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Schule & Unterricht · KI-Weiterbildung für Unternehmen

KI-Unterricht im Schulnetzwerk: Erfahrungen teilen

Stand 10.10.2026 · 6 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Dokumentieren Sie KI-Unterricht in einem kurzen Erprobungsbericht: Kontext, Ziel, Ablauf, Regeln, Beobachtungen, Grenzen und was Sie anders machen würden. Nennen Sie die Rahmenbedingungen offen, damit andere Schulen einschätzen können, was sich übertragen lässt. Der Bericht enthält keine Daten von Lernenden.

Das Problem

Frau Keller hat mit ihrer Klasse ein Semester lang KI-Aufgaben im Deutschunterricht erprobt. Eine Kollegin an einer anderen Schule fragt: «Und, funktioniert das? Können wir das übernehmen?» Frau Keller kann nur sagen: «Bei uns lief es gut.» Mehr hat sie nicht festgehalten.

Wenn Lehrpersonen Erfahrungen austauschen, bleiben oft nur Eindrücke und Schlagworte. Andere Schulen können daraus kaum ableiten, ob das Vorgehen auch bei ihnen funktionieren würde. Entscheidend sind die Bedingungen: Stufe, Ausstattung, Datenschutzregeln, Unterstützung im Kollegium, Klassenzusammensetzung.

Ein Erprobungsbericht schliesst diese Lücke. Er beschreibt knapp, was gemacht wurde, mit welchem Ziel, unter welchen Bedingungen und mit welchen Ergebnissen, und er benennt Grenzen und Fehlschläge. Das hilft anderen, Nutzen und Risiken unter ihren eigenen Bedingungen einzuschätzen. Der Stand ist Oktober 2026; Vorgaben zu KI im Unterricht sind kantonal und je Schulträger verschieden.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Klären Sie, für wen Sie schreiben. Kolleginnen an anderen Schulen, ein Netzwerk der Region, die Schulleitung? Das bestimmt Länge und Tiefe. Zwei Seiten genügen meist.
  2. Notieren Sie Kontext und Ziel. Stufe, Fach, Anzahl Lernende (ohne Namen), Ausstattung und Zeitraum. Dazu das Lernziel: Was sollten Lernende danach besser können?
  3. Beschreiben Sie den Ablauf. Welche Aufgaben, in welcher Reihenfolge, mit welcher Rolle der KI und welcher der Lehrperson? Nennen Sie auch, wo KI bewusst nicht eingesetzt wurde.
  4. Nennen Sie Werkzeug und Regeln. Welches freigegebene Werkzeug, welche Eingaberegeln, wie wurde der Datenschutz geklärt? Das ist für Übertragbarkeit zentral. Nennen Sie keine internen Zugangsdaten.
  5. Berichten Sie Beobachtungen ehrlich. Was hat funktioniert, was nicht, was war überraschend? Trennen Sie Beobachtung und Deutung.
  6. Benennen Sie Grenzen. Wie lange dauerte der Versuch, wie gross war die Gruppe, was können Sie nicht belegen? Lieber vorsichtig als übertrieben.
  7. Formulieren Sie Transferhinweise. Was würden Sie anders machen, welche Voraussetzungen braucht eine andere Schule, welche Materialien lassen sich teilen?
  8. Lassen Sie den Bericht prüfen. Eine Kollegin liest gegen, die Schulleitung gibt ihn frei. Prüfen Sie, dass keine Lernenden erkennbar sind.
  9. Teilen Sie im Netzwerk. Legen Sie den Bericht in der vereinbarten Ablage ab und bieten Sie Rückfragen an. Eine Antwort auf Rückmeldungen macht den Austausch lebendig.

Gliederung eines Erprobungsberichts

AbschnittLeitfrageBeispiel
KontextWo und mit wem?Beispiel: 7. Klasse, Deutsch, Gruppengrösse und Zeitraum dokumentieren
ZielWas sollte gelernt werden?Texte überarbeiten und begründen
AblaufWas geschah wann?Zwei Lektionen pro Woche, Gruppenarbeit
Werkzeug und RegelnWomit und unter welchen Bedingungen?Freigegebenes Werkzeug, keine persönlichen Angaben
BeobachtungenWas zeigte sich?Lernende prüfen kritischer, Fehler der KI fielen auf
GrenzenWas ist unsicher?Kleine Gruppe, keine Vergleichsklasse
TransferWas ist zu beachten?Zeit für Einführung, Absprache mit Eltern

Vorlage zum Kopieren

Ein Prompt ist ein schriftlicher Auftrag an die KI. Diese Vorlage enthält keine Angaben zu Lernenden. Geben Sie auch später keine Beobachtungen zu einzelnen Kindern, Namen oder Leistungsdaten ein.

