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Sicherheit · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Anruf von der Polizei: Wie prüfe ich, ob er echt ist?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Beenden Sie verdächtige Anrufe und kontaktieren Sie die Polizei selbst über eine offizielle Nummer; bei akuter Gefahr über 117. Ein Name, eine Dienstnummer oder die angezeigte Rufnummer beweist nicht, dass Sie tatsächlich mit der Polizei sprechen.

Das Problem

Jemand stellt sich als Polizistin oder Polizist vor und kennt sogar Ihren Namen. Angeblich sei Ihr Geld in Gefahr, Ihr Konto Teil einer Untersuchung oder ein Angehöriger in einen Unfall verwickelt. Nun sollen Sie Geld bereithalten, Daten nennen oder einer angeblichen Hilfsperson vertrauen.

Amtliche Sprache und bekannte Begriffe können glaubwürdig wirken. Sie beweisen jedoch keine Zuständigkeit. Auch die Rufnummer auf dem Display kann gefälscht sein; dafür wird der Begriff Rufnummern-Spoofing verwendet.

Sie dürfen ein zweifelhaftes Gespräch unterbrechen und die Behörde selbst kontaktieren. Wenn jemand eine Geldübergabe vorbereitet oder Sie akut bedroht, rufen Sie die echte Polizei über 117. Lassen Sie sich nicht durch eine angebliche Schweigepflicht von unabhängiger Hilfe abhalten.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Führen Sie keine Anweisung aus. Übergeben Sie weder Geld noch Schmuck und geben Sie keine Bankzugänge oder Bestätigungscodes weiter. Installieren Sie kein Programm auf Anweisung des Anrufers. Eine behauptete Amtsfunktion reicht für solche Handlungen nicht aus.
  2. Beenden Sie das Gespräch. Sie können sagen: «Ich kontaktiere die Dienststelle selbst.» Sie müssen keine Diskussion über Ihre Pflicht zur Mitarbeit führen. Falls Name und behauptete Dienststelle bereits genannt wurden, können Sie diese für die Rückfrage notieren, ohne das Gespräch zu verlängern.
  3. Wählen Sie den Kontakt unabhängig. Nutzen Sie die selbst geöffnete offizielle Website der Polizei oder bei akuter Gefahr 117. Rufen Sie nicht einfach die Nummer aus der Anrufliste zurück. Verwenden Sie bei einer unklar beendeten Verbindung ein anderes Telefon.
  4. Fragen Sie nach der behaupteten Kontaktaufnahme. Beschreiben Sie den Anruf und das verlangte Verhalten. Nennen Sie eine erhaltene Vorgangsnummer nur als unbestätigte Angabe. Lassen Sie sich erklären, ob und wie eine echte Stelle mit Ihnen Kontakt aufnehmen würde.
  5. Sichern Sie sich Unterstützung. Wenn eine Abholperson angekündigt wird, bleiben Sie an einem sicheren Ort und informieren die Polizei. Vereinbaren Sie keine eigene Falle und gehen Sie nicht allein zu einem Treffpunkt. Eine vertraute Person kann Ihnen beim Telefonieren und Notieren helfen.
  6. Melden Sie bereits erfolgte Handlungen. Informieren Sie zusätzlich die Bank, falls Geld oder Bankdaten betroffen sind. Bei einer Softwareinstallation oder einem Fernzugriff braucht es die zuständige IT-Fachperson. Beschreiben Sie genau, was Sie getan haben, ohne sich für den Vorfall zu schämen.
  7. Bereiten Sie eine kurze Schutzregel vor. Nach der Klärung können Sie mit KI eine allgemeine Merkkarte formulieren lassen. Verwenden Sie keine echten Ermittlungsunterlagen oder Personendaten. Prüfen Sie den Text anhand offizieller Hinweise, bevor Sie ihn im Team oder in der Familie verwenden.

Vorlage zum Kopieren

Schreibe eine kurze Merkkarte zur Prüfung angeblicher Behördenanrufe.
Zielgruppe: [Privathaushalt / Büroempfang].
Inhalt: Gespräch unterbrechen, keine Geld- oder Datenfreigabe,
Behörde unabhängig über einen offiziellen Kontakt erreichen.
Kontaktfeld: [SELBST GEPRÜFTE OFFIZIELLE NUMMER].
Bei akuter Gefahr in der Schweiz: Polizei 117.
Verwende keine echten Namen, keine Drohungen und keine erfundenen Gesetze.
Formuliere so, dass die Karte am Telefon rasch lesbar ist.

Ergänzen Sie die offizielle Kontaktangabe selbst und kontrollieren Sie alle Aussagen vor dem Ausdruck.

Welche Angaben beweisen keine Echtheit?

