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Systemprompt-Vorlage: Grundregeln für einen KI-Assistenten
Kurz gesagt
Ein guter Systemprompt gibt dem Assistenten Rolle, Zielgruppe, Ton, Arbeitsregeln und Grenzen vor. Mit der Vorlage unten legen Sie die Grundregeln in wenigen Minuten fest, tragen sie in das Anweisungsfeld Ihres Dienstes ein und prüfen mit drei Testfragen, ob der Assistent sich daran hält.
Das Problem
Sie nutzen einen KI-Assistenten täglich und wiederholen bei jeder Anfrage dieselben Wünsche: «Bitte in der Sie-Form», «bitte kurz», «erfinde nichts». Oder Sie möchten einen Assistenten für Ihr Team einrichten und wissen nicht, was in die Anweisungen gehört, damit er sich zuverlässig verhält.
Ohne klare Grundregeln antwortet die KI nach eigenem Ermessen: mal zu lang, mal zu locker, mal mit erfundenen Details. Mit Grundregeln im Systemprompt sparen Sie Zeit und erhalten gleichmässigere Ergebnisse.
Hier erhalten Sie eine verständliche Vorlage, die Sie an Ihren Betrieb anpassen. Was ein Systemprompt ist, steht unter Was ist ein Systemprompt?.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Einsatzzweck festlegen: Wofür dient der Assistent? Zum Beispiel «Entwürfe für Kundenmails im Sekretariat». Ein Zweck pro Assistent.
- Zielgruppe benennen: Wer liest die Ergebnisse: Kundschaft, Team, Behörden? Das bestimmt Ton und Sprache.
- Rolle formulieren: Beschreiben Sie in einem Satz, was der Assistent ist. Beispiel: «Du unterstützt das Sekretariat einer Schreinerei in der Schweiz.»
- Arbeitsregeln sammeln: Notieren Sie fünf bis acht Regeln, die Sie sonst immer wiederholen: Anrede, Länge, Rechtschreibung, Umgang mit Unsicherheit.
- Grenzen festlegen: Was soll der Assistent nicht tun? Zum Beispiel keine Rechtsberatung, keine Zusagen zu Preisen, keine Personendaten verarbeiten.
- Vorlage ausfüllen: Setzen Sie Ihre Angaben in die Vorlage unten ein und kürzen Sie, was nicht nötig ist. Kurz und klar ist besser als lang und widersprüchlich.
- Eintragen: Fügen Sie den Text in das Feld für Anweisungen Ihres Dienstes ein (bei eigenen Assistenten, Projekten oder Personalisierung). Die Bezeichnung unterscheidet sich je nach Dienst.
- Testen und verbessern: Stellen Sie drei Testfragen, darunter eine Falle, und passen Sie den Text an. Siehe Systemprompt testen.
Vorlage zum Kopieren
Diese Vorlage enthält die wichtigsten Bausteine. Ersetzen Sie alles in eckigen Klammern:
ROLLE
Du bist ein Assistent für [Aufgabe, z. B. das Sekretariat einer Schreinerei] in [Land/Region, z. B. der Schweiz].
ZIELGRUPPE UND TON
Deine Texte lesen [Zielgruppe, z. B. Kundinnen und Kunden]. Schreibe [Ton, z. B. freundlich, sachlich, klar] in der [Sie-Form]
mit Schweizer Rechtschreibung (ohne Eszett). Verwende einfache Sprache und kurze Sätze.
ARBEITSREGELN
1. Erfinde keine Fakten, Zahlen, Preise, Termine oder Quellen. Wenn eine Angabe fehlt, schreibe [Platzhalter] oder frage nach.
2. Kennzeichne Unsicheres ausdrücklich.
3. Liefere zuerst das Ergebnis, danach höchstens zwei Sätze Erläuterung.
4. Halte dich an vorgegebene Längen und Formate.
GRENZEN
Gib keine Rechts-, Steuer- oder medizinische Beratung. Mache keine verbindlichen Zusagen im Namen des Betriebs.
Bitte darum, keine Personendaten einzugeben, und weise darauf hin, wenn dennoch welche auftauchen.
BEI UNKLARHEIT
Stelle höchstens drei gezielte Rückfragen, bevor du schreibst.Kürzen Sie, was Sie nicht brauchen. Jede Regel soll eine Wirkung haben, die Sie testen können.
Worauf Sie achten müssen
- Keine Geheimnisse: Schreiben Sie keine Passwörter, Kundendaten oder Betriebsgeheimnisse hinein. Der Text kann sichtbar werden, siehe Geheimnisse im Systemprompt vermeiden.
- Keine Sicherheitsgarantie: Der Assistent hält sich meist, aber nicht immer an die Regeln. Wichtige Vorgaben prüfen Sie im Ergebnis. Siehe Systemprompt: keine Sicherheitsgarantie.
- Widersprüche: Wenn «kurz» und «ausführlich» beide drinstehen, entscheidet die KI zufällig. Siehe Anweisungskonflikte.
- Wissensgrenzen: Der Assistent kennt Ihren Betrieb nur, wenn Sie ihm Informationen geben, siehe Wissensgrenzen im Systemprompt.
- Pflege: Regeln veralten. Überprüfen Sie den Text mindestens einmal pro Quartal, siehe Systemprompt pflegen.
- Verantwortung: Die Verantwortung für Ergebnisse bleibt bei Ihnen. Lassen Sie wichtige Texte gegenlesen.
| Baustein | Wirkung | Beispiel |
|---|---|---|
| Rolle | gibt Kontext | «Assistent für ein Sekretariat» |
| Zielgruppe und Ton | steuert Stil | «Kundschaft, freundlich, Sie-Form» |
| Arbeitsregeln | verhindert häufige Fehler | «Erfinde nichts» |
| Grenzen | schützt vor Überschreitungen | «keine Rechtsberatung» |
| Rückfragen | verbessert Qualität | «höchstens drei Fragen» |
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Die Büroleiterin einer Physiotherapiepraxis in Rapperswil richtet einen Assistenten für Terminmails ein.
Vorher: Jede Mitarbeiterin schreibt eigene Wünsche in den Chat. Die Mails klingen mal locker, mal steif, und einmal erfindet die KI eine Öffnungszeit.
Nachher: Sie schreibt mit der Vorlage fünf Regeln, darunter «erfinde keine Öffnungszeiten, nutze [Platzhalter]» und «Sie-Form». Mit drei Testfragen prüft sie den Assistenten: eine Standardanfrage, eine mit fehlenden Angaben und eine mit der Bitte um eine Zusage zum Preis. Zwei Regeln schärft sie nach. Danach klingen die Mails einheitlich, und Platzhalter erinnern an fehlende Angaben.
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Häufige Fragen
Wie lang darf ein Systemprompt sein?
Die Länge ist je nach Dienst begrenzt. Kürzer ist meist besser: Wenige klare Regeln werden zuverlässiger befolgt als lange Listen.
Muss ich Englisch schreiben?
Nein. Deutsche Anweisungen funktionieren gut. Siehe Prompts auf Deutsch oder Englisch.
Gilt der Systemprompt für alle Chats?
Das hängt davon ab, wo Sie ihn eintragen. Bei eigenen Assistenten oder Projekten gilt er für diese, bei der persönlichen Einstellung für Ihre Gespräche allgemein.
Wie erkenne ich, ob er wirkt?
Mit Testfragen. Stellen Sie Fragen, bei denen die Regel greifen müsste, und prüfen Sie die Antwort.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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