Führung & Team · Prompt Engineering
Probezeitgespräch: Mit KI Erwartungen und Passung besprechen
Kurz gesagt
Ein gutes Probezeitgespräch ist keine einseitige Bewertung, sondern ein Austausch über Erwartungen, Einarbeitung und Zusammenarbeit. Mit KI können Sie offene Fragen und eine Struktur vorbereiten. Die Beurteilung selbst und rechtliche Schritte klären Sie mit der Personalabteilung.
Das Problem
Die Probezeit dauert in der Schweiz nach Obligationenrecht in der Regel einen Monat, sofern der Vertrag nichts anderes festlegt. Vertraglich kann sie bis auf drei Monate verlängert werden (Art. 335b OR). In dieser Zeit ist das Arbeitsverhältnis besonders leicht kündbar. Darum wird das Probezeitgespräch oft als Prüfung der neuen Person verstanden: Ist sie gut genug?
Dabei geht es auch um die Gegenfrage: Passt die Stelle zur Person, und hat der Betrieb die Einarbeitung gut gemacht? Wer nur Bewertungen vorliest, verpasst wichtige Hinweise, etwa fehlende Informationen, unklare Zuständigkeiten oder Fragen, die sich neue Mitarbeitende nicht zu stellen trauen.
Ein zweiseitiges Gespräch schafft Klarheit für beide Seiten. KI kann die Vorbereitung unterstützen, indem sie Fragen und eine Gliederung liefert. Das Gespräch führen Sie selbst, und die Entscheidung über das Arbeitsverhältnis bleibt bei den zuständigen Personen.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Klären Sie den Zweck. Soll das Gespräch eine Zwischenbilanz sein oder eine Entscheidungsgrundlage? Sagen Sie das der neuen Person vorab, damit sie sich vorbereiten kann.
- Sammeln Sie Beobachtungen. Notieren Sie, was gut läuft, was noch offen ist und welche Erwartungen Sie hatten. Trennen Sie Beobachtung und Bewertung.
- Anonymisieren Sie für die KI. Beschreiben Sie die Rolle und die Einarbeitung allgemein. Bewertungen einzelner Personen gehören nicht in öffentliche KI-Dienste.
- Lassen Sie Fragen sammeln. Bitten Sie um Fragen in vier Bereichen: Einarbeitung («Was hat Ihnen gefehlt?»), Aufgaben («Was ist anders als erwartet?»), Zusammenarbeit («Wie erleben Sie das Team?») und Erwartungen an die Führung.
- Planen Sie die Reihenfolge. Beginnen Sie mit den Erfahrungen der Person, nicht mit Ihrer Beurteilung. So hören Sie zuerst, was ihr wichtig ist.
- Formulieren Sie Ihr Feedback. Lassen Sie sich helfen, Beobachtungen sachlich und konkret zu formulieren, mit Beispielen. Streichen Sie Floskeln.
- Bereiten Sie Vereinbarungen vor. Legen Sie fest, welche Punkte Sie am Ende festhalten möchten, etwa Lernziele, nächste Schritte oder Fragen, die Sie klären müssen.
- Halten Sie das Gespräch fest. Notieren Sie kurz die Ergebnisse und besprechen Sie das Protokoll mit der Person.

| Einseitig | Zweiseitig |
|---|---|
| Beurteilung vorlesen | Erfahrungen der Person zuerst erfragen |
| Nur Leistung | Leistung, Einarbeitung und Zusammenarbeit |
| Ergebnis steht fest | Offen für neue Informationen |
Planen Sie das Gespräch nicht erst am letzten Tag der Probezeit. Wenn Sie nach der Hälfte der Zeit ein Zwischengespräch führen, bleibt beiden Seiten Raum, etwas zu ändern. Neue Mitarbeitende erleben das meist als fair, weil sie nicht erst am Ende erfahren, was nicht gepasst hat. Notieren Sie nach jedem Gespräch ein bis zwei vereinbarte Punkte, auf die Sie beim nächsten Mal zurückkommen.
