Zum Inhalt springen

Coach werden & arbeiten · KI-Beratung und digitale Transformation

Google-Anzeigen für Coaches: Mit KI Suchabsichten prüfen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Bevor Sie Google Ads für Coaching schalten, prüfen Sie, was Menschen mit einem Suchbegriff wirklich suchen. Ein Teil der Suchen betrifft Therapie oder akute Belastung und passt nicht zu Coaching. KI hilft, Suchabsichten zu sortieren und Anzeigentexte zu entwerfen, die ehrlich sagen, was Sie anbieten und was nicht.

Das Problem

Google-Anzeigen versprechen schnelle Sichtbarkeit: Sie bezahlen dafür, dass Ihre Website bei bestimmten Suchbegriffen oben erscheint, und zahlen in der Regel pro Klick. Für Coaches sieht das attraktiv aus, vor allem am Anfang, wenn die Website noch kaum gefunden wird.

Das Risiko liegt bei den Suchbegriffen. Wer «Hilfe bei Angst» oder «Burnout was tun» eingibt, sucht oft Entlastung in einer belastenden Lage. Eine Anzeige mit «Coaching gegen Burnout» kann dort Erwartungen wecken, die Coaching nicht erfüllt. Coaching ist keine Therapie und behandelt keine Krankheiten.

Ausserdem verbrennt man ohne Planung leicht Budget: Klicks von Personen, die etwas ganz anderes suchen, kosten Geld und bringen keine passenden Anfragen. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie mit KI Suchabsichten sortieren und Anzeigen vorbereiten, die zu Ihrem Angebot passen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Beschreiben Sie Ihr Angebot in drei Sätzen. Wen begleiten Sie, bei welchen Anliegen, wie läuft das ab? Schreiben Sie auch auf, was Sie nicht anbieten, etwa Therapie, Diagnose oder Rechtsberatung.
  1. Sammeln Sie mögliche Suchbegriffe. Lassen Sie sich von KI 30 Begriffe vorschlagen, die Menschen mit Ihrem Anliegen eingeben könnten. Ergänzen Sie Begriffe aus Gesprächen mit echten Interessierten.
  1. Ordnen Sie die Suchabsichten. Bitten Sie die KI, jeden Begriff einer Absicht zuzuordnen: Information, Vergleich von Angeboten, Anfrage, Hilfe in akuter Belastung. Schalten Sie Anzeigen nur zu den passenden Absichten.
  1. Legen Sie ausgeschlossene Begriffe fest. Dazu zählen Suchen nach Therapie, Medikamenten, Diagnosen oder Krisenhilfe. Sie können diese Begriffe in der Anzeigenplattform als negative Keywords hinterlegen, damit Ihre Anzeige dort nicht erscheint.
  1. Entwerfen Sie ehrliche Anzeigentexte. Verlangen Sie von der KI mehrere Fassungen, die das Angebot nennen und keine Wirkung versprechen. Prüfen Sie jede Fassung auf Wörter wie «heilen», «garantiert» oder «sofort».
  1. Sorgen Sie für eine passende Zielseite. Die Seite nach dem Klick muss halten, was die Anzeige sagt. Prüfen Sie, ob Besucher mit einem Klick zum Erstgespräch oder zur Anfrage kommen. Siehe dazu Website-Besucher buchen nicht.
  1. Setzen Sie ein kleines Testbudget und eine Frist. Legen Sie vorab fest, wie viel Sie bis wann ausgeben und woran Sie Erfolg messen, etwa an der Zahl passender Anfragen.
  1. Werten Sie wöchentlich die Suchbegriffe aus. Die Plattform zeigt, bei welchen Suchen Ihre Anzeige erschien. Fügen Sie unpassende Begriffe zu den ausgeschlossenen hinzu.
Suchbegriff (Beispiel)Mögliche AbsichtPasst zu Coaching-Anzeige?
«Coach Laufbahn Aarau»Anbieter findenja
«Berufliche Neuorientierung mit 45»Information und Anbieterja, mit passendem Text
«Burnout Behandlung»medizinische Hilfenein
«Panikattacken was tun»akute Belastungnein
«Coaching Preis Schweiz»Vergleichja, mit transparenten Angaben

Wie Suchabsichten auch für unbezahlte Treffer wichtig sind, steht auf der Seite SEO für Coaches.

Vorlage zum Kopieren

Dieser Prompt hilft, Suchabsichten zu sortieren und Anzeigentexte zu entwerfen. Er benötigt keine Klientendaten.

Ich bin [Beruf, z. B. Coach für berufliche Orientierung in der Region Zürich]. Mein Angebot: [kurze Beschreibung]. Ich biete NICHT an: Therapie, Diagnosen, Krisenintervention.
Aufgabe:
1. Nenne 25 Suchbegriffe, die Menschen für mein Angebot in Google eingeben könnten.
2. Ordne jeden Begriff einer Suchabsicht zu: Information, Anbietersuche, Vergleich, Anfrage oder akute Belastung.
3. Markiere Begriffe, bei denen eine Coaching-Anzeige irreführend wäre, und erkläre kurz warum.
4. Schreibe für die passenden Begriffe drei Anzeigentexte: Überschrift bis 30 Zeichen, Beschreibung bis 90 Zeichen, ohne Versprechen und ohne Superlative.
5. Schlage zehn Begriffe vor, die ich ausschliessen sollte.

Passen Sie Beruf, Region und Angebot an. Zeichenlimits ändern sich je nach Plattform und sollten Sie vor dem Einsatz prüfen.

Worauf Sie achten müssen

  • Wahre Werbung: Das Schweizer Lauterkeitsrecht (UWG) verlangt, dass Werbeaussagen nicht irreführend sind. Verwenden Sie nur Aussagen, die Sie belegen können.
  • Keine Heilversprechen: Coaching ist keine Therapie. Werben Sie nicht mit Linderung von Beschