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Prompt-Akademie · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Rechercheergebnisse mit KI übersichtlich dokumentieren

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Fassen Sie Ihre Recherche in einem festen Raster zusammen: Frage, Quellen mit Datum, Erkenntnisse, offene Fragen und nächste Schritte. Eine KI kann Ihre Notizen in dieses Raster bringen, die Fundstellen müssen Sie aber selbst kontrollieren.

Das Problem

Sie haben einen Nachmittag lang recherchiert: Seiten gelesen, Notizen gemacht, mit der KI gechattet. Eine Woche später fragt eine Kollegin, woher die Zahl im Bericht stammt, und Sie wissen es nicht mehr genau. Die Notizen liegen verstreut in Chatverläufen, Browser-Tabs und auf Zetteln.

Eine Recherche, die sich nicht nachvollziehen lässt, ist wenig wert. Niemand kann sie überprüfen, erweitern oder an eine Vertretung übergeben. Bei Ferien, Krankheit oder Stellenwechsel geht Wissen verloren.

KI kann Ihnen die Schreibarbeit abnehmen. Sie bringt lose Notizen in eine einheitliche Form und markiert Lücken. Was in der Dokumentation steht, bleibt aber Ihre Verantwortung, und Quellen und Zahlen kontrollieren Sie selbst.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Legen Sie das Raster fest. Entscheiden Sie, welche Felder jede Recherche enthält: Fragestellung, Datum, Quellen, Erkenntnisse, offene Fragen, nächste Schritte. Ein festes Raster macht alle Dokumentationen im Team vergleichbar.
  1. Sammeln Sie die Rohdaten. Kopieren Sie Ihre Notizen und die relevanten Textstellen in ein Dokument. Notieren Sie bei jeder Stelle die Adresse der Seite, den Herausgeber und das Veröffentlichungsdatum, soweit erkennbar.
  1. Entfernen Sie Vertrauliches. Streichen Sie Namen von Kundschaft, interne Zahlen und Personendaten, bevor Sie etwas in einen öffentlichen KI-Dienst einfügen. Ersetzen Sie diese durch neutrale Bezeichnungen wie «Kunde A».
  1. Lassen Sie die KI ordnen. Fügen Sie die Notizen und das Raster in den Chat ein. Die KI soll die Angaben nur einsortieren, nichts hinzufügen und fehlende Felder als «nicht angegeben» kennzeichnen.
  1. Trennen Sie Beleg und Vermutung. Verlangen Sie, dass Erkenntnisse nach «durch Quelle belegt» und «eigene Schlussfolgerung oder Vermutung» getrennt stehen. Das verhindert, dass später aus einer Annahme eine «Tatsache» wird.
  1. Kontrollieren Sie Quellen und Zahlen. Vergleichen Sie jede Fundstelle in der Dokumentation mit Ihren Originalnotizen. Prüfen Sie stichprobenartig, ob die Adresse stimmt und die Aussage dort steht. Mehr dazu unter KI-Recherche mit Quellen prüfen.
  1. Halten Sie die offenen Fragen fest. Notieren Sie, was Sie nicht klären konnten, und wen Sie dazu fragen könnten. Das ist oft der wertvollste Teil für Ihre Nachfolge.
  1. Speichern und benennen Sie die Datei sinnvoll. Verwenden Sie einen Namen wie «Recherche_Thema_2026-10-10» und legen Sie sie am vereinbarten Ort ab. Tragen Sie das Prüfdatum ein, damit später klar ist, wie alt der Stand ist.

Vorlage zum Kopieren

Bring meine Recherchenotizen in ein einheitliches Raster.
Thema und Fragestellung: [Frage in einem Satz].
Datum der Recherche: [Datum]. Verfasst von: [Name/Kürzel].

Meine Notizen und Textauszüge:
[Notizen einfügen, ohne vertrauliche Angaben]

Erstelle diese Abschnitte:
1. Fragestellung und Ergebnis in höchstens 5 Sätzen.
2. Quellenliste als Tabelle: Quelle, Herausgeber, Datum, wofür genutzt.
3. Erkenntnisse, getrennt nach «belegt» und «Vermutung».
4. Widersprüche zwischen Quellen, falls vorhanden.
5. Offene Fragen und wer sie klären könnte.
6. Nächste Schritte mit Verantwortlichen: [Namen].
Füge nichts hinzu, was nicht in meinen Notizen steht.
Fehlt eine Angabe, schreibe «nicht angegeben».

Passen Sie die Abschnitte an Ihren Betrieb an; ein kleines Team kommt oft mit vier Abschnitten aus.

Was gehört in eine Quellenliste?

