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Führung & Team · Erstgespräch und Terminbuchung

Wie gebe ich Feedback? Eine Anleitung in fünf Schritten

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Feedback gelingt in fünf Schritten: Anlass und Ziel klären, konkret beschreiben, was Sie beobachtet haben, die Wirkung nennen, eine Bitte formulieren und gemeinsam vereinbaren, wie es weitergeht. Sprechen Sie zeitnah, im Einzelgespräch und in der Ich-Form. KI hilft bei der Vorbereitung mit erfundenen Beispielen, das Gespräch führen Sie selbst.

Das Problem

«Wie gebe ich Feedback?» fragen sich viele, wenn eine Rückmeldung ansteht, die unangenehm werden könnte. Entweder sagen sie zu wenig und hoffen, dass die andere Person es selbst merkt. Oder sie warten, bis sich der Ärger gestaut hat, und sagen dann zu viel auf einmal.

Beides hilft nicht. Wer zu vage bleibt, wird nicht verstanden. Wer im Ärger spricht, erntet Rechtfertigung oder Rückzug. Dabei ist Feedback schlicht eine Rückmeldung darüber, was bei Ihnen angekommen ist, mit dem Ziel, dass die Zusammenarbeit besser wird.

Mit einem festen Ablauf wird es einfacher. Die fünf Schritte unten eignen sich für Rückmeldungen an Mitarbeitende, Kolleginnen, Kunden oder Klientinnen, und sie lassen sich vorher in Ruhe üben.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Klären Sie Anlass und Ziel. Fragen Sie sich: Was genau ist passiert? Was möchte ich erreichen, eine Änderung, eine Klärung oder eine Anerkennung? Schreiben Sie das Ziel in einem Satz auf. Ist Ihr Ärger noch gross, warten Sie einen Tag.
  1. Beschreiben Sie, was Sie beobachtet haben. Nennen Sie Situation und Verhalten, ohne zu werten: «In der Sitzung am Dienstag haben Sie die Offerte nicht erwähnt.» Vermeiden Sie «immer» und «nie».
  1. Nennen Sie die Wirkung auf sich oder das Team. Sprechen Sie in der Ich-Form: «Ich war unsicher, ob der Kunde die Offerte rechtzeitig bekommt.» Eine Ich-Botschaft beschreibt Ihre Wahrnehmung, statt der anderen Person etwas zu unterstellen.
  1. Formulieren Sie eine konkrete Bitte. Sagen Sie, was Sie sich künftig wünschen, zum Beispiel: «Ich bitte Sie, offene Offerten jeweils am Montag kurz im Team zu nennen.» Eine Bitte lässt Raum für ein Gegenangebot.
  1. Hören Sie zu und vereinbaren Sie das weitere Vorgehen. Fragen Sie: «Wie sehen Sie das?» Halten Sie fest, was ab wann gelten soll, und legen Sie einen kurzen Rückblick fest, etwa nach zwei Wochen.
Ablaufgrafik in 5 Schritten: 1. Klären Sie Anlass und Ziel; 2. Beschreiben Sie, was Sie beobachtet haben; 3. Nennen Sie die Wirkung auf sich oder das Team; 4. Formulieren Sie eine konkrete Bitte; 5. Hören Sie zu und vereinbaren Sie das weitere Vorgehen.
Der Weg im Überblick: Wie gebe ich Feedback? Eine Anleitung in fünf Schritten

Zur Vorbereitung hilft KI auf drei Arten. Sie kann Ihren Entwurf auf Wertungen durchsehen, Alternativen vorschlagen und die Rolle der anderen Person übernehmen, damit Sie Reaktionen üben. Verwenden Sie dafür einen erfundenen oder stark vereinfachten Fall.

SchrittLeitfrageBeispielsatz
Anlass klärenWas will ich erreichen?«Ich möchte, dass Termine verlässlich eingehalten werden.»
BeobachtungWas habe ich gesehen oder gehört?«Der Bericht kam am Dienstag statt am Montag.»
WirkungWas hat das bei mir ausgelöst?«Ich musste dem Kunden eine Verspätung erklären.»
BitteWas wünsche ich mir?«Melden Sie sich bitte einen Tag vorher, wenn es knapp wird.»
VereinbarungWie geht es weiter?«Schauen wir in zwei Wochen, ob es so funktioniert.»

