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Midjourney-Bilder privat halten: Was muss ich prüfen?
Kurz gesagt
Prüfen Sie, ob Ihr Abo einen Privatmodus enthält, wo Ihre Bilder und Prompts sichtbar sein könnten und welche Daten Sie hochladen. Legen Sie Teamregeln fest: keine vertraulichen Bilder oder Namen in Prompts, Bilder vor Veröffentlichung prüfen. Lesen Sie die Bedingungen des Anbieters zur Nutzung Ihrer Inhalte.
Das Problem
Ein Mitarbeiter erzeugt für die neue Produktlinie Bilder mit Midjourney. Zwei Wochen vor der Lancierung findet eine Kollegin aus dem Marketing ähnliche Bilder in einer öffentlichen Galerie und fragt sich, ob die Produktidee schon bekannt ist. Das ist nicht ausgeschlossen: Je nach Plan und Einstellung können Bilder und Beschreibungen für andere Mitglieder sichtbar sein.
KI-Bildgeneratoren sind oft als offene Gemeinschaftsplattformen aufgebaut. Das ist praktisch für Inspiration, aber unpassend für Firmenvorhaben, Entwürfe vor der Veröffentlichung oder Bilder mit Bezug zu Kundinnen und Kunden. Dazu kommt, dass Beschreibungen, die Sie eingeben, Ideen und Firmeninterna verraten können.
Mit wenigen Prüfpunkten lässt sich das Risiko einschätzen und senken. Wichtig ist, dass dies vor der ersten Nutzung geschieht und nicht erst, wenn etwas veröffentlicht wurde. Konkrete Funktionen hängen vom Plan ab und ändern sich; massgebend sind die Bedingungen von Midjourney.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Bedarf klären. Welche Bilder entstehen, wie vertraulich sind sie? Entwürfe für Produkte oder Kunden sind sensibler als allgemeine Illustrationen.
- Abo und Privatfunktion prüfen. Lesen Sie in der aktuellen Dokumentation, ob Ihr Plan einen Privatmodus enthält (oft als «Stealth Mode» bezeichnet) und was er genau bedeutet. Ob höhere Abostufen dafür nötig sind, steht beim Anbieter (Kosten und Abo).
- Sichtbarkeit testen. Erzeugen Sie ein Testbild mit harmlosem Motiv und prüfen Sie, wo es erscheint und wer es sehen könnte.
- Zugangsweg beachten. Je nachdem, ob Sie Browser oder Discord nutzen, sind andere Bereiche öffentlich (Browser oder Discord?).
- Eingaben begrenzen. Keine Firmen-, Kunden- oder Personennamen, keine vertraulichen Angaben im Prompt. Beschreiben Sie das Motiv allgemein.
- Hochladen prüfen. Laden Sie keine Fotos von Kundinnen, Mitarbeitenden oder interne Dokumente hoch, wenn Sie die Folgen nicht kennen.
- Nutzungsbedingungen lesen. Wie darf der Anbieter Ihre Inhalte verwenden? Wem gehören Ergebnisse, und wer darf sie sehen? Bei Bedarf Fachperson beiziehen.
- Teamregeln festhalten. Eine Seite mit Dos und Don'ts, gemeinsamer Ablage und Freigabe von Bildern vor Veröffentlichung.
Vorlage zum Kopieren
Ich erstelle eine Checkliste «Vertraulichkeit bei KI-Bildgeneratoren» für meinen Betrieb ([Branche], [Anzahl] Personen). Wir nutzen Midjourney für [Zweck].
Erstelle:
1. Eine Checkliste mit 15 Prüfpunkten, gruppiert nach: Abo und Einstellungen, Sichtbarkeit, Eingaben (Prompts), Hochladen von Bildern, Speicherung und Ablage, Freigabe vor Veröffentlichung, Nutzungsbedingungen.
