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KI im Unternehmen · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Projektrisiken mit KI sammeln und bewerten

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Sammeln Sie mögliche Risiken Ihres Projekts mit dem Team, lassen Sie die KI Ergänzungen und typische Risiken vorschlagen und bewerten Sie jedes nach Wahrscheinlichkeit und Auswirkung. Legen Sie zu den wichtigsten Gegenmassnahmen und Verantwortliche fest und prüfen Sie die Liste regelmässig.

Das Problem

Kaum ein Projekt verläuft genau nach Plan. Ein Lieferant fällt aus, eine Bewilligung dauert länger, der Kunde ändert seine Wünsche, eine Schlüsselperson wird krank. Manche dieser Dinge lassen sich nicht verhindern, aber vieles ist vorhersehbar. Wer darüber nachgedacht hat, reagiert ruhiger und schneller.

Ein Projektrisiko ist ein mögliches Ereignis, das den Projekterfolg gefährden kann: Termin, Kosten, Qualität oder Ziel. Eine Risikoliste hält fest, was passieren könnte, wie wahrscheinlich es ist, wie gross der Schaden wäre und was man dagegen tut. Sie ist ein einfaches Werkzeug, das in jedem Projekt hilft, vom kleinen Umbau bis zur IT-Einführung.

Viele Teams scheuen das Thema, weil es nach Schwarzmalerei klingt. Tatsächlich ist es Vorbereitung. Eine KI kann beim Brainstorming helfen, indem sie typische Risiken vorschlägt, die man übersieht. Bewerten, entscheiden und handeln muss das Projektteam.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Beschreiben Sie das Projekt knapp. Ziel, Ergebnis, Zeitraum, Beteiligte, wichtigste Abhängigkeiten. Die Risiken hängen vom Projekt ab. Siehe Projektstrukturplan.
  1. Sammeln Sie Risiken im Team. Lassen Sie jede Person aufschreiben, was schiefgehen könnte, ohne zu bewerten. Fragen Sie: Wovon hängt der Erfolg ab? Was haben wir bisher nicht im Griff?
  1. Ergänzen Sie mit der KI. Geben Sie Projektbeschreibung und Branche ein und lassen Sie sich typische Risiken in Kategorien vorschlagen: Termin, Kosten, Technik, Menschen, Lieferanten, Recht, Kommunikation. Streichen Sie Unpassendes.
  1. Formulieren Sie jedes Risiko klar. Verwenden Sie den Aufbau «Wenn [Ursache], dann [Folge]». Zum Beispiel: «Wenn der Lieferant die Fenster später liefert, verzögert sich der Innenausbau.»
  1. Bewerten Sie Wahrscheinlichkeit und Auswirkung. Verwenden Sie eine einfache Skala (niedrig, mittel, hoch) oder 1 bis 3. Bewerten Sie im Team, nicht allein. Multiplizieren oder ordnen Sie, um Prioritäten zu erkennen.
  1. Priorisieren Sie. Konzentrieren Sie sich auf die zehn bis fünfzehn wichtigsten Risiken. Eine lange Liste, die niemand liest, nützt nichts.
  1. Legen Sie Gegenmassnahmen fest. Vermeiden, verringern, übertragen (zum Beispiel Versicherung, Vertrag) oder akzeptieren. Beschreiben Sie konkret, was getan wird und wann.
  1. Benennen Sie Verantwortliche und Frühwarnzeichen. Wer beobachtet das Risiko? Woran erkennen wir, dass es eintritt?
  1. Planen Sie Notfallmassnahmen. Was tun wir, wenn das Risiko trotzdem eintritt? Halten Sie die erste Reaktion fest.
  1. Prüfen Sie die Liste regelmässig. Besprechen Sie sie in Projektsitzungen, streichen Sie erledigte Risiken, ergänzen Sie neue. Siehe Projektstatusbericht.

Vorlage zum Kopieren

Hilf mir, die Risiken eines Projekts zu sammeln.
Projekt: [Beschreibung]. Branche: [z. B. Handwerk, Handel, Verwaltung].
Zeitraum: [Monate]. Beteiligte: [Rollen, externe Partner].
Besonderheiten: [z. B. Abhängigkeit von Lieferanten, neue Technik,
knappes Budget, Bewilligungen].
Aufgabe:
1. Nenne typische Risiken für ein solches Projekt, geordnet nach
   Kategorien (Termin, Kosten, Technik, Menschen, Lieferanten, Recht,
   Kommunikation), jeweils im Format «Wenn …, dann …».
2. Erstelle eine Tabelle: Nr. | Risiko | Wahrscheinlichkeit (1–3) |
   Auswirkung (1–3) | Priorität | Gegenmassnahme | Verantwortlich |
   Frühwarnzeichen | Notfallmassnahme.
   Lasse Bewertungen leer, damit wir sie im Team festlegen.
3. Nenne fünf Fragen, mit denen wir weitere Risiken finden.
Erfinde keine Zahlen und treffe keine rechtlichen Aussagen.