Der richtige Rahmen gehört dazu. Rückmeldungen mit Kritik gehören in ein Einzelgespräch, nicht in die Gruppe oder zwischen Tür und Angel. Lob dürfen Sie dagegen auch öffentlich aussprechen, wenn die Person das mag. Als Orientierung kann zeitnah bedeuten, das Gespräch zu führen, solange beide sich noch gut an die Situation erinnern; der passende Zeitpunkt hängt vom Anlass und den Beteiligten ab.

Wer die Schritte in einem festen Modell sucht, findet sie auch in der WWW-Methode oder im SBI-Feedbackmodell.

Vorlage zum Kopieren

Mit diesem Prompt bereiten Sie ein Feedbackgespräch anhand eines erfundenen oder anonymisierten Falls vor.

Ich bereite ein Feedbackgespräch vor. Der Fall ist erfunden bzw. anonymisiert, es kommen keine Namen vor.
Situation: [kurze Beschreibung, z. B. Bericht wurde zweimal zu spät abgegeben]
Mein Ziel: [z. B. verlässliche Abgabe]
Mein Entwurf: «[meine Sätze]»
1. Markiere in meinem Entwurf Beobachtung, Wertung, Wirkung und Bitte.
2. Schlage eine Fassung in der Ich-Form vor, die sachlich und respektvoll bleibt.
3. Nenne zwei offene Fragen, mit denen ich die Sicht der anderen Person erfahre.
4. Spiele danach die andere Person: [Reaktion, z. B. überrascht, dann gesprächsbereit]. Antworte nur in dieser Rolle, bis ich «Ende» schreibe.

Passen Sie den Platzhalter «Reaktion» an, um verschiedene Verläufe zu üben, etwa «schweigsam» oder «verärgert».

Worauf Sie achten müssen

  • Geben Sie keine Namen, Gesundheitsdaten oder interne Personalangaben in öffentliche KI-Dienste ein. Beschreiben Sie den Fall neutral.
  • KI simuliert nur eine mögliche Reaktion. Echte Menschen reagieren oft anders, auch emotionaler.
  • Feedback ist kein Ersatz für arbeitsrechtliche Schritte. Bei Verwarnungen oder Kündigungen klären Sie das Vorgehen mit der Personalstelle oder einer Fachperson.
  • Schwere Vorfälle wie Belästigung, Bedrohung oder Diskriminierung gehören in einen formellen Prozess, nicht in ein Feedbackgespräch.
  • Prüfen Sie KI-Vorschläge auf Ihren Ton. Ein Satz, der nicht zu Ihnen passt, wirkt unglaubwürdig.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Die Leiterin eines Treuhandbüros in Aarau ärgert sich, dass ein Mitarbeiter Kundentermine kurzfristig verschiebt, ohne das Team zu informieren. Bisher sagte sie nur: «Sie müssen besser kommunizieren.» Der Mitarbeiter verstand nicht, was gemeint war.

Nach der Vorbereitung sagt sie: «Letzten Donnerstag wurde der Termin mit Familie B. am Morgen verschoben, und ich habe es erst am Telefon erfahren. Ich war unvorbereitet. Ich bitte Sie, Verschiebungen sofort im Teamkalender einzutragen. Wie sehen Sie das?» Er erklärt, dass er den Kalender auf dem Handy nicht synchronisiert hatte. Beide einigen sich auf eine einfache Lösung.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie vor einem schwierigen Feedbackgespräch Ihre Gedanken ordnen wollen, lässt sich im unverbindlichen Erstgespräch Ihr Anliegen und ein möglicher nächster Schritt besprechen. Die Einordnung ersetzt weder Ihr Urteil noch das Gespräch mit der betroffenen Person.

Häufige Fragen

Wie gebe ich Feedback an meinen Chef?

Gehen Sie gleich vor, aber fragen Sie zuerst um Erlaubnis: «Darf ich Ihnen eine Rückmeldung zur Sitzung geben?» Beschreiben Sie konkret, nennen Sie die Wirkung auf Ihre Arbeit und formulieren Sie eine Bitte. Mehr dazu auf der Seite Dem Chef Feedback geben.

Wie oft sollte ich Feedback geben?

So oft, wie es einen konkreten Anlass gibt, am besten zeitnah. Rückmeldungen nur einmal im Jahr führen dazu, dass sich Ärger oder verpasstes Lob anstauen. Kurze, regelmässige Rückmeldungen wirken meist entspannter.

Was mache ich, wenn die Person abwehrt?

Bleiben Sie bei Ihrer Beobachtung und hören Sie zu, ohne zu diskutieren. Fragen Sie nach der Sicht der Person und vereinbaren Sie bei Bedarf ein Folgegespräch. Übungen dazu finden Sie unter Abwehr auf Feedback.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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