Ich möchte einen Erprobungsbericht (maximal zwei Seiten) für ein
Schulnetzwerk schreiben. Hier sind meine Stichworte:
Kontext: [Stufe, Fach, Gruppengrösse, Zeitraum]. Ziel: [Lernziel].
Ablauf: [Stichworte]. Werkzeug und Regeln: [Stichworte, ohne Zugangsdaten].
Beobachtungen: [allgemeine Beobachtungen ohne Bezug auf einzelne Kinder].
Grenzen: [Stichworte]. Was ich anders machen würde: [Stichworte].
Gliedere in Kontext, Ziel, Ablauf, Werkzeug und Regeln, Beobachtungen,
Grenzen, Hinweise zur Übertragung. Formuliere sachlich und vorsichtig,
ohne Werbesprache. Erfinde keine Ergebnisse, Zahlen oder Studien und
markiere Lücken mit «[ergänzen]».

Ersetzen Sie die Platzhalter durch Ihre Stichworte. Prüfen Sie jede Aussage am tatsächlichen Verlauf und streichen Sie, was Sie nicht belegen können.

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Daten von Lernenden. Weder im Bericht noch in der KI-Vorlage dürfen Namen, Arbeiten oder erkennbare Beobachtungen einzelner Kinder stehen. Orientierung bietet das Educa-Dossier zum schulischen Datenschutz; massgeblich sind die Vorgaben Ihres Kantons.
  • Freigabe einholen. Besprechen Sie mit der Schulleitung, ob und wo der Bericht veröffentlicht werden darf. Das gilt besonders für Berichte, die Eltern, Behörden oder die Öffentlichkeit erreichen könnten.
  • Nicht übertreiben. Ein Versuch an einer Klasse belegt keine allgemeine Wirkung. Formulieren Sie vorsichtig und nennen Sie die Grenzen.
  • Urheberrecht. Teilen Sie nur Materialien, die Sie weitergeben dürfen. Verlagsmaterialien und fremde Bilder brauchen eine Nutzungserlaubnis.
  • Kantonale Unterschiede. Was an einer Schule im Kanton A möglich ist, kann im Kanton B anders geregelt sein. Weisen Sie darauf hin und empfehlen Sie, Vorgaben vor Ort zu klären.
  • Bildungsgerechtigkeit. Berichten Sie auch, ob alle Lernenden profitiert haben oder ob manche Unterstützung brauchten. Das ist für andere Schulen aufschlussreich.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein fiktives Beispiel aus einer Sekundarschule im Kanton Aargau: Frau Keller berichtet in einem regionalen Netzwerk von ihrem Versuch «Texte mit KI überarbeiten». Ihr erster Beitrag besteht aus drei Sätzen: «Klasse begeistert, gute Texte, empfehlenswert.»

Vorher können andere Lehrpersonen nicht einschätzen, ob das bei ihnen funktioniert. Mit der Gliederung schreibt Frau Keller einen Bericht von eineinhalb Seiten. In diesem fiktiven Beispiel nennt sie 20 Lernende, acht Wochen, ein freigegebenes Werkzeug, eine vorherige Absprache mit Eltern und Datenschutzstelle sowie zwei Lektionen pro Woche. Sie berichtet auch, dass einige Lernende die KI-Vorschläge zu wenig prüften und dass die Einführung viel Zeit brauchte.

Nachher schreiben zwei Lehrpersonen aus anderen Schulen zurück und fragen nach dem Material. Eine entscheidet sich, nicht zu starten, weil an ihrer Schule die Datenschutzfrage noch offen ist. Frau Keller ergänzt den Bericht mit einem Abschnitt zu den Voraussetzungen. Mehr zu Beobachtungskriterien bietet Unterrichtsreflexion mit KI-Beobachtungen.

So hilft Ihnen Alpasana

Für Teams, die strukturiert lernen und Erfahrungen austauschen möchten, bietet absofort die KI-Weiterbildung für Unternehmen. Sie ist online, reicht von Grundlagen bis zum Executive-Diplomlehrgang und behandelt unter anderem Datenschutz, den verantwortungsbewussten Umgang mit Daten und die Prüfung von KI-Ergebnissen. Es gibt verifizierbare Abschlüsse und eine Kontaktmöglichkeit für Teambuchungen.

Das Angebot ist für Unternehmen beschrieben. Ob es für Lehrpersonen oder ein Schulnetzwerk passt, klären Sie mit dem Anbieter und Ihrer Schulleitung. Ihr Erprobungsbericht bleibt unabhängig davon Ihre eigene Dokumentation und gilt nur für Ihre Bedingungen.

Häufige Fragen

Wie lang soll ein Erprobungsbericht sein?

Ein bis zwei Seiten genügen. Wichtig sind Kontext, Bedingungen und Grenzen. Zusätzliche Materialien legen Sie separat ab.

Dürfen wir Beispiele von Schülerarbeiten zeigen?

Nur mit klarer Regelung und, wo nötig, mit Einwilligung, und so, dass Kinder nicht erkennbar sind. Im Zweifel verwenden Sie erfundene Beispiele.

Was, wenn der Versuch gescheitert ist?

Auch das ist wertvoll. Ein Bericht über Fehlschläge hilft anderen, sie zu vermeiden. Beschreiben Sie, was Sie gelernt haben.

Wie finden wir ein Netzwerk?

Fragen Sie bei Schulleitung, Fachschaft oder Pädagogischer Hochschule der Region nach bestehenden Austauschgefässen. Eine Vorlage für die Ablage eigener Materialien bietet Promptbibliothek für die Fachschaft.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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