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Erschöpfung im Coaching: Fachstellenblatt mit KI
Kurz gesagt
Berichten Klientinnen von anhaltender Erschöpfung, ist das eine Grenze des Coachings. Ein vorbereitetes Fachstellenblatt mit Hausarzt, Psychotherapie, Beratungsstellen und der Dargebotenen Hand (143) erleichtert die Weitervermittlung. Mit KI strukturieren Sie das Blatt; die Kontakte prüfen Sie selbst auf Aktualität.
Das Problem
Frau Berger, 45, arbeitet als selbständige Coachin in Winterthur. Eine Klientin, eine Teamleiterin, kommt seit drei Sitzungen und beschreibt, dass sie seit Monaten erschöpft ist: Sie schläft schlecht, kann sich kaum konzentrieren und weint manchmal ohne Grund. Frau Berger spürt, dass das über das hinausgeht, was Coaching leisten kann. Sie möchte die Klientin gut weiterverweisen, aber sie hat keine griffbereite Übersicht, an wen man sich wenden kann.
Coaching ist eine Begleitung für Menschen, die an Zielen arbeiten und im Alltag handlungsfähig sind. Es ist keine Behandlung von Krankheiten. Anhaltende Erschöpfung, Schlafstörungen oder Niedergeschlagenheit können auf eine gesundheitliche Ursache hinweisen, die eine Ärztin oder ein Psychotherapeut abklären sollte. Coaches stellen keine Diagnosen. Sie können aber Beobachtungen ansprechen und auf Fachpersonen hinweisen.
Ein Fachstellenblatt ist eine kurze, geprüfte Übersicht mit Anlaufstellen, die Sie Klientinnen mitgeben können. Eine KI kann beim Aufbau des Blattes helfen: Gliederung, Formulierungen, Hinweise zum Gespräch. Die Kontakte müssen Sie selbst prüfen, denn die KI kann veraltete oder erfundene Angaben liefern.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Klären Sie Ihre Rolle und Grenzen. Halten Sie in Ihrem Coaching-Vertrag fest, dass Coaching keine Therapie ist und Sie bei Anzeichen für Erkrankungen auf Fachpersonen verweisen. Das schafft Klarheit für beide Seiten.
- Sammeln Sie Anlaufstellen aus verlässlichen Quellen. Hausarztpraxen in Ihrer Region, Psychotherapie-Vermittlungsstellen, kantonale oder kommunale Beratungsstellen, Notfalldienste und die Dargebotene Hand (Telefon 143). Prüfen Sie Webseiten und Telefonnummern selbst.
- Lassen Sie die KI eine Struktur entwerfen. Nutzen Sie die Vorlage. Die KI schlägt eine Gliederung und Formulierungen vor, aber keine konkreten Kontaktdaten.
- Ergänzen Sie die geprüften Kontakte selbst. Tragen Sie Namen, Telefon und Webseiten ein, die Sie kontrolliert haben. Notieren Sie das Prüfdatum.
- Üben Sie die Gesprächsführung. Wie sprechen Sie das Thema an, ohne zu diagnostizieren? Beispiel: «Mir fällt auf, dass die Erschöpfung seit Monaten anhält. Das kann ich im Coaching nicht abklären. Ich empfehle Ihnen, mit Ihrer Hausärztin zu sprechen.»
- Geben Sie das Blatt freiwillig mit. Besprechen Sie es im Gespräch. Die Klientin entscheidet, ob und wann sie Kontakt aufnimmt.
- Aktualisieren Sie das Blatt regelmässig. Zum Beispiel alle sechs Monate, und prüfen Sie Telefonnummern und Angebote erneut.
Vorlage zum Kopieren
Ich bin Coach und möchte ein Fachstellenblatt für Klientinnen und
Klienten vorbereiten, die über anhaltende Erschöpfung oder andere
Belastungen berichten, die über Coaching hinausgehen.
Region (allgemein): [z. B. Kanton Zürich].
Aufgabe:
1. Entwirf die Gliederung eines einseitigen Blattes mit Abschnitten
wie: «Wann Coaching nicht ausreicht», «Erste Anlaufstellen»,
«In akuter Not», «So bereiten Sie ein Arztgespräch vor».
2. Formuliere in einfacher Sprache einen Einleitungstext, der
respektvoll erklärt, dass Coaching keine Therapie ist und warum
eine Abklärung sinnvoll sein kann.
3. Erstelle leere Platzhalterfelder für Kontakte, die ich selbst
prüfe und ausfülle. Erfinde KEINE Telefonnummern, Adressen oder
Namen von Stellen.
4. Nenne die Dargebotene Hand mit der Nummer 143 als Hinweis für
akute Not.
Keine Diagnosen, keine Klientendaten. Sprache: Deutsch (Schweiz),
Anrede «Sie».Passen Sie die Region an. Geben Sie keine Klientendaten ein; das Blatt entsteht ohne Bezug zu einer konkreten Person.
