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Sternenstaub – Glossar · Begriff · KI-Weiterbildung für Unternehmen

Was bedeutet Verschlüsselung bei KI-Diensten?

Stand 10.10.2026 · 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Verschlüsselung macht Daten für Unbefugte unlesbar, solange sie übertragen oder gespeichert werden. Bei KI-Diensten bedeutet das: Ihre Eingaben sind unterwegs geschützt, aber der Anbieter muss sie zum Verarbeiten lesen können. Verschlüsselung ersetzt deshalb nicht die Frage, welche Daten Sie überhaupt eingeben dürfen.

Definition

Verschlüsselung wandelt lesbare Daten mithilfe eines Schlüssels in eine unlesbare Zeichenfolge um. Nur wer den passenden Schlüssel hat, kann die Daten wieder lesbar machen. So bleiben Informationen vertraulich, auch wenn jemand sie abfängt oder einen Datenträger stiehlt.

Man unterscheidet vor allem zwei Arten: Verschlüsselung bei der Übertragung, etwa beim Besuch einer Website über HTTPS, und Verschlüsselung bei der Speicherung, etwa auf einer Festplatte oder in einer Cloud.

Einfach erklärt

Denken Sie an einen Brief im verschlossenen Umschlag. Unterwegs kann ihn der Briefträger nicht lesen, die Empfängerin öffnet ihn zu Hause. Verschlüsselung ist dieser Umschlag.

Bei einem KI-Dienst liegt der Unterschied im Empfänger: Der Dienst selbst muss Ihre Eingabe öffnen und lesen, sonst könnte er nicht darauf antworten. Der Umschlag schützt also vor Mitlesern auf dem Weg, nicht vor dem Anbieter selbst. Was dieser mit Ihren Daten tun darf, regeln seine Bedingungen und ein allfälliger Vertrag.

SchutzartSchützt vorSchützt nicht vor
Verschlüsselte Übertragung (HTTPS)Mitlesen im NetzVerarbeitung beim Anbieter
Verschlüsselte SpeicherungZugriff auf gestohlene Datenträgerfalschen Zugriffsrechten im Betrieb
Ende-zu-Ende-VerschlüsselungMitlesen durch Dienstanbietergilt bei KI-Diensten meist nicht, da sie lesen müssen

Beispiel

Ein Beispiel: Ein Treuhandbüro in St. Gallen nutzt einen KI-Dienst, dessen Anbieter «verschlüsselte Übertragung und Speicherung» zusichert. Die Inhaberin beruhigt sich zunächst. Dann prüft sie, ob Kundendaten dort verarbeitet werden dürfen. Weil der Dienst die Eingaben lesen muss, gibt sie keine Namen und Zahlen von Mandanten ein, sondern verwendet anonymisierte Beispiele.

Nicht verwechseln

Verschlüsselung ist nicht dasselbe wie Anonymisierung: Verschlüsselte Daten lassen sich mit dem Schlüssel wieder entschlüsseln und bleiben Personendaten, anonymisierte Daten nicht. Auch ist sie nicht gleichbedeutend mit Datensicherheit insgesamt, zu der auch Zugriffsrechte, Updates und Datensicherung gehören. Ob und welche Daten an einen Anbieter übermittelt werden dürfen, ist eine Frage des Datenschutzes und gegebenenfalls einer Auftragsverarbeitung. Hinweise zu Cybersicherheit veröffentlicht das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC).

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Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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