kann Teile übernehmen, ich prüfe), C (bleibt bei mir).
  6. Eine A-Aufgabe testen: Probieren Sie mit einem Assistenten aus, wie gut ein Ergebnis ist. Verwenden Sie dazu erfundene oder anonymisierte Daten.
  7. Ergebnis auswerten: Rechnen Sie zusammen, wie viel Zeitanteil in A, B und C fällt. Das gibt Ihnen ein Bild, wo sich Ihre Arbeit verändern kann.
  8. Konsequenzen ziehen: Überlegen Sie, was Sie lernen möchten, und besprechen Sie es mit Vorgesetzten oder einer Beratung, siehe KI-Weiterbildung beim Chef ansprechen.
Ablaufgrafik in 8 Schritten: 1. Zwei Wochen lang protokollieren; 2. Aufgaben zusammenfassen; 3. Zeitanteil schätzen; 4. Drei Fragen stellen; 5. Einordnen; 6. Eine A-Aufgabe testen; 7. Ergebnis auswerten; 8. Konsequenzen ziehen.
Der Weg im Überblick: Welche meiner Aufgaben könnte KI übernehmen?

Vorlage zum Kopieren

Mit diesem Auftrag lassen Sie sich helfen, Ihre Aufgaben zu ordnen. Nutzen Sie allgemeine Beschreibungen und keine Kundendaten:

Ich arbeite als [Beruf] in [Branche, z. B. Gemeindeverwaltung, Garage, Arztpraxis] in der Schweiz.
Hier ist meine Aufgabenliste mit Zeitanteilen: [Aufgabe 1 – x %], [Aufgabe 2 – y %], [...].
Ordne jede Aufgabe ein: A = KI kann gut unterstützen, B = KI kann Teile übernehmen, ich prüfe, C = bleibt bei mir.
Begründe jede Einordnung in einem Satz und nenne, was bei A und B zu prüfen wäre.
Gib an, wo die Einschätzung unsicher ist, und erfinde keine Studien.

Ersetzen Sie die Angaben durch Ihre eigenen. Überprüfen Sie die Einordnung selbst, denn Sie kennen Ihre Arbeit besser als der Assistent.

StufeBedeutungBeispiel
AKI unterstützt gutStandardmails entwerfen, Protokolle zusammenfassen
BKI übernimmt Teile, Mensch prüftRechnungen vorsortieren, Offerten vorbereiten
Cbleibt beim Menschenschwierige Gespräche, Entscheidungen mit Verantwortung

Worauf Sie achten müssen

  • Datenschutz: Geben Sie keine Kundendaten, Personalakten oder Betriebsgeheimnisse in einen öffentlichen Assistenten ein. Nutzen Sie erfundene Beispiele.
  • Betriebsregeln: Fragen Sie, ob Ihr Betrieb Regeln zur KI-Nutzung hat. Ohne Erlaubnis sollten Sie nichts Geschäftliches testen.
  • Fehler der KI: Ergebnisse können falsch oder erfunden sein. Eine Aufgabe, bei der Fehler teuer sind, bleibt in Ihrer Hand.
  • Vereinfachung: Die Einordnung A, B, C ist eine Faustregel. Ihre Praxis kann Ausnahmen haben.
  • Keine Prognose: Die Liste zeigt, was heute geht, nicht, was in fünf Jahren sein wird. Wiederholen Sie sie jährlich.
  • Gespräch statt Alleingang: Teilen Sie Ihre Erkenntnisse mit dem Team. Ängste werden kleiner, wenn man sie ausspricht, siehe Angst vor Jobverlust.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Arztgehilfin in einer Hausarztpraxis in Baden fragt sich, ob KI ihre Arbeit gefährdet.

Vorher: Sie liest Meldungen zu «Büroberufen in Gefahr» und ist verunsichert.

Nachher: Sie führt zwei Wochen lang Buch und findet heraus, dass etwa ein Viertel ihrer Zeit aus Terminverschiebungen, Standardbriefen und Rechnungen besteht (A und B). Der Rest sind Gespräche mit Patientinnen und Patienten, Betreuung bei Untersuchungen und Absprachen im Team (C). Sie testet mit erfundenen Beispielen, wie ein Assistent Briefentwürfe schreibt, und bespricht mit der Praxisleiterin Regeln für die Nutzung. Die gewonnene Zeit will sie für die Betreuung einsetzen.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie Ihre Ergebnisse mit einer Fachperson besprechen möchten, bietet Alpasana Begleitung bei beruflichen Fragen. Das Job-Coaching und die Laufbahnberatung umfasst laut Beschreibung Standortbestimmung mit Stärkenprofil, Laufbahnberatung mit konkretem Aktionsplan und Begleitung bei der Stellensuche, auf Wunsch online schweizweit. Das Kennenlerngespräch ist kostenlos.

Häufige Fragen

Wie genau muss die Liste sein?

Sie muss nicht perfekt sein. Wichtig ist, dass sie Ihren echten Alltag abbildet. Lieber grob und ehrlich als genau und erfunden.

Was mache ich, wenn fast alles bei A liegt?

Das ist ein Hinweis, dass sich Ihre Rolle verändern könnte, aber kein Urteil. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber und überlegen Sie, welche Fähigkeiten ergänzen. Siehe Welche Fähigkeiten brauche ich?.

Soll ich meine Ergebnisse dem Chef zeigen?

Wenn Sie Vertrauen haben, ja. Es zeigt, dass Sie vorausdenken. Bereiten Sie den Termin vor, zum Beispiel mit KI-Karriereplan Vorlage.

Wie oft sollte ich die Liste erneuern?

Einmal pro Jahr oder wenn sich Ihre Arbeit stark verändert. Neue Werkzeuge können das Bild verschieben.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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