2. Eine einseitige Teamregel in einfacher Sprache mit zehn Sätzen «Das tun wir, das tun wir nicht».
3. Fünf Fragen, die ich in der aktuellen Dokumentation und den Bedingungen von Midjourney nachlesen muss.
Erfinde keine Funktionen und gib keine rechtliche Beurteilung ab.Passen Sie die Checkliste an Ihren Betrieb an und prüfen Sie die genannten Funktionen an der Originalquelle.
| Frage | Wo prüfen | Ergebnis |
|---|---|---|
| Gibt es einen Privatmodus im Abo? | Dokumentation, Abo-Seite | [Antwort] |
| Wer sieht meine Bilder? | Testbild, Einstellungen | [Antwort] |
| Sind Prompts sichtbar? | Dokumentation | [Antwort] |
| Was darf der Anbieter mit meinen Inhalten tun? | Nutzungsbedingungen | [Antwort] |
| Wer darf Bilder veröffentlichen? | Teamregel | [Antwort] |
Worauf Sie achten müssen
- Privatmodus ist nicht absolut. Er kann die Sichtbarkeit für andere Nutzende einschränken. Was der Anbieter intern sehen oder nutzen darf, steht in den Bedingungen.
- Prompts verraten Ideen. Auch ohne Bild kann eine Beschreibung vertrauliche Informationen enthalten.
- Personendaten. Fotos von Personen und Kundendaten gehören nicht in einen Bildgenerator. Das Schweizer Datenschutzrecht verlangt einen sorgfältigen Umgang mit Personendaten, die Beurteilung im Einzelfall übernimmt eine Fachperson (Welche Daten gehören nicht in KI?).
- Gemeinsame Konten. Mehrere Personen mit einem Login erschweren die Kontrolle. Regeln Sie Konten und Zugänge im Team.
- Ablage ausserhalb. Exportierte Bilder gehören in Ihre eigene Ablage mit Zugriffsrechten (Bilder organisieren).
- Stand. Pläne und Funktionen ändern sich. Dieser Beitrag gilt mit Stand Oktober 2026.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Ein Möbelhersteller in Sursee will mit Midjourney Moodbilder für eine neue Kollektion erzeugen. Die Produktmanagerin prüft vor dem Start, ob die Bilder sichtbar sein könnten, und liest die Dokumentation zum Privatmodus.
Sie legt fest: Es wird ein Abo mit Privatmodus genutzt, solange das Angebot dies enthält. In Prompts stehen keine Produktnamen, nur allgemeine Beschreibungen. Fotos von Prototypen werden nicht hochgeladen. Bilder werden täglich in den Firmenordner exportiert, und die Freigabe läuft über sie.
Vorher gab es keine Regeln, nachher gibt es eine Seite mit zehn Sätzen, die alle im Team kennen. Die Lancierung bleibt bis zum Termin geheim.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn Mitarbeitende lernen sollen, KI-Werkzeuge im Betrieb sorgfältig einzusetzen, bietet absofort die KI-Weiterbildung für Unternehmen. Beschrieben sind Online-Weiterbildung von Grundlagen bis zum Executive-Diplomlehrgang, Schweizer Praxisbezug und Datenschutz als Lerninhalte sowie der verantwortungsbewusste Umgang mit Unternehmensdaten. Für Firmenlösungen und Teambuchungen gibt es eine Kontaktmöglichkeit.
Das Angebot ist Weiterbildung und keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Sind meine Bilder standardmässig öffentlich?
Das kann vom Plan und der Einstellung abhängen. Prüfen Sie es in der Dokumentation und mit einem Testbild, bevor Sie Firmenbilder erzeugen.
Reicht ein Privatmodus für vertrauliche Projekte?
Er kann die Sichtbarkeit für andere Nutzende verringern. Für hochvertrauliche Vorhaben sollten Sie die Bedingungen genau lesen oder auf Werkzeuge ausweichen, die Ihre Anforderungen erfüllen.
Darf ich Mitarbeiterfotos hochladen?
Nur mit Einwilligung und nach Prüfung der Folgen. Besser verwenden Sie erfundene oder anonyme Motive (Personen in KI-Bildern).
Wer kontrolliert die Einhaltung?
Bestimmen Sie eine zuständige Person und besprechen Sie die Regeln im Team. Stichproben und eine Freigabe vor Veröffentlichung schaffen Verbindlichkeit.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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