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Prompt-Akademie · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Zusatzarbeiten anbieten: Nachtrag mit KI formulieren

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Nachtrag ergänzt ein bestehendes Angebot um zusätzliche Arbeiten. Er nennt, was sich geändert hat, warum es Mehraufwand gibt, was es kostet und was sich beim Termin ändert, und bittet vor der Ausführung um Zustimmung. Eine KI hilft beim Formulieren, die Fakten und Preise setzen Sie selbst ein.

Das Problem

Mitten in der Arbeit zeigt sich, dass mehr nötig ist als geplant: Hinter der alten Wand liegt ein Schaden, der Untergrund ist schlechter als angenommen, die Kundin wünscht eine Änderung. Sie müssen zusätzliche Arbeiten ausführen, die nicht in der Offerte stehen. Wie sagen Sie das, ohne dass sich die Kundin überrumpelt fühlt?

Viele Betriebe erledigen solche Zusatzarbeiten stillschweigend und schreiben sie am Ende auf die Rechnung. Das führt zu Streit: Die Kundin fühlt sich übergangen, und Sie bleiben auf einem Teil der Kosten sitzen, wenn sie sich weigert zu zahlen.

Ein schriftlicher Nachtrag vor der Ausführung ist der saubere Weg. Er schafft Klarheit, belegt die Zustimmung und schützt beide Seiten. Eine KI hilft, ihn sachlich und verständlich zu formulieren.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Sachverhalt klären: Schreiben Sie auf, was sich geändert hat und warum. Was war geplant, was zeigt sich jetzt? Wenn möglich, halten Sie es mit Foto und Datum fest. Verwenden Sie Fotos nur ohne erkennbare Personen.
  2. Zusatzleistung beschreiben: Was genau soll zusätzlich geschehen? In welchem Umfang? Mit welchem Material?
  3. Aufwand und Preis berechnen: Rechnen Sie Zeit, Material und Nebenkosten selbst nach, oder nennen Sie eine Preisspanne, falls der Aufwand noch unklar ist. Kennzeichnen Sie Richtwerte ausdrücklich als solche.
  4. Auswirkungen nennen: Ändert sich der Termin? Gibt es Folgen für andere Arbeiten?
  5. Entscheidung erbitten: Was soll die Kundin tun und bis wann? Zum Beispiel «Bitte bestätigen Sie schriftlich bis Dienstag». Ohne Zustimmung beginnen Sie nicht.
  6. Entwurf mit KI erstellen: Nutzen Sie die Vorlage unten. Geben Sie Sachverhalt, Leistung und Preis in Stichworten, ohne Kundennamen.
  7. Prüfen: Stimmen Preis, Bezug zur Ursprungsofferte und Termine? Ist der Ton freundlich und sachlich, ohne Vorwürfe?
  8. Versenden und Zustimmung festhalten: Senden Sie den Nachtrag schriftlich und bewahren Sie die Bestätigung bei den Auftragsunterlagen auf.

Aufbau eines Nachtrags

TeilInhalt
BezugZu welcher Offerte oder welchem Auftrag gehört der Nachtrag (Nummer, Datum)?
AnlassWas hat sich gezeigt oder geändert?
ZusatzleistungBeschreibung der zusätzlichen Arbeit
KostenPreis oder Preisspanne, Rechenbasis, Hinweis auf Steuer
TerminAuswirkungen auf Ausführung und Fertigstellung
EntscheidungBitte um schriftliche Bestätigung bis zu einem Datum
Folgen ohne ZustimmungWas geschieht, wenn die Arbeit nicht ausgeführt wird

Eine Hilfe zur Abgrenzung von Anfang an bietet Offerten klar abgrenzen.

Vorlage zum Kopieren

Schreibe ein Nachtragsangebot als kurzen, freundlichen und sachlichen Brief (höchstens 200 Wörter), Anrede «Sie».
Bezug: Offerte [Nummer] vom [Datum] für [Auftrag, z. B. Badsanierung].
Anlass: [Was hat sich gezeigt, z. B. beim Entfernen der Wandplatten zeigte sich Feuchtigkeit in der Wand].
Zusätzliche Leistung: [Beschreibung].
Kosten: [Betrag oder Richtwert in CHF, inkl./exkl. MWST] (Grundlage: [z. B. Aufwand nach Stunden]).
Terminfolgen: [z. B. Verzögerung um zwei Arbeitstage].
Bitte um: schriftliche Bestätigung bis [Datum], bevor wir die Arbeit ausführen.
Erkläre den Anlass verständlich und ohne Schuldzuweisung. Erfinde keine Zahlen oder Fakten und setze [klären], wo Angaben fehlen.

