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Werkzeuge & Agenten · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Make-Vorlage importieren und an den eigenen Ablauf anpassen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Eine Make-Vorlage (Blueprint) ist ein fertiges Szenario, das Sie importieren und anpassen. Nach dem Import müssen Sie alle Verbindungen zu Ihren eigenen Konten neu setzen, Felder, Ordner, Filter und Texte prüfen und mit Testdaten ausprobieren. Importieren Sie nur Vorlagen aus vertrauenswürdigen Quellen und lesen Sie jedes Modul, bevor Sie einschalten.

Das Problem

Frau Müller arbeitet im Sekretariat eines Ingenieurbüros in Chur. Sie hat im Netz eine Make-Vorlage gefunden, die neue Formularantworten in eine Tabelle schreibt und eine Mail mit der Zusammenfassung versendet. Genau das braucht sie. Die Vorlage lässt sich importieren, aber dann steht da eine Reihe von Modulen mit roten Warnzeichen, fremden Feldnamen und Verbindungen, die nicht ihre sind. Sie weiss nicht, was sie ändern muss und was besser bleibt.

Vorlagen sind ein guter Start, aber keine Fertiglösung. Sie wurden für ein anderes Unternehmen mit anderen Konten, Ordnern, Spalten und Texten gebaut. Zudem steckt in einer fremden Vorlage manchmal mehr, als man auf den ersten Blick sieht: Schritte, die Daten an Dritte senden oder mehr Rechte verlangen als nötig.

Hier lernen Sie, Vorlagen sorgfältig zu importieren und anzupassen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Quelle prüfen. Stammt die Vorlage aus der Vorlagensammlung von Make oder von einer Person, die Sie kennen? Zögern Sie bei anonymen Downloads. Eine Vorlage ist ein Programm und kann Ungewolltes enthalten.
  1. Vorlage lesen, bevor Sie importieren. Sehen Sie sich die Beschreibung und die Module an: Welche Dienste werden verbunden? Gibt es Schritte, die Daten an Fremde schicken, etwa an einen unbekannten Webhook oder eine fremde E-Mail-Adresse?
  1. In ein neues Szenario importieren. Im Szenario-Editor gibt es die Funktion zum Importieren eines Blueprints. Importieren Sie in ein neues, leeres Szenario, nicht in einen laufenden Ablauf. Die Menübezeichnung kann sich ändern.
  1. Verbindungen setzen. Jedes Modul braucht eine Verbindung zu Ihrem eigenen Konto. Wählen Sie bei jedem Modul Ihre Verbindung und prüfen Sie die verlangten Berechtigungen. Geben Sie nicht mehr Rechte, als nötig.
  1. Ziele anpassen. Wählen Sie Ihre Tabelle, Ihren Ordner, Ihr Postfach und die richtigen Spalten. Alte Verweise auf fremde Dateien sind nach dem Import leer oder falsch.
  1. Felder neu zuordnen. Die Feldnamen Ihrer Daten weichen ab. Ordnen Sie jedes Feld neu zu und prüfen Sie Datum, Zahl und Text.
  1. Texte und Regeln anpassen. E-Mail-Texte, Absender, Betreff, Filterbedingungen und Zeitpläne an Ihren Betrieb und Ihre Sprache anpassen. Bei Texten gilt: Anrede, Schweizer Rechtschreibung und Ihre Kontaktangaben.
  1. Mit Testdaten laufen lassen. Führen Sie das Szenario einmal mit erfundenen Daten aus und kontrollieren Sie jeden Schritt: Kommt die Mail nur an Sie, steht die Zeile in der richtigen Tabelle? Siehe Automatisierungen testen.
  1. Fehlerbehandlung und Benachrichtigung ergänzen. Vorlagen enthalten oft keine. Siehe Make: Fehlerbehandlung.
  1. Erst dann einschalten und beobachten. Aktivieren Sie das Szenario und prüfen Sie die ersten Läufe im Verlauf.

Vorlage zum Kopieren

Mit diesem Prompt lassen Sie sich eine Anpassungsliste für Ihre Vorlage erstellen. Fügen Sie nur Modulnamen und Beschreibungen ein, keine Zugangsdaten.