Vorlage zum Kopieren
Dieser Prompt erstellt eine Fragenliste und Gliederung. Er verlangt keine Namen.
Ich führe ein Probezeitgespräch mit einer neuen Mitarbeiterin im Bereich [Bereich] nach [Anzahl] Wochen.
Rahmen: [Betriebsgrösse, Einarbeitung bisher, Besonderheiten].
Ziel: gegenseitige Erwartungen klären, nicht nur beurteilen.
1. Gliedere das Gespräch in fünf Abschnitte mit Zeitangaben für [Dauer] Minuten.
2. Schreibe pro Abschnitt zwei bis drei offene Fragen an die Mitarbeiterin.
3. Schlage drei Formulierungen vor, wie ich konkrete Beobachtungen mitteile.
4. Nenne zwei Fragen, die ich mir selbst zur Einarbeitung stellen sollte.
Gib keine Einschätzung zur Person ab und beurteile nicht, ob die Probezeit bestanden ist.Ergänzen Sie, wenn nötig, die Abschnitte Ihres betrieblichen Formulars, damit die Gliederung dazu passt.
Worauf Sie achten müssen
- Rechtliche Fragen zu Probezeit, Kündigungsfristen und Verlängerung richten sich nach Vertrag und Gesetz (siehe Art. 335b OR) und können im Einzelfall abweichen. Klären Sie sie mit der Personalabteilung oder einer Fachperson.
- Bewertungen einzelner Personen gehören nicht in öffentliche KI-Dienste.
- Entscheiden Sie nicht allein aufgrund eines Gesprächs. Berücksichtigen Sie auch Einarbeitungsbedingungen.
- Behandeln Sie die Person fair und transparent, auch wenn sich ein Ende des Arbeitsverhältnisses abzeichnet.
- KI kennt weder Betrieb noch Person. Vorschläge sind Anregungen und müssen angepasst werden.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: In einem Landgasthof im Emmental ist ein neuer Koch seit sechs Wochen im Betrieb. Die Wirtin wollte im Probezeitgespräch hauptsächlich die Qualität der Teller besprechen.
Mit der vorbereiteten Fragenliste beginnt sie jedoch mit: «Was hat Ihnen in den ersten Wochen gefehlt?» Der Koch erzählt, dass er die Lieferantenabläufe nicht kannte und deshalb mehrmals falsch bestellte. Die Wirtin erkennt, dass die Einarbeitung eine Lücke hatte. Beide vereinbaren eine Einführung bei den Lieferanten und ein weiteres Gespräch in zwei Wochen.
So hilft Ihnen Alpasana
Wenn Sie Fragenlisten und Gesprächsvorlagen sauber mit KI erstellen möchten, hilft der Prompt-Engineering-Kurs von absofort. Er zeigt, wie Sie Aufgabe, Rolle, Kontext und Ausgabeformat festlegen, Prompts überarbeiten und Ergebnisse prüfen. Der Online-Kurs ist mit Zertifikat und ohne Programmierkenntnisse beschrieben.
Rechtliche Beratung zur Probezeit bietet das Angebot nicht.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Probezeit?
Nach Obligationenrecht gilt ohne andere Abrede ein Monat. Schriftlich kann sie auf höchstens drei Monate verlängert werden. Massgeblich sind der Arbeitsvertrag und gegebenenfalls ein Gesamtarbeitsvertrag.
Soll ich der Person das Ergebnis direkt sagen?
Seien Sie offen, aber ehrlich über den Stand. Wenn die Entscheidung noch nicht gefallen ist, sagen Sie das. Vermeiden Sie vage Versprechen.
Kann ich die Fragen auch schriftlich vorab senden?
Ja, das gibt der Person Zeit zum Nachdenken. Kündigen Sie an, dass es sich um Gesprächsthemen handelt und nicht um eine Prüfung.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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