Setzen Sie Ihre Angaben ein und prüfen Sie Preise und Termine sorgfältig.

Worauf Sie achten müssen

  • Zustimmung vor Ausführung: Ohne Bestätigung riskieren Sie, dass die Kosten nicht anerkannt werden. Bei Gefahr im Verzug sprechen Sie zuerst mit der Kundin und halten es schriftlich fest.
  • Rechtliche Lage: Wie Zusatzarbeiten und Preisänderungen rechtlich zu behandeln sind, hängt von Vertrag und Branche ab, etwa bei Bauarbeiten von Normen. Holen Sie im Zweifel fachlichen Rat ein.
  • Verständlichkeit: Die Kundin muss verstehen, warum zusätzliche Kosten entstehen. Vermeiden Sie Fachsprache.
  • Datenschutz: Fotos und Angaben zur Wohnung oder Firma der Kundin gehören nicht in KI-Programme, die nicht freigegeben sind.
  • Keine nachträglichen Erfindungen: Beschreiben Sie nur, was tatsächlich der Fall ist. Die KI darf keine Gründe erfinden.

Nachträge als Gewohnheit

Betriebe, die Nachträge systematisch einsetzen, gewinnen Vertrauen. Kundinnen wissen, dass sie nie überrascht werden, und Sie sind bei Streit besser abgesichert. Machen Sie es zur festen Regel: Sobald sich Mehraufwand abzeichnet, meldet die ausführende Person ihn dem Büro, und das Büro erstellt innert ein bis zwei Tagen den Nachtrag. Eine Vorlage mit Platzhaltern spart dabei Zeit.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein Sanitärbetrieb in Zofingen saniert ein Bad. Vorher stösst der Monteur auf einen undichten Anschluss hinter der Wand, repariert ihn gleich und schreibt den Aufwand am Ende auf die Rechnung. Die Kundin ist verärgert, weil sie nichts davon wusste.

Nachher meldet der Monteur den Fund am selben Tag dem Büro, macht ein Foto ohne Personen und notiert den Aufwand. Die Büroleiterin lässt mit der Vorlage einen Nachtrag mit Foto-Hinweis, Preis und Termin formulieren und schickt ihn per Mail. Die Kundin bestätigt am nächsten Morgen, und die Arbeit geht weiter.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer KI im Büroalltag für Offerten, Nachträge und Kundenkorrespondenz sicher einsetzen möchte, findet bei absofort die Kurse KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben. Beschrieben sind unter anderem Bürokommunikation, Vertrieb und Kundenservice sowie Claude mit Qualitätsprüfung und Einsatzregeln, mit Praxisaufgaben, KI-Lerncoach und verifizierbarem Abschluss.

Häufige Fragen

Muss ich den Nachtrag immer schriftlich machen?

Schriftlich ist sicherer, weil Sie die Zustimmung belegen können. Eine E-Mail genügt in vielen Fällen, sofern die Kundin ausdrücklich antwortet. Bei grösseren Beträgen empfiehlt sich eine unterschriebene Bestätigung.

Was, wenn der Aufwand noch unklar ist?

Nennen Sie einen Richtwert oder eine Preisspanne und vereinbaren Sie, dass die genaue Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand erfolgt, mit Meldung bei Überschreitung.

Soll ich die Arbeit sofort ausführen, wenn es dringend ist?

Bei Dringlichkeit sprechen Sie zuerst mit der Kundin und halten Zustimmung und Umfang unmittelbar schriftlich fest.

Wie begründe ich Mehrkosten ohne Streit?

Mit Fakten: Was zeigte sich, was ist nötig, was kostet es. Fotos, Messwerte und ein ruhiger Ton helfen mehr als Rechtfertigungen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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