Ich habe eine Make-Vorlage importiert. Zweck: [Zweck der Vorlage]. Die Module sind: [Modul 1], [Modul 2], [Modul 3].
Wir sind ein [Branche]-Betrieb in der Schweiz; Dienste, die wir nutzen: [z. B. Google Sheets, Outlook, Teams].
Erstelle eine Anpassungs-Checkliste mit: 1. Einstellungen, die ich pro Modul ändern muss (Verbindung, Ziel, Felder, Texte),
2. Stellen, an denen Daten an Dritte gehen könnten und die ich prüfen sollte,
3. Test-Szenarien mit erfundenen Daten (fünf Fälle), 4. Hinweise zu Fehlerbehandlung und Zuständigkeit,
5. Fragen, die ich vor dem Einschalten beantworten muss. Schreibe in einfacher Sprache und weise darauf hin,
dass Bezeichnungen in Make abweichen können.

Ersetzen Sie die Angaben zu Zweck und Modulen. Die Checkliste ersetzt das eigene Lesen der Vorlage nicht.

Worauf Sie achten müssen

  • Fremde Vorlagen sind fremder Code: Sie können Schritte enthalten, die Daten weiterleiten. Lesen Sie jedes Modul, besonders solche mit Web-Anfragen und E-Mail-Versand.
  • Berechtigungen minimal halten: Verbinden Sie Dienste mit möglichst wenigen Rechten und, wenn möglich, mit eigenen Konten für die Automatisierung.
  • Datenschutz: Auch eine fertige Vorlage verarbeitet Ihre Daten. Klären Sie, was wohin fliesst, siehe Make und Datenschutz.
  • Versionen und Änderungen: Eine Vorlage kann auf älteren Modulversionen beruhen. Prüfen Sie Warnungen und aktualisieren Sie nach Anleitung.
  • Verbrauch: Prüfen Sie, wie oft das Szenario läuft und wie viele Operationen es braucht. Siehe Make: Verbrauch analysieren.
  • Dokumentation: Notieren Sie, woher die Vorlage stammt und was Sie geändert haben.
  • Eigene Verantwortung: Wenn die Vorlage falsche Daten versendet, trägt Ihr Betrieb die Verantwortung.
PrüfpunktFrageVorgehen
HerkunftVertrauenswürdige Quelle?Quelle klären
ModuleWas tut jedes Modul?Jedes lesen
VerbindungenEigene Konten, minimale Rechte?Neu setzen
ZieleEigene Tabelle, Ordner, Postfach?Auswählen
TexteAnrede, Sprache, Kontakt?Anpassen
TestFunktioniert alles mit Testdaten?Einzeln prüfen

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Das Ingenieurbüro in Chur importiert die Vorlage «Formularantwort in Tabelle und Mail» in ein neues Szenario. Frau Müller prüft die Module, setzt Verbindungen zu Formular, Tabelle und Postfach neu und ordnet die Felder zu. Beim Lesen entdeckt sie ein Modul, das eine Kopie der Antworten an eine externe Adresse sendet. Das entfernt sie.

Vorher: Eine fremde Vorlage mit roten Warnzeichen und unklaren Verweisen. Nachher: Ein Szenario, das mit Testdaten sauber läuft, die Mail in korrekter Anrede an die Kundin versendet und bei Fehlern Frau Müller informiert. Sie notiert, dass die Vorlage aus der Make-Sammlung stammt, und hält die Änderungen in einer Seite Dokumentation fest.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer Automatisierungsvorlagen sicher einsetzen möchte, findet bei absofort passende Kurse. Die Kurse für KI und IT bei konkreten Arbeitsaufgaben enthalten laut Angebot Kurse zu No-Code-Automatisierung, KI-Agenten und betrieblichen KI-Richtlinien, mit KI-Lerncoach, Praxisaufgaben und verifizierbarem Abschluss.

So lernen Sie, Abläufe zu verstehen, bevor Sie sie einsetzen.

Häufige Fragen

Kann ich eine Vorlage unverändert verwenden?

Selten. Konten, Ordner, Felder und Texte sind fast immer anders. Rechnen Sie mit einer Anpassung und einem Test.

Was bedeuten die roten Warnzeichen nach dem Import?

Meist fehlen Verbindungen oder Einstellungen. Öffnen Sie das betroffene Modul, wählen Sie Ihre Verbindung und ergänzen Sie fehlende Angaben, bis die Warnung verschwindet.

Wie finde ich gute Vorlagen?

Starten Sie bei den Vorlagen des Anbieters selbst und bei bekannten Fachquellen. Prüfen Sie Bewertung, Aktualität und Beschreibung, und lesen Sie die Module.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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