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Was ist Perplexity und wie funktioniert die KI-Suche?
Kurz gesagt
Perplexity ist eine sogenannte Antwortmaschine: Sie stellen eine Frage, der Dienst sucht im Internet und schreibt daraus eine zusammenhängende Antwort mit nummerierten Quellenangaben. Anders als bei Google erhalten Sie keine Linkliste, sondern einen fertigen Text. Die Quellen machen die Antwort überprüfbar – lesen müssen Sie sie aber selbst.
Das Problem
Sie suchen bei Google nach den Öffnungszeiten der Steuerverwaltung, nach Regeln für Lehrlingsferien oder nach einem Lieferanten für Bio-Kaffee. Zurück kommt eine Liste mit Links, Werbung und Seiten, die nur halb passen. Also klicken Sie fünf Seiten an und setzen die Antwort selbst zusammen.
Immer öfter hören Sie nun von Perplexity. Kollegen sagen, das sei «Google mit KI» oder «ChatGPT mit Quellen». Aber was ist es wirklich? Und kann man den Antworten trauen?
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
Am besten verstehen Sie Perplexity, indem Sie es einmal selbst ausprobieren. So gehen Sie vor:
- Seite öffnen. Geben Sie im Browser perplexity.ai ein. Es gibt auch Apps für Smartphone und Computer. Für erste Versuche brauchen Sie meist kein Konto.
- Eine echte Frage stellen. Tippen Sie eine vollständige Frage ins Suchfeld, etwa: «Welche Kantone in der Deutschschweiz haben im Oktober Herbstferien?» Ganze Sätze funktionieren besser als einzelne Stichworte.
- Den Ablauf beobachten. Perplexity zeigt kurz an, welche Suchanfragen es im Hintergrund stellt und welche Seiten es liest. Danach erscheint eine Antwort in ganzen Sätzen.
- Quellen anschauen. Hinter vielen Sätzen stehen kleine Nummern. Sie verweisen auf die Quellen, die oben oder seitlich als Karten aufgelistet sind. Fahren Sie mit der Maus darüber oder klicken Sie darauf.
- Nachfragen. Unter der Antwort können Sie weiterfragen, zum Beispiel: «Und wie ist es im Kanton Bern?» Perplexity behält den Zusammenhang des Gesprächs.
- Eine Quelle selbst öffnen. Wählen Sie die wichtigste Aussage aus und öffnen Sie die zugehörige Quelle. Steht dort wirklich, was die Antwort behauptet? Wie das geht, beschreibt Perplexity-Quellen prüfen.
- Entscheiden, ob es passt. Für Fragen mit aktuellen, öffentlichen Informationen ist Perplexity stark. Für das Schreiben langer Texte gibt es geeignetere Werkzeuge.
So unterscheidet sich Perplexity
| Klassische Suchmaschine | Perplexity | Chatbot ohne Websuche | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis | Liste mit Links | Antworttext mit Quellen | Antworttext ohne Quellen |
| Aktualität | aktuell | aktuell, da Websuche | nur Wissensstand des Trainings |
| Nachprüfbarkeit | Sie lesen selbst | über Quellenverweise | schwierig |
| Gefahr | Zeitaufwand | falsche Zusammenfassung einer Quelle | erfundene Fakten |
Wichtig für das Verständnis: Perplexity nutzt Sprachmodelle – also KI-Programme, die Texte aus gelernten Mustern bilden – und kombiniert sie mit einer Websuche. Das Verfahren heisst in der Fachsprache «Retrieval», also das gezielte Heranholen passender Dokumente vor dem Schreiben der Antwort.
Vorlage zum Kopieren
Mit diesem Auftrag erhalten Sie in Perplexity besonders gut überprüfbare Antworten.
Frage: [Ihre Frage in einem ganzen Satz]
Bezug: Schweiz, Kanton [Name], Stand [Monat Jahr].
Bitte bevorzuge offizielle Quellen wie Websites von Bund, Kanton,
Gemeinde oder Verbänden.
