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KI im Unternehmen · KI-Beratung und digitale Transformation

Lagerplätze mit KI anhand der Entnahmen planen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Werten Sie aus, welche Artikel wie oft entnommen werden, und lagern Sie die häufigsten nahe am Ausgang und in Griffhöhe. Die KI hilft, aus der Entnahmeliste Gruppen zu bilden und einen Umlagerungsvorschlag zu entwerfen. Prüfen Sie ihn mit dem Lagerteam, denn Gewicht, Sicherheit und Platz kennt nur der Mensch vor Ort.

Das Problem

Im Lager laufen Ihre Leute jeden Tag kilometerweit. Der Artikel, den sie zehnmal täglich brauchen, steht hinten rechts im obersten Regal. Der, den sie einmal im Jahr holen, liegt direkt am Ausgang. Niemand hat das so geplant, es ist über Jahre gewachsen: Wo gerade Platz war, wurde eingelagert.

Das kostet Zeit und Nerven: längere Wege, mehr Suchen, mehr Fehler, mehr Rückenbelastung. Und neue Mitarbeitende brauchen lange, bis sie wissen, wo was liegt.

Die Idee der Lagerplatzoptimierung ist einfach: häufig gebrauchte Artikel an den bequemsten Plätzen, selten gebrauchte weiter weg. Die Grundlage sind Ihre eigenen Entnahmedaten. KI kann beim Auswerten und beim Vorschlag für die Anordnung helfen. Wichtig bleibt die Prüfung durch Menschen, die das Lager kennen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Legen Sie das Ziel fest. Kürzere Wege, weniger Suchen, weniger Fehler oder ergonomischeres Arbeiten? Mit klarem Ziel lässt sich der Erfolg später beurteilen. Messen Sie vorher grob, wie lange typische Aufträge dauern.
  1. Sammeln Sie die Entnahmedaten. Aus Ihrem Lagersystem oder Ihren Lieferscheinen: Artikel, Datum, Menge, Anzahl Entnahmen pro Monat. Drei bis zwölf Monate genügen. Wenn Sie kein System haben, zählen Sie vier Wochen von Hand auf einer Strichliste.
  1. Erfassen Sie Platz und Besonderheiten. Regale, Höhen, Gewichtsgrenzen, Gefahrgut, Kühlung, sperrige Artikel, Zugang für Hubwagen. Das sind harte Randbedingungen, die der Vorschlag beachten muss.
  1. Teilen Sie die Artikel ein. Eine einfache Gruppierung nach Entnahmehäufigkeit: A (sehr häufig), B (mittel), C (selten). Das nennt man ABC-Analyse. Die KI kann die Liste sortieren und Gruppen vorschlagen; Excel kann das auch. Rechnen Sie Stichproben nach.
  1. Berücksichtigen Sie Zusammengehörendes. Artikel, die oft zusammen entnommen werden (zum Beispiel Schraube und Dübel), sollten nahe beieinanderliegen. Fragen Sie das Lagerteam; es kennt die Muster.
  1. Lassen Sie die KI einen Vorschlag entwerfen. Geben Sie Gruppen, Plätze mit Eigenschaften und Randbedingungen (anonymisiert, ohne Preise) und bitten Sie um eine Zuordnung als Tabelle. Siehe Vorlage.
  1. Prüfen Sie den Vorschlag im Lager. Gehen Sie mit dem Team durch die Gänge. Passt das Gewicht? Ist es sicher erreichbar? Gibt es Sonderfälle? Passen Sie an.
  1. Planen Sie die Umlagerung. Nicht alles auf einmal: in Etappen, mit klarer Beschriftung, Aktualisierung des Systems und Information aller Beteiligten. Während der Umstellung sind Fehler wahrscheinlicher.
  1. Aktualisieren Sie das System. Neue Lagerplätze werden erfasst, bevor oder wenn umgelagert wird. Sonst stimmen Anzeige und Wirklichkeit nicht überein.
  1. Messen und nachbessern. Vergleichen Sie nach einigen Wochen: Laufwege, Dauer, Fehler, Rückmeldung des Teams. Wiederholen Sie die Analyse jährlich, denn Sortiment und Nachfrage ändern sich.

Beispiel für eine ABC-Einteilung:

GruppeMerkmalLagerplatz
Asehr häufig entnommennahe am Ausgang, Griffhöhe
Bmittel häufigmittlere Zone, gut erreichbar
Cseltenhintere Zone, oberste oder unterste Ebene
Sonderschwer, sperrig, gefährlichgemäss Vorgaben, unabhängig von Häufigkeit

Vorlage zum Kopieren

Mit diesem Prompt bereiten Sie die Auswertung vor. Verwenden Sie Artikelkürzel statt Namen, wenn die Angaben vertraulich sind.