Aufbau eines Fachstellenblatts
| Abschnitt | Inhalt |
|---|---|
| Wann Coaching nicht reicht | Anzeichen, bei denen eine Abklärung sinnvoll ist (allgemein, ohne Diagnose) |
| Erste Anlaufstellen | Hausarztpraxis, Psychotherapie-Vermittlung, Beratungsstellen (Kontakte von Ihnen geprüft) |
| In akuter Not | Dargebotene Hand, Telefon 143, rund um die Uhr; Notfalldienste |
| Vorbereitung eines Arztgespräches | Beobachtungen aufschreiben, Fragen sammeln |
| Prüfdatum | Wann Sie die Angaben zuletzt kontrolliert haben |
Worauf Sie achten müssen
- Keine Diagnose, kein Urteil: Sie sprechen Beobachtungen an («Ich bemerke …»), aber Sie sagen nicht, dass jemand krank oder depressiv ist. Das ist Sache von Ärztinnen und Psychotherapeuten.
- Kontaktdaten selbst prüfen: Eine KI kann Telefonnummern oder Stellen erfinden oder veraltete Angaben nennen. Verwenden Sie nur Kontakte, die Sie selbst kontrolliert haben, und notieren Sie das Prüfdatum.
- Akute Gefahr: Bei Anzeichen von Selbst- oder Fremdgefährdung genügt ein Blatt nicht. Bleiben Sie beim Menschen, sprechen Sie offen an, drängen Sie auf sofortige Hilfe und ziehen Sie Notfalldienste bei. Die Dargebotene Hand ist rund um die Uhr unter 143 erreichbar.
- Vertraulichkeit und Datenschutz: Gespräche und Angaben von Klientinnen gehören nicht in öffentliche KI-Dienste. Prüfen Sie datenschutzrechtliche Pflichten (revDSG) und Ihre Verschwiegenheit mit Berufsverband oder Rechtsberatung.
- Freiwilligkeit: Die Klientin entscheidet, ob sie Hilfe sucht. Sie können empfehlen und unterstützen, aber nicht zwingen.
- Supervision nutzen: Für schwierige Fälle ist Supervision hilfreich. Dort sprechen Sie über Ihre Rolle und Grenzen.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Frau Berger ist selbständige Coachin in Winterthur. Vorher: Eine Klientin erzählt von Erschöpfung und Schlaflosigkeit. Frau Berger improvisiert und nennt, was ihr einfällt. Die Klientin bleibt unsicher und meldet sich nicht bei einer Fachstelle.
Danach erstellt sie mit der KI die Gliederung eines Fachstellenblatts. Die Kontakte recherchiert sie selbst: die Hausarztpraxen der Region, die Dargebotene Hand und regionale Beratungsstellen. Sie trägt sie ins Blatt ein und notiert das Prüfdatum. Im nächsten Fall bespricht sie das Blatt mit der Klientin und fragt, was ein erster Schritt sein könnte. Nachher: Die Klientin vereinbart einen Termin bei ihrer Hausärztin und kommt später zum Coaching zurück, wenn es passt.
Weiterführend: Depression ansprechen: Coaching-Grenzen und Krisenhinweis: Notfallkarte.
So hilft Ihnen Alpasana
Als Coach können Sie Ihr Angebot im Schweizer Verzeichnis Coaching-Planet mit CoachPass zeigen: mit Verzeichnisprofil, eigener Coaching-Website sowie Vorlagen und KI-Textvorschlägen. Die Profile werden auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft, und Sie entscheiden, was veröffentlicht wird. Eine klare Beschreibung Ihres Angebots und seiner Grenzen kann Anfragen besser passend machen.
Für die Fachstellen selbst bietet Alpasana keine Liste an. Erstellen und prüfen Sie diese eigenständig. Wenn Sie als Klientin selbst eine Begleitung suchen, finden Sie bei my-coach.ch Life Coaching und Mental Coaching. Coaching ist keine Therapie.
Häufige Fragen
Wann ist es Zeit, jemanden weiterzuverweisen?
Wenn Belastungen anhalten, den Alltag spürbar beeinträchtigen oder auf gesundheitliche Ursachen hindeuten könnten, etwa Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit oder starke Ängste. Im Zweifel empfehlen Sie eine Abklärung.
Darf ich als Coach sagen, dass jemand ein Burnout hat?
Nein. Eine Diagnose stellen Ärztinnen und Psychotherapeuten. Sie dürfen beschreiben, was Sie beobachten, und empfehlen, das abklären zu lassen.
Kann die KI mir passende Fachstellen nennen?
Nicht zuverlässig. Sie kann Gliederungen und Formulierungen liefern, aber Kontakte müssen Sie selbst recherchieren und prüfen, denn Angaben können falsch oder veraltet sein.
Was, wenn die Klientin nicht zum Arzt gehen will?
Respektieren Sie ihre Entscheidung, aber benennen Sie klar die Grenze des Coachings. Besprechen Sie, was Sie weiterhin anbieten können und was nicht. Bei akuter Gefahr gelten andere Regeln: Dann holen Sie Hilfe.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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