Antworte in höchstens [Anzahl] Sätzen in einfacher Sprache.
Kennzeichne, wenn sich Quellen widersprechen oder wenn du keine
verlässliche Quelle gefunden hast.Passen Sie Kanton, Zeitraum und Länge an; der Hinweis auf offizielle Quellen hilft, Werbeseiten und Foren nach hinten zu schieben.
Worauf Sie achten müssen
- Quellen können falsch wiedergegeben werden. Auch wenn eine Nummer hinter dem Satz steht, kann die KI die Quelle falsch verstanden oder ungenau zusammengefasst haben. Wie KI Quellenangaben erfinden oder verdrehen kann, zeigt Erfundene Quellen erkennen.
- Schweizer Besonderheiten. Viele Treffer stammen aus Deutschland. Regeln zu Arbeitsrecht, Steuern oder Schulen sind dort anders. Nennen Sie deshalb ausdrücklich «Schweiz» und den Kanton.
- Persönliche Daten. Geben Sie keine Namen, Adressen oder Kundendaten ein. Was mit Eingaben geschieht, erklärt die Seite Perplexity und Datenschutz.
- Kostenlos mit Grenzen. Die Gratisversion hat Einschränkungen, etwa bei der Zahl gründlicher Suchen. Für mehr gibt es ein kostenpflichtiges Abo (Stand Oktober 2026).
- Keine Fachberatung. Bei Recht, Gesundheit und Finanzen ersetzt Perplexity keine Fachperson.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Ein kleines Reisebüro in Chur möchte einer Kundin erklären, welche Einreisebestimmungen für eine Reise nach Grossbritannien gelten.
Vorher: Die Mitarbeiterin suchte bei Google, landete auf mehreren Reiseblogs mit widersprüchlichen Angaben und war unsicher, was aktuell gilt.
Nachher: Sie fragt Perplexity mit der Vorlage oben und bittet um offizielle Quellen. Die Antwort nennt die Website der britischen Regierung und die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten. Sie öffnet beide Seiten, prüft die entscheidende Regel im Original und gibt der Kundin die beiden offiziellen Links mit.
So hilft Ihnen Alpasana
Perplexity, ChatGPT, Copilot – wer KI im Alltag nutzt, braucht vor allem ein gutes Gespür dafür, welchem Werkzeug man was anvertrauen kann. Die KI-Weiterbildung mit verifizierbarem Lernnachweis von absofort bietet dafür Foundation-Angebote ohne Vorkenntnisse sowie weiterführende Niveaus.
Sie lernen online im eigenen Tempo, üben mit Praxisaufgaben und Quizzen und erhalten am Ende ein Zertifikat mit eindeutiger ID, das andere öffentlich überprüfen können.
Häufige Fragen
Wer steht hinter Perplexity?
Perplexity wird von einem US-amerikanischen Unternehmen mit Sitz in San Francisco betrieben, das 2022 gegründet wurde. Für die Antworten nutzt der Dienst je nach Abo verschiedene Sprachmodelle, eigene und solche von anderen Anbietern. Welche genau, ändert sich laufend.
Ist Perplexity besser als Google?
Es ist anders. Perplexity spart Zeit, wenn Sie eine zusammengefasste Antwort mit Belegen möchten. Google ist oft besser, wenn Sie eine bestimmte Website, ein Geschäft in Ihrer Nähe oder eine Telefonnummer suchen.
Kann ich Perplexity auch Dokumente geben?
Ja, Sie können Dateien hochladen und Fragen dazu stellen; in der Gratisversion ist das eingeschränkt. Laden Sie dabei nur Dokumente hoch, die keine vertraulichen oder persönlichen Daten enthalten.
Muss ich ein Konto erstellen?
Für einzelne Fragen geht es meist ohne. Ein Konto brauchen Sie, wenn Sie Verläufe speichern, mehr Funktionen nutzen oder ein Abo abschliessen möchten.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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