Du hilfst bei der Planung der Lagerplätze eines [Branche, z. B. Handwerksbetriebs mit Materiallager]. Deutsch (Schweiz).
Ich gebe dir eine Liste mit Artikeln (Kürzel, Entnahmen pro Monat, Gewicht pro Einheit grob, Besonderheiten) und eine Beschreibung der Lagerplätze (Zone, Höhe, Tragkraft, Entfernung zum Ausgang). 
Artikel: [Liste]. Lagerplätze: [Liste]. Randbedingungen: [z. B. Gefahrgut nur in Zone X, schwere Artikel unten, Hubwagen nur Gang 1–3].
Aufgaben: 1. Teile die Artikel nach Entnahmehäufigkeit in A, B und C ein (Kriterien nennen).
2. Schlage eine Zuordnung zu Lagerplätzen als Tabelle vor und begründe sie kurz.
3. Markiere Artikel, bei denen Randbedingungen den Vorschlag einschränken.
4. Nenne drei Fragen, die ich mit dem Lagerteam klären soll.
5. Schlage eine Etappenplanung für die Umlagerung vor.
Verwende nur meine Angaben, erfinde keine Zahlen und gib keine Sicherheitsfreigabe.

Gehen Sie den Vorschlag mit dem Lagerteam durch; Randbedingungen und Praxis haben immer Vorrang.

Worauf Sie achten müssen

  • Sicherheit geht vor. Gewichtsgrenzen, Regalbelastung, Gefahrgut und Arbeitsschutz sind verbindlich. Der KI-Vorschlag gibt keine Sicherheitsfreigabe; die Verantwortlichen für Lager und Arbeitssicherheit prüfen.
  • Die KI sieht Ihr Lager nicht. Sie kennt Gänge, Platz und Abläufe nicht, nur Ihre Angaben. Besichtigen Sie vor Ort.
  • Daten müssen stimmen. Fehlerhafte Entnahmedaten führen zu falschen Schlüssen. Prüfen Sie Stichproben und achten Sie auf Sondereffekte wie Grossaufträge.
  • Saisonalität. Manche Artikel werden nur zu bestimmten Zeiten häufig gebraucht. Berücksichtigen Sie Jahreszeiten.
  • Umlagerung stört den Betrieb. Planen Sie in ruhigen Zeiten und informieren Sie Kundinnen bei möglichen Verzögerungen.
  • Datenschutz. Entnahmedaten können Rückschlüsse auf Mitarbeitende erlauben. Werten Sie sie auf Artikelebene aus, nicht personenbezogen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein Haustechnikbetrieb in Frick hat ein Materiallager für Monteure. Morgens werden Fahrzeuge beladen, und alle suchen. Der Lagerverantwortliche exportiert die Entnahmen der letzten sechs Monate.

Vorher: Die zehn häufigsten Artikel liegen verteilt im Lager, teils hoch oben. Nachher: Die Auswertung zeigt, dass 20 Artikel den Grossteil der Entnahmen ausmachen. Der Verantwortliche lässt die KI eine Zuordnung vorschlagen, prüft sie mit zwei Monteuren (ein Schwerteil gehört unten hin, zwei Artikel gehören zusammen) und räumt am Wochenende um. Die Beladung am Morgen dauert spürbar weniger lang, und neue Mitarbeitende finden sich schneller zurecht.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie Abläufe in Lager und Logistik mit Daten und KI verbessern möchten, unterstützt Sie die KI-Beratung und digitale Transformation. Laut Leistungsbeschreibung gehören die Aufnahme von Prozessen, die Analyse von KI-Potenzialen, die Verbesserung von Geschäftsprozessen und ein Umsetzungsplan dazu.

Die physische Lagerplanung und Arbeitssicherheit bleiben Aufgabe Ihrer Fachleute. Projekte werden individuell offeriert.

Häufige Fragen

Brauche ich dafür ein Lagerverwaltungssystem?

Nicht zwingend. Auch eine Strichliste oder ein Excel-Export aus der Buchhaltung kann für eine erste Auswertung reichen. Ein System macht Pflege und Wiederholung einfacher.

Wie oft soll ich die Lagerplätze überprüfen?

Mindestens einmal pro Jahr und bei grösseren Sortimentsänderungen. Kleine Anpassungen laufend.

Was, wenn das Team die neue Ordnung nicht annimmt?

Beziehen Sie es von Anfang an ein, erklären Sie die Gründe und beschriften Sie klar. Eine Anordnung, die Menschen als sinnvoll erleben, wird eher eingehalten.

Kann die KI das Lager «virtuell» planen?

Sie kann Vorschläge für Zuordnungen machen. Eine detaillierte Simulation von Wegen und Platz braucht spezialisierte Software.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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