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Werkzeuge & Agenten · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Make Iterator und Aggregator einfach erklärt

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Der Iterator zerlegt eine Liste in einzelne Einträge, damit Make jeden einzeln bearbeiten kann. Der Aggregator fasst die Einzelergebnisse wieder zu einer Liste oder einem Text zusammen. Wie Auspacken und Wiedereinpacken eines Pakets: Erst einzeln bearbeiten, dann gebündelt weitergeben.

Das Problem

Frau Müller arbeitet in der Administration einer Sanitärfirma in Thun. Wenn ein Auftrag eintrifft, enthält er mehrere Positionen: Wärmepumpe, Boiler, Montage. Ihr Make-Ablauf soll zu jeder Position eine Zeile in der Auftragsliste schreiben und am Ende eine einzige E-Mail mit der Übersicht versenden. Beim ersten Test passiert etwas Merkwürdiges: Entweder landet die ganze Positionsliste als ein einziger Textklumpen in einer Zeile, oder es gehen fünf einzelne Mails an die Kundschaft hinaus.

Make ist ein Dienst, in dem man Abläufe aus Bausteinen («Module») zusammensetzt. Es verarbeitet Daten in «Paketen». Enthält ein Paket aber eine Liste mit mehreren Einträgen, muss Make wissen, ob es sie als Ganzes oder einzeln behandeln soll. Genau dafür gibt es zwei Bausteine, deren Namen abschrecken, deren Idee aber einfach ist.

Wer sie versteht, verarbeitet Listen sauber, vermeidet doppelte Mails und behält den Verbrauch im Griff.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

Die Bausteine kurz erklärt: Iterator heisst «Wiederholer». Er nimmt eine Liste und gibt jeden Eintrag einzeln weiter. Aus drei Positionen werden drei Durchläufe. Aggregator heisst «Sammler». Er sammelt Einzelergebnisse und fasst sie zusammen, als Liste, Tabelle oder Text. Vergleich: Ein Paket mit drei Geschenken wird ausgepackt (Iterator), jedes einzeln beschriftet (Bearbeitung) und am Ende kommen alle in eine Tasche (Aggregator). So gehen Sie vor:

  1. Prüfen, ob Ihre Daten eine Liste enthalten. Im Testlauf zeigt Make Felder als Liste («Array»), wenn mehrere Einträge vorhanden sind, zum Beispiel die Positionen eines Auftrags.
  1. Entscheiden, ob jeder Eintrag einzeln bearbeitet werden soll. Wollen Sie pro Position eine Tabellenzeile oder eine Aufgabe, brauchen Sie den Iterator. Reicht Ihnen die ganze Liste als Block, nicht.
  1. Iterator einfügen. Setzen Sie ihn nach dem Modul, das die Liste liefert, und wählen Sie die Liste als Quelle aus. Alle Module nach dem Iterator laufen jetzt pro Eintrag einmal.
  1. Einzelbearbeitung einrichten. Fügen Sie die Module ein, die jede Position behandeln, zum Beispiel «Zeile in Tabelle schreiben».
  1. Entscheiden, ob ein gemeinsames Ergebnis nötig ist. Soll am Ende nur eine Mail oder eine Zusammenfassung entstehen, setzen Sie einen Aggregator ein: für Text (etwa eine Aufzählung) oder für eine Liste.
  1. Aggregator richtig zuordnen. Im Aggregator wählen Sie als Quelle den Iterator (oder das Modul, das die Einzelergebnisse erzeugt), damit er genau diese Einträge einsammelt.
  1. Menge begrenzen und leere Listen testen. Prüfen Sie, was bei null, einem und fünfzig Einträgen geschieht. Eine leere Liste darf keine leere Mail auslösen.
  1. Verbrauch prüfen. Jeder Durchlauf verbraucht Operationen. Eine Liste mit 100 Einträgen verursacht ein Vielfaches. Siehe Make: Verbrauch analysieren.
SituationBausteinErgebnis
Liste, jede Position einzeln bearbeitenIteratorEin Durchlauf pro Eintrag
Einzelergebnisse zu einer Mail zusammenfassenAggregator (Text)Ein Text
Einzelergebnisse als Liste weitergebenAggregator (Liste)Eine Liste
Nur eine Tabellenzeile pro PositionNur IteratorMehrere Zeilen

Vorlage zum Kopieren

Mit diesem Prompt lassen Sie sich einen Ablaufplan für Ihre Liste entwerfen. Verwenden Sie erfundene Beispieldaten.