Vorgebrachte AngabeWarum Sie trotzdem prüfen
Name und DienstgradKönnen frei behauptet werden
Angebliche VorgangsnummerMuss durch die echte Stelle bestätigt werden
Schweizer TelefonnummerAnzeige kann manipuliert sein
Ihr Name oder Ihre AdresseSolche Angaben können anderweitig bekannt sein
Weiterleitung an einen VorgesetztenBleibt Teil derselben unbestätigten Verbindung

Die Kantonspolizei Freiburg warnt vor falschen Polizisten. Eine verlässliche Reaktion setzt deshalb bei der unabhängigen Kontaktaufnahme an und nicht bei einem besonders überzeugenden Auftreten.

Worauf Sie achten müssen

  • Die Notrufnummer ist kein Absenderbeweis. Die Polizei Basel-Stadt erklärt, dass die Polizei nicht von 117 aus anruft. Eine entsprechende Anzeige macht den eingehenden Anruf nicht amtlich.
  • Kein Geld zur angeblichen Sicherstellung aushändigen. Lassen Sie Forderungen von der echten Behörde unabhängig klären. Bei konkreten Rechtsfragen zu einem tatsächlichen Verfahren holen Sie fachliche Auskunft ein.
  • Keine Zugangsdaten zur Identifizierung. Bankpasswörter und Zahlungsfreigaben gehören nicht in ein unbestätigtes Telefonat. Eine angebliche Ermittlung ist keine Begründung, Ihre Schutzregeln aufzugeben.
  • KI kann Amtsauskünfte erfinden. Verwenden Sie einen Chatbot nicht, um angebliche Aktenzeichen oder die Identität eines Anrufers bestätigen zu lassen. Dafür braucht es die echte Stelle.
  • Persönliche Unterlagen geschützt halten. Laden Sie erhaltene Schreiben oder Aufnahmen nicht ungeprüft bei fremden Diensten hoch. Fragen zu Aufnahme und Weitergabe sind im Einzelfall fachlich zu prüfen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein erfundenes Beispiel: Frau Müller erhält im Sekretariat eines Winterthurer Betriebs einen Anruf wegen angeblich gefährdeter Firmengelder. Der Anrufer kennt den Namen des Geschäftsführers und verlangt Geheimhaltung gegenüber der Buchhaltung. Frau Müller beendet das Gespräch und informiert intern die zuständige Person.

Sie nimmt über die selbst geöffnete offizielle Polizeiseite Kontakt auf und schildert die Behauptung. Eine Zahlung wird nicht ausgelöst. Vorher stand die angebliche Autorität im Vordergrund; nachher entscheidet die Prüfung über einen vertrauenswürdigen Weg.

Wie richten Sie einen sicheren Empfangsablauf ein?

Legen Sie am Empfang fest, wer aussergewöhnliche Behördenanfragen übernimmt. Mitarbeitende dürfen einen verdächtigen Anruf beenden und intern melden, ohne eine lange Diskussion führen zu müssen. Die Vertretung sollte denselben Ablauf kennen.

Für normale Rückfragen kann eine sachliche Notiz mit Name, behaupteter Stelle und Anliegen genügen. Die Rückmeldung erfolgt anschliessend über unabhängig geprüfte Kontaktdaten. So bleibt der Betrieb erreichbar, ohne ungeprüfte Forderungen direkt auszuführen.

So hilft Ihnen Alpasana

Die KI-Praxiskurse von absofort behandeln Phishing, Deepfakes und betriebliche Einsatzregeln. Das hilft Mitarbeitenden, täuschende Nachrichten und künstliche Medien einzuordnen und klare Rückfragewege zu üben.

Eine Schulung bestätigt keine Behördenidentität und ersetzt keine polizeiliche Unterstützung. Nutzen Sie sie zur Vorbereitung Ihres Empfangs- oder Familienablaufs.

Häufige Fragen

Bin ich unhöflich, wenn ich auflege?

Eine unabhängige Prüfung ist bei einer verdächtigen Forderung angemessen. Sie können die echte Stelle anschliessend selbst kontaktieren. Dafür müssen Sie das zweifelhafte Gespräch nicht fortsetzen.

Was ist bei einer englischen Bandansage zu tun?

Drücken Sie keine Taste, um sich zu einem angeblichen Ermittler verbinden zu lassen. Beenden Sie die Verbindung und prüfen Sie ein tatsächlich relevantes Anliegen unabhängig. Die Sprache der Ansage beweist weder Echtheit noch die genaue Betrugsart.

Und wenn gleichzeitig ein Unfall behauptet wird?

Nutzen Sie den Ablauf für einen Schockanruf. Wenn zusätzlich Zugriff auf den Computer verlangt wird, helfen die Schritte bei Telefonbetrug mit Fernzugriff. Die unabhängige Prüfung bleibt in beiden Fällen zentral.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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