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Modell-Atlas · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Welche Audio-KI erkennt Namen und Fachbegriffe?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Spracherkennung macht bei Eigennamen, Fachbegriffen und Abkürzungen besonders häufig Fehler, weil diese selten in den Trainingsdaten vorkommen. Welches Programm am besten abschneidet, lässt sich nur mit Ihren eigenen Aufnahmen prüfen. Wortlisten, deutliches Sprechen und nachträgliche Kontrolle verbessern das Ergebnis deutlich.

Das Problem

Im Transkript Ihrer Besprechung steht «Herr Bruno» statt «Herr Brunner», aus der «Kreisfeuerwehr» wird eine «Kreis-Feuer-Wehr», und der Fachbegriff «Betonierarbeiten» erscheint als «Bethoniere Arbeiten». Solche Fehler sind ärgerlich, weil sie den Sinn verändern können und Namen oder Fachwörter oft gerade die wichtigsten Stellen sind.

Spracherkennung funktioniert gut mit Alltagswörtern, die in den Trainingsdaten häufig vorkommen. Eigennamen, Produkte, Abkürzungen und Fachbegriffe sind selten und werden daher eher verwechselt.

Welches Programm damit am besten umgeht, hängt von Ihrem Wortschatz ab. Mit einem eigenen Test und ein paar Kniffen verbessern Sie das Ergebnis spürbar.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Wortschatz sammeln: Notieren Sie 20 bis 50 Wörter, die in Ihren Aufnahmen häufig vorkommen: Namen von Personen und Firmen, Orte, Produkte, Fachbegriffe, Abkürzungen.
  2. Testaufnahme vorbereiten: Nehmen Sie, mit Einverständnis der Beteiligten, einen kurzen Text auf, in dem diese Wörter mehrmals vorkommen. Sprechen Sie natürlich, nicht überdeutlich.
  3. Programme vergleichen: Lassen Sie dieselbe Aufnahme von zwei bis drei Programmen transkribieren. Einen Überblick über die Möglichkeiten bietet Wie funktioniert deutsche Transkription mit KI?.
  4. Treffer zählen: Prüfen Sie, wie viele Ihrer Wörter richtig erkannt wurden. Notieren Sie typische Fehler.
  5. Wortliste nutzen: Manche Dienste erlauben, eigene Wörter vorzugeben («Custom Vocabulary» oder ähnlich). Prüfen Sie, ob Ihr Programm das kann, und tragen Sie Ihre Liste ein.
  6. Nachträglich korrigieren lassen: Wenn keine Wortliste möglich ist, lassen Sie das Transkript von einem Sprachmodell mit Ihrer Wortliste durchsehen. Verwenden Sie die Vorlage unten und prüfen Sie die Änderungen.
  7. Aufnahme verbessern: Gute Mikrofone, ruhiger Raum und klare Aussprache helfen. Namen können Sie bei Bedarf einmal buchstabieren.
  8. Immer gegenlesen: Namen, Zahlen und Fachbegriffe prüfen Sie im Transkript selbst, bevor Sie es weitergeben.

Mit Fehlern umgehen

FehlerartBeispielWas hilft
Eigenname verfälscht«Brunner» wird «Bruno»Wortliste, Namen am Anfang buchstabieren
Fachbegriff zerlegt«Betonierarbeiten» wird «Bethoniere Arbeiten»Wortliste, nachträgliche Korrektur
Abkürzung falsch«KMU» wird «Kamu»Abkürzungsliste, ausgeschrieben sprechen
Zahl verwechselt«13» und «30»Bei wichtigen Zahlen Wiederholung im Gespräch
Fremdwort verfälschtEnglische Begriffe in deutschem SatzWortliste, Sprache einstellen

Wie Hintergrundgeräusche die Erkennung beeinflussen, steht unter Audio-KI und Hintergrundgeräusche.

Vorlage zum Kopieren

Mit diesem Auftrag lassen Sie ein Transkript anhand Ihrer Wortliste prüfen. Fügen Sie nur Texte ein, die Sie verwenden dürfen.

Unten steht ein Transkript einer Besprechung in einem [Branche, z. B. Bauunternehmen] in der Schweiz.
Wichtige Namen und Fachbegriffe, die korrekt sein müssen: [Liste, z. B. Brunner, Zofingen, Betonierarbeiten, SUVA, Offerte].
Aufgabe: Suche im Transkript Stellen, die vermutlich falsch erkannte Wörter aus dieser Liste enthalten, und schlage Korrekturen vor.
Gib das Ergebnis als Tabelle aus: Stelle im Transkript, ursprünglicher Wortlaut, Vorschlag, Sicherheit (hoch, mittel, niedrig).
Ändere den Text nicht selbst und erfinde keine zusätzlichen Namen.
[Transkript einfügen]

Übernehmen Sie nur Vorschläge, die Sie im Zusammenhang prüfen können.

Worauf Sie achten müssen

  • Erfundene Korrekturen: Auch bei der nachträglichen Prüfung kann eine KI falsche Vorschläge machen. Gleichen Sie sie mit der Aufnahme ab.
  • Datenschutz: Namen und Gesprächsinhalte sind schützenswert. Nutzen Sie nur freigegebene Programme und klären Sie, wo die Daten verarbeitet werden.
  • Einwilligung: Aufnahmen von Gesprächen brauchen die Zustimmung der Beteiligten.
  • Keine pauschale Rangliste: Die Erkennungsqualität ändert sich mit Modellen und Updates. Wiederholen Sie Tests gelegentlich.
  • Verantwortung: Wer ein Transkript weitergibt, ist für Fehler mitverantwortlich. Kontrollieren Sie besonders Beschlüsse und Zahlen.

Eine Wortliste pflegen

Legen Sie ein gemeinsames Dokument an, in dem das Team neue Namen, Orte und Begriffe einträgt, sobald sie im Alltag auftauchen. Pro Eintrag genügen die richtige Schreibweise und, wenn nötig, ein Hinweis zur Aussprache. Einmal im Quartal räumt eine Person die Liste auf und überträgt sie in die Einstellungen der Programme. So wächst Ihre Wortliste mit dem Betrieb, und die Transkripte werden von Mal zu Mal genauer. Wer neu im Team ist, kann sich dort ausserdem rasch mit den wichtigsten Begriffen des Betriebs vertraut machen. Achten Sie darauf, dass die Liste keine vertraulichen Angaben enthält, die nicht jeder sehen soll.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Assistentin in einer Anwaltskanzlei in Zug lässt Telefonnotizen transkribieren. Vorher sind Namen von Gegenparteien und juristische Begriffe oft falsch geschrieben, und sie muss viel korrigieren.

Nachher hat sie eine Liste von 40 häufigen Namen und Begriffen angelegt und in dem Dienst hinterlegt, der das erlaubt. Zusätzlich prüft sie jedes Transkript mit der Liste auf Verdächtiges. Die Fehlerzahl sinkt deutlich, aber Namen und Zahlen kontrolliert sie weiterhin einzeln.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer Aufnahmen und Transkripte im Büroalltag sorgfältig nutzen möchte, findet bei absofort die Kurse KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben. Beschrieben sind unter anderem Bürokommunikation mit Meetings, mehrsprachige Kommunikation sowie Podcast- und Voiceover-Vorbereitung, mit Praxisaufgaben, KI-Lerncoach und verifizierbarem Abschluss.

Ein Vergleich einzelner Transkriptionsdienste ist nicht Teil der Beschreibung.

Häufige Fragen

Gibt es Programme, die Fachbegriffe sicher erkennen?

Keines erkennt alles sicher. Programme mit Wortlisten schneiden bei Ihren eigenen Begriffen oft besser ab. Prüfen Sie es an Ihren Aufnahmen.

Muss ich die Wortliste für jedes Gespräch neu eingeben?

Bei vielen Diensten lässt sie sich speichern. Pflegen Sie sie regelmässig, wenn neue Namen oder Produkte dazukommen.

Hilft langsames Sprechen?

Ja, ebenso gute Aufnahmequalität. Übertreiben Sie nicht, denn natürliche, deutliche Sprache funktioniert meist am besten.

Kann KI die Fehler selbst erkennen?

Sie kann Hinweise geben, übersieht aber auch viel. Ein menschlicher Blick auf Namen und Zahlen bleibt nötig.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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