Ich baue in Make ein Szenario. Auslöser liefert Daten mit einer Liste von [Art der Einträge, z. B. Auftragspositionen].
Jeder Eintrag hat die Felder [Feld 1, Feld 2, Feld 3]. Ziel: [z. B. pro Position eine Tabellenzeile und am Ende
eine einzige Bestätigungsmail mit allen Positionen].
Erkläre mir in einfacher Sprache und in Schritten: 1. Wo ich einen Iterator einsetze, 2. was danach pro Eintrag passiert,
3. wo ich einen Aggregator brauche und welche Art (Text oder Liste), 4. wie viele Durchläufe bei [Anzahl] Einträgen entstehen,
5. welche Sonderfälle ich testen sollte (leere Liste, sehr viele Einträge, fehlende Felder).
Weise darauf hin, dass Modulnamen in Make abweichen können, und erfinde keine Einstellungen.

Ersetzen Sie die Platzhalter und bauen Sie den Plan in Make nach, mit einem Testauftrag.

Worauf Sie achten müssen

  • Aggregator richtig platzieren: Er braucht eine Quelle, von der er sammelt. Falsche Zuordnung führt zu leeren oder unvollständigen Ergebnissen.
  • Verbrauch beachten: Jeder Eintrag verursacht Operationen. Begrenzen Sie die Menge oder filtern Sie vorher, siehe Make: Router und Filter.
  • Leere Listen testen: Was passiert, wenn die Liste leer ist? Der Ablauf sollte das sauber behandeln.
  • Reihenfolge: Einzelergebnisse erscheinen meist in der Reihenfolge der Einträge. Prüfen Sie das, wenn es wichtig ist.
  • Datenschutz: Bei Listen mit Personendaten fliessen alle Einträge durch den Dienst. Siehe Make und Datenschutz.
  • Vergleich mit anderen Werkzeugen: In Zapier heisst Ähnliches mehrere Positionen verarbeiten.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Die Sanitärfirma in Thun zerlegt eingehende Aufträge mit dem Iterator, schreibt je Position eine Zeile in die Auftragsliste und nutzt danach einen Aggregator für Text, der die Positionen zu einer Aufzählung für die Bestätigungsmail zusammenfasst.

Vorher: Frau Müller trägt jede Position einzeln ein und schreibt die Bestätigung von Hand, im ersten Test entstehen fünf Mails statt einer. Nachher: Ein Auftrag mit fünf Positionen erzeugt fünf Zeilen und genau eine Mail an die Kundschaft. Frau Müller testet zusätzlich einen Auftrag ohne Positionen und stellt sicher, dass dann keine leere Mail rausgeht. Beim Verbrauchsvergleich fällt auf, dass ein Grossauftrag mit vierzig Positionen deutlich mehr Operationen kostet, und sie begrenzt die Zahl pro Lauf.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer lernen möchte, Abläufe mit Make und ähnlichen Werkzeugen selbst zu bauen, findet bei absofort passende Kurse. Die Kurse für KI und IT bei konkreten Arbeitsaufgaben enthalten laut Angebot Kurse zu No-Code-Automatisierung, KI-Agenten und Datenverständnis, mit KI-Lerncoach, Praxisaufgaben und verifizierbarem Abschluss.

Dort üben Sie, Daten aufzuteilen, zu bearbeiten und sauber zusammenzuführen.

Häufige Fragen

Muss ich immer einen Aggregator verwenden, wenn ich einen Iterator habe?

Nein. Wenn jede Position für sich bearbeitet und gespeichert wird, etwa als eigene Tabellenzeile, brauchen Sie keinen. Einen Aggregator brauchen Sie, wenn am Ende ein gemeinsames Ergebnis entstehen soll.

Warum läuft mein Ablauf mehrfach durch?

Weil ein Iterator die Liste aufteilt und alle folgenden Module für jeden Eintrag laufen. Prüfen Sie, ob das gewollt ist, oder ergänzen Sie einen Aggregator.

Wie viele Einträge kann Make verarbeiten?

Das hängt von Tarif und Grenzen ab, die sich ändern können. Prüfen Sie die aktuelle Dokumentation und testen Sie mit realistischen Mengen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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