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Sicherheit · KI-Weiterbildung für Unternehmen

Deepfakes im Team üben: Vorlage für eine kurze Schulung

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

In 45 Minuten üben Sie mit dem Team an erfundenen Fällen, wie man gefälschte Stimmen und Videos erkennt und richtig reagiert: nie allein auf Anruf oder Video vertrauen, Auftrag über einen bekannten zweiten Weg bestätigen, Auffälliges melden. Die Übung stärkt Routine statt Angst.

Das Problem

Mit KI lassen sich heute Stimmen nachahmen und Videos fälschen. Solche Fälschungen heissen Deepfakes. Betrüger nutzen sie, um sich als Chef, Lieferant oder Kundin auszugeben: Ein Anruf in der Stimme der Geschäftsführung bittet um eine eilige Überweisung, ein Videoanruf zeigt scheinbar die Finanzchefin, die neue Zahlungsdaten durchgibt.

Mitarbeitende fürchten sich vor so etwas oder nehmen es nicht ernst. Beides hilft nicht. Wirksam ist, wenn das Team solche Situationen vorher durchspielt und weiss: Es gibt eine feste Regel, die auch dann hilft, wenn die Fälschung perfekt wirkt. Sie müssen nicht erkennen, dass etwas gefälscht ist. Sie müssen nur wissen, was sie bei jedem ungewöhnlichen Auftrag tun.

Die Übung unten dauert 45 Minuten, braucht keine Technik ausser einem Raum und Papier und eignet sich für Teams von fünf bis fünfzehn Personen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Legen Sie das Lernziel fest. Ein Satz: «Nach der Übung wissen alle, wie sie einen ungewöhnlichen Auftrag auf einem zweiten Weg bestätigen.» Mehr braucht es nicht.
  1. Bestimmen Sie eine Moderatorin. Eine Person mit Ruhe, nicht unbedingt IT. Sie führt durch die Übung und nimmt Fragen auf.
  1. Erstellen Sie drei Fallbeispiele. Erfundene, realistische Situationen aus Ihrem Alltag: ein Anruf vom «Chef», ein Videoanruf mit neuen Kontodaten, eine Sprachnachricht mit Zahlungsbitte. Die Vorlage unten hilft. Siehe auch Deepfake-Zahlungsauftrag vom Chef.
  1. Starten Sie mit einer kurzen Einführung (10 Minuten). Was ist ein Deepfake, warum wirkt er überzeugend, welche Hinweise gibt es (siehe Deepfakes ohne Technik erkennen)? Betonen Sie: Hinweise sind unsicher, die Regel ist sicher.
  1. Üben Sie in Kleingruppen (15 Minuten). Jede Gruppe erhält einen Fall und beantwortet: Was kommt mir komisch vor? Was tue ich jetzt? Wen informiere ich? Die Antworten werden auf Zetteln festgehalten.
  1. Besprechen Sie die Lösungen gemeinsam (10 Minuten). Jede Gruppe stellt vor. Die Moderatorin ergänzt: Rückruf über eine bekannte Nummer, zweite Person, Codewort, Freigabe nach Vier-Augen-Prinzip. Siehe Deepfake in Videokonferenzen prüfen.
  1. Vereinbaren Sie gemeinsam die Betriebsregel (5 Minuten). Zum Beispiel: «Zahlungsänderungen und Eilaufträge per Telefon oder Video werden nie sofort ausgeführt, sondern über eine bekannte Nummer bestätigt.» Schreiben Sie sie auf.
  1. Schliessen Sie ab und wiederholen Sie später. Beenden Sie mit einer Frage: «Was nehme ich mit?» Wiederholen Sie die Übung nach etwa sechs Monaten mit neuen Fällen.