FeldBeispielWozu es dient
QuelleTitel und Adresse der SeiteWiederfinden
HerausgeberBehörde, Hersteller, VerbandVerlässlichkeit einschätzen
DatumVeröffentlichung oder StandAktualität beurteilen
Genutzt fürFrist, Preis, FunktionBezug zur Erkenntnis
Geprüft amIhr PrüfdatumZeigen, wann kontrolliert wurde

Wenn Quellen sich widersprechen, ergänzen Sie den Abschnitt mit den Methoden aus Widersprüchliche Quellen mit KI gegenüberstellen.

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Ergänzungen durch die KI: Sie ordnet Ihr Material, soll es aber nicht anreichern. Wenn eine Quelle oder Zahl auftaucht, die nicht aus Ihren Notizen stammt, streichen Sie sie.
  • Datenschutz im Blick behalten: Recherchenotizen enthalten manchmal Namen und interne Angaben. Anonymisieren Sie oder nutzen Sie einen Dienst, den Ihr Betrieb für solche Inhalte freigegeben hat.
  • Links können verschwinden: Seiten ändern sich oder werden gelöscht. Speichern Sie bei wichtigen Quellen zusätzlich den relevanten Auszug oder ein PDF und notieren Sie das Abrufdatum.
  • Chatverlauf ist keine Dokumentation: Verlassen Sie sich nicht darauf, dass der Verlauf im KI-Dienst erhalten bleibt. Kopieren Sie das Ergebnis in Ihr eigenes Dokument.
  • Verantwortung bleibt bei Ihnen: Wer die Dokumentation unterschreibt oder weitergibt, steht für den Inhalt ein. Das gilt besonders bei rechtlichen oder finanziellen Entscheidungen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein erfundenes Beispiel: Frau Müller leitet das Sekretariat einer kleinen Treuhandfirma in Baden. Sie hat verschiedene Anbieter für eine Dokumentenablage verglichen. Vorher bestand ihre Recherche aus einem langen Chatverlauf und fünf Browser-Tabs. Als der Chef eine Woche später nach der Begründung für ihre Empfehlung fragte, musste sie alles neu suchen.

Diesmal sammelt sie ihre Notizen in einem Dokument, ersetzt interne Angaben durch neutrale Bezeichnungen und nutzt die Vorlage. Die KI liefert ein Raster mit Quellenliste, getrennten Erkenntnissen und drei offenen Fragen, zum Beispiel zur Speicherung der Daten. Frau Müller prüft jede Quelle und streicht eine Zahl, die in ihren Notizen nicht vorkam.

Nachher hat sie ein zweiseitiges Dokument mit Prüfdatum. Der Chef sieht sofort, was belegt ist und was noch geklärt werden muss, und die Vertretung kann während der Ferien weiterarbeiten.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer Recherche und Dokumentation im Büroalltag mit KI verbessern möchte, findet bei absofort unter KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben Kurse zu Bürokommunikation und weiteren Arbeitsaufgaben. Sie üben an praktischen Aufgaben, mit Praxisaufgaben und einem KI-Lerncoach, und schliessen mit einem verifizierbaren Abschluss ab.

Wenn Ihre Notizen aus Sitzungen stammen, hilft Offene Fragen aus einem Protokoll sammeln. Zur Trennung von Tatsache und Annahme passt Fakten und Annahmen trennen.

Häufige Fragen

Wie lang darf eine Recherche-Dokumentation sein?

So kurz wie möglich und so lang wie nötig. Für die meisten Fragen reichen ein bis zwei Seiten mit Ergebnis, Quellenliste und offenen Fragen. Längere Unterlagen legen Sie als Anhang bei.

Kann die KI die Quellenliste automatisch erstellen?

Sie kann Ihre Angaben in eine Tabelle bringen. Sie sollte keine Quellen selbst hinzufügen, denn dabei erfindet sie leicht Titel oder Adressen. Tragen Sie Quellen aus Ihren Notizen ein und kontrollieren Sie die Links.

Brauche ich das auch für kleine Recherchen?

Nicht immer. Sobald andere sich auf Ihr Ergebnis stützen oder die Frage später wieder auftaucht, lohnt sich ein kurzer Eintrag mit Quelle, Datum und Ergebnis. Zwei Minuten Aufwand sparen später oft eine Stunde Suchen.

Wo bewahre ich die Dokumentation auf?

Dort, wo Ihr Team auch sonst Unterlagen ablegt, zum Beispiel im gemeinsamen Ordner. Vereinbaren Sie einen einheitlichen Ort und Dateinamen, damit alle die Recherche wiederfinden.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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