Fügen Sie Ihr Projekt ein, und bewerten Sie die Risiken gemeinsam im Team. Streichen Sie Vorschläge, die nicht passen.

Wie bewerten Sie ein Risiko?

WahrscheinlichkeitAuswirkungPrioritätReaktion
HochHochSehr hochSofort Gegenmassnahme planen
HochNiedrigMittelBeobachten, einfache Massnahme
NiedrigHochMittel bis hochNotfallplan bereithalten
NiedrigNiedrigNiedrigAkzeptieren, im Blick behalten

Worauf Sie achten müssen

  • Die KI kennt Ihr Projekt nicht: Sie schlägt typische Risiken vor, aber nicht Ihre spezifischen, etwa Eigenheiten Ihrer Lieferanten oder Kunden. Das Team ist die wichtigste Quelle.
  • Bewertung gehört ins Team: Wahrscheinlichkeit und Auswirkung sind Einschätzungen. Lassen Sie mehrere Personen bewerten und besprechen Sie Unterschiede.
  • Nicht zu lang: Eine Liste mit vielen Risiken wird nicht gepflegt. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.
  • Gegenmassnahmen müssen passieren: Eine Liste ohne Umsetzung ist wertlos. Weisen Sie Aufgaben zu und prüfen Sie sie.
  • Ehrliche Kommunikation: Risiken offen zu benennen, erfordert eine Kultur ohne Schuldzuweisung. Siehe Fehlerkultur im Team.
  • Recht und Versicherung: Bei grösseren Risiken sollten Sie Verträge und Versicherungsschutz im Einzelfall prüfen lassen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein erfundenes Beispiel: Ein Restaurant in Thun plant den Umbau der Küche in der Betriebsferienzeit. Der Inhaber ist optimistisch, die Handwerker haben Termine zugesagt. Die Projektleiterin möchte vorab klären, was schiefgehen könnte.

Sie sammelt mit dem Küchenchef und dem Bauleiter Risiken auf einem Flipchart und ergänzt mit der Vorlage typische Risiken: Lieferverzug bei Geräten, Entdeckung von Mängeln in der Bausubstanz, Verzögerung bei der Abnahme durch Behörden, Ausfall von Handwerkern, Ausfall der Küche über die Ferien hinaus. Gemeinsam bewerten sie jedes Risiko und legen Gegenmassnahmen fest.

Nachher bestellt das Restaurant die Geräte früher, plant eine Pufferwoche, klärt die Abnahme vorab mit der Behörde und überlegt eine Notlösung für den Betrieb. Als das Gerät tatsächlich später kommt, ist der Plan vorbereitet, und der Umbau gelingt trotzdem fast termingerecht.

So hilft Ihnen Alpasana

Wie Sie Projekte im Büroalltag mit KI planen, Risiken sammeln und Berichte vorbereiten, lernen Sie in den Kursen bei KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben auf absofort: Projektmanagement, Bürokommunikation, Excel und Datenverständnis sowie betriebliche KI-Richtlinien. Online im eigenen Tempo, mit Praxisaufgaben, KI-Lerncoach und verifizierbarem Abschluss.

Zur Vertiefung: Lessons Learned mit KI und Projektressourcen auf Engpässe prüfen.

Häufige Fragen

Wie viele Risiken sollte die Liste enthalten?

Meist genügen zehn bis fünfzehn wichtige Risiken. Mehr wird schwer zu pflegen. Nebensächliches können Sie in einer zweiten Liste sammeln.

Wer soll die Risikoliste führen?

Die Projektleitung, mit Beiträgen des Teams. Jedes Risiko hat eine verantwortliche Person, die es beobachtet und über Veränderungen berichtet.

Wie oft muss ich die Liste prüfen?

In laufenden Projekten bei jeder Projektsitzung kurz, mindestens monatlich gründlich. Bei grossen Veränderungen sofort.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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