Ablauf der Übung:

ZeitInhaltWer
0–10 Min.Einführung, Ziel, RegelModeratorin
10–25 Min.Fälle in Kleingruppen durchspielenTeams
25–35 Min.Besprechung, LösungenAlle
35–40 Min.Betriebsregel festhaltenAlle
40–45 Min.Rückfragen, AbschlussModeratorin

Vorlage zum Kopieren

Mit diesem Prompt lassen Sie sich Fallbeispiele erstellen. Verwenden Sie nur erfundene Namen und keine realen Kontodaten:

Erstelle [Anzahl] erfundene Fallbeispiele für eine Teamübung zu Deepfake-Betrug in einem Betrieb der Branche [Branche] mit [Anzahl] Mitarbeitenden. Jeder Fall: Situation in 4 bis 5 Sätzen (z. B. Anruf mit nachgeahmter Stimme, Videoanruf mit gefälschtem Gesicht, Sprachnachricht), Hinweis auf Zeitdruck, Auftrag an die betroffene Person.
Gib zu jedem Fall: drei Fragen für die Gruppe, eine Musterlösung mit der richtigen Reaktion (zweiter Weg zur Bestätigung, Meldung) und was nicht getan werden soll.
Verwende nur erfundene Namen, keine echten Firmen, Kontonummern oder Personen. Schreibe in einfacher Sprache.

Ersetzen Sie Branche und Zahlen. Prüfen Sie, dass die Fälle zu Ihrem Betrieb passen und keine echten Daten enthalten.

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Schuldzuweisung: Wer auf eine Fälschung hereinfällt, ist Opfer. Machen Sie in der Übung niemanden zum Fehlerbeispiel.
  • Hinweise sind unsicher: Merkmale wie unnatürliche Mimik oder Betonung können fehlen oder täuschen. Setzen Sie auf Verfahren (Rückruf, Freigabe), nicht auf Augenschein.
  • Keine echten Stimmen oder Personen verwenden: Spielen Sie keine Fälschungen echter Mitarbeitender vor, ohne deren Einverständnis. Eine nachgeahmte Stimme ist eine Persönlichkeitsfrage. Das Schweizer Zivilgesetzbuch schützt die Persönlichkeit; im Zweifel holen Sie Rat.
  • Strafrechtlicher Hintergrund: Betrügerische Aufträge können Straftatbestände erfüllen. Bei einem Vorfall informieren Sie Polizei und Bank, siehe Betrug melden in der Schweiz.
  • Wiederholung: Eine einmalige Übung verblasst. Planen Sie kurze Auffrischungen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: In einem Metallbaubetrieb in Langenthal führt die Büroleiterin die Übung mit zehn Personen durch. Im Fall «Anruf vom Geschäftsführer» soll die Buchhaltung eine Anzahlung von CHF 12 500 an ein neues Konto überweisen. Die erste Gruppe würde es tun, weil «die Stimme stimmt».

Vorher gab es keine feste Regel. Nachher vereinbart das Team: Neue Kontodaten und Eilaufträge werden immer per Rückruf über die bekannte Nummer bestätigt, und eine zweite Person gibt frei. Drei Monate später greift die Regel bei einem echten verdächtigen Anruf; die Zahlung wird nicht ausgeführt.

So hilft Ihnen Alpasana

Wie Mitarbeitende KI-Risiken erkennen und Ergebnisse prüfen, vermittelt die KI-Weiterbildung für Unternehmen von absofort: Verantwortungsbewusster Umgang mit Unternehmensdaten und Datenschutz sind Lerninhalte, Lernen geschieht im eigenen Tempo mit verifizierbaren Abschlüssen. Für Firmenlösungen und Teambuchungen gibt es eine Kontaktmöglichkeit.

Die Durchführung einer Übung in Ihrem Betrieb gehört nicht zum Angebot.

Häufige Fragen

Brauche ich dafür eine Fachperson?

Nein. Eine ruhige Moderatorin mit der Vorlage genügt. Eine Fachperson kann für Rückfragen zur Technik dazugeholt werden, ist aber nicht nötig.

Soll ich eine echte Deepfake-Stimme vorspielen?

Das ist nicht nötig und kann Persönlichkeitsrechte berühren. Beschreiben Sie Fälle in Worten oder nutzen Sie ausdrücklich erlaubte Beispiele.

Wie oft sollten wir üben?

Etwa einmal pro Jahr eine ausführlichere Übung und zwischendurch kurze Erinnerungen im Teammeeting. Bei neuen Mitarbeitenden gehört die Regel in die Einführung.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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