Hochschule & Studium · Fachbücher von Sascha Fiechter
KI an Universitäten in Deutschland finden
Kurz gesagt
Es gibt keine einheitliche Liste, denn jede Universität regelt KI selbst, oft zusätzlich nach Fakultät oder Lehrveranstaltung. Verlässlich sind nur die offiziellen Seiten der Hochschule: Leitlinien, Lehrzentrum, IT-Dienste, Bibliothek und Prüfungsordnung. Mit einer festen Suchroute finden Sie die Angaben in zehn Minuten.
Das Problem
Frau Keller berät eine Nichte, die ein Studium in Deutschland oder Österreich plant, und wird nach «KI an der Universität Hamburg», «KI an der Universität Köln» oder «KI an der Universität Osnabrück» gefragt. Auch Weiterbildungsinteressierte suchen Auskunft zu einer bestimmten Universität: Was ist erlaubt, was wird angeboten, wo steht das?
Die Suche endet oft in Blogartikeln und Übersichten, die veraltet sind oder sich auf eine andere Hochschule beziehen. Das ist nicht überraschend. Universitäten sind in Deutschland und Österreich weitgehend autonom und regeln den Umgang mit KI selbst. Hinzu kommen Unterschiede zwischen Fakultäten und Lehrveranstaltungen, denn eine Dozentin darf in ihrem Seminar oft anders entscheiden als ein Kollege.
Eine einzelne, verlässliche Gesamtübersicht gibt es deshalb nicht. Was es gibt, ist eine Route, mit der Sie die richtigen Quellen zuverlässig finden. Dieser Beitrag führt Sie durch sie und nennt bewusst keine Einzelregeln einzelner Hochschulen, weil sie sich ändern.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Klären Sie die genaue Hochschule. Achten Sie auf Namensgleichheiten. «Nürnberg» kann die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg oder die Technische Hochschule Nürnberg meinen. Universität, Fachhochschule, Technische Hochschule und Pädagogische Hochschule haben je eigene Regeln.
- Öffnen Sie die offizielle Website. Rufen Sie die Adresse direkt auf, nicht über Suchanzeigen oder Drittseiten.
- Suchen Sie nach Leitlinien. Geben Sie in die Suche der Website Begriffe ein wie «Künstliche Intelligenz Leitlinie», «generative KI Handreichung», «ChatGPT Studium», «KI Lehre».
- Besuchen Sie die Stellen, die dazu schreiben. Typisch sind das Zentrum für Hochschuldidaktik oder Lehre, das Rechenzentrum oder die IT-Dienste, die Bibliothek, die Datenschutzstelle und das Prüfungsamt. Dort stehen Regeln, Zugänge und Schulungen.
- Lesen Sie die Prüfungs- oder Studienordnung. Sie legt fest, was als Täuschung gilt und wie Hilfsmittel anzugeben sind. Ergänzend gelten Merkblätter der Fakultät.
- Fragen Sie auf Ebene der Lehrveranstaltung nach. Viele Dozierende legen im Syllabus oder in der ersten Sitzung fest, was erlaubt ist. Halten Sie Antworten schriftlich fest.
- Notieren Sie Quelle und Datum. Hochschulregeln werden angepasst. Speichern Sie die Seite oder den Link mit Abrufdatum.
- Nutzen Sie KI nur als Suchhilfe. Mit der Vorlage unten lassen Sie sich Suchbegriffe und Fragen erstellen. Regeln selbst lesen Sie im Original.

Vorlage zum Kopieren
Ich möchte herausfinden, welche Regeln und Angebote zu künstlicher Intelligenz an der [Name der Hochschule, z. B. Universität Köln] gelten.
Erstelle eine Suchroute mit:
1. zehn Suchbegriffen für die Website der Hochschule (deutsch),
2. der Liste der Stellen, die dazu Auskunft geben könnten (z. B. Hochschuldidaktik, IT-Dienste, Bibliothek, Datenschutz, Prüfungsamt),
3. fünf Fragen, die ich in einer E-Mail an Studiengangleitung oder Dozierende stellen kann.
Nenne keine konkreten Regeln, Paragrafen oder Beschlüsse der Hochschule und erfinde keine Web-Adressen.
Weise darauf hin, dass ich die Angaben auf den offiziellen Seiten selbst prüfen muss.Setzen Sie den genauen Namen der Hochschule ein. Die Liste dient als Suchhilfe, nicht als Auskunft.
Wo steht was?
| Frage | Wahrscheinliche Quelle | Hinweis |
|---|---|---|
| Was ist bei Hausarbeiten erlaubt? | Prüfungsordnung, Merkblatt der Fakultät, Syllabus | Kann je Lehrveranstaltung variieren |
| Welche KI-Zugänge gibt es? | IT-Dienste, Rechenzentrum | Oft nur mit Hochschul-Login |
| Wie wird Datenschutz geregelt? | Datenschutzstelle der Hochschule | Datenschutz-Grundverordnung der EU gilt |
| Gibt es Schulungen? | Hochschuldidaktik, Bibliothek | Oft für Studierende offen |
| Wie ist die Haltung der Hochschule? | Leitlinien, Strategiepapiere | Empfehlung oder Vorschrift prüfen |
Worauf Sie achten müssen
- Deutschland und Österreich unterscheiden sich. In Deutschland sind Hochschulen Ländersache, die Landesgesetze setzen den Rahmen. In Österreich gelten das Universitätsrecht und die Satzungen der Universitäten. In beiden Ländern haben Hochschulen eigenen Spielraum.
- Dachverbände geben Orientierung. Die Hochschulrektorenkonferenz in Deutschland und die Universitätenkonferenz in Österreich äussern sich teils zu Hochschulfragen. Ihre Papiere sind Orientierung und ersetzen die Regeln der einzelnen Hochschule nicht.
- Alte Seiten. Blogs, Foren und Zusammenfassungen sind oft überholt. Prüfen Sie das Datum.
- Datenschutz. Auch in Deutschland und Österreich gilt die Datenschutz-Grundverordnung. Personenbezogene Daten gehören nicht ohne Rechtsgrundlage in öffentliche KI-Dienste.
- Täuschung. Was als Täuschung gilt und welche Folgen drohen, regeln Prüfungsordnungen. Wenn KI-Nutzung verboten oder deklarationspflichtig ist, sollten Sie sich daran halten.
- Schweiz im Vergleich. Wer aus der Schweiz kommt, sollte nicht annehmen, dass dieselben Regeln gelten. Siehe KI-Regeln an Universitäten finden.
- Kein Ersatz für Auskunft. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel gilt die Auskunft der Hochschule.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein fiktives Beispiel: Ein Student aus Zürich plant ein Masterstudium in Deutschland und möchte vorab wissen, wie die gewählte Universität mit KI umgeht. Er findet einen Blogartikel mit einer Liste von Regeln und ist unsicher.
Vorher: Er verlässt sich auf den Blog und geht davon aus, dass KI «überall erlaubt» sei. Nachher: Er öffnet die offizielle Website, sucht nach «Leitlinie generative KI», findet ein Papier der Hochschuldidaktik und die Seite der IT-Dienste mit Zugängen für Studierende. Dort steht auch, dass Fakultäten eigene Merkblätter erlassen. Er schreibt der Studiengangleitung drei Fragen und erhält eine Antwort mit Hinweis auf die Prüfungsordnung. Seine Notizen zu Quellen und Datum bewahrt er für später auf.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn Sie neben der Suche nach Hochschulregeln auch Lernen und Prüfen mit KI einordnen möchten, bieten die Fachbücher von Sascha Fiechter Perspektiven zu Schule, Familie und Beruf. Für verbindliche Vorgaben einzelner Universitäten bleiben deren offizielle Quellen massgeblich.
Häufige Fragen
Gibt es eine Liste mit den KI-Regeln aller deutschen Universitäten?
Eine verlässliche Gesamtliste ist nicht bekannt. Weil jede Universität und oft jede Fakultät eigene Vorgaben hat, ändern sich die Angaben laufend. Nutzen Sie die offizielle Website der jeweiligen Hochschule.
Wo finde ich KI-Angebote wie Schulungen oder Zugänge?
Bei IT-Diensten, Bibliothek und Hochschuldidaktik. Manche Hochschulen bieten Kurse, Beratung oder institutionelle Zugänge. Ob und welche, steht auf den Seiten der Hochschule. Einstieg bietet Darf man ChatGPT im Studium nutzen?.
Gelten dieselben Regeln für alle Studiengänge einer Universität?
Nicht unbedingt. Fakultäten, Institute und Dozierende können Ergänzungen festlegen. Wie Fachkulturen die Regeln prägen, beschreibt KI-Richtlinien und Fachkulturen.
Kann ich mich auf eine KI-Auskunft zu meiner Universität verlassen?
Nein. KI-Assistenten kennen aktuelle Leitlinien nicht sicher und können Regeln erfinden. Verwenden Sie sie höchstens, um Suchbegriffe und Fragen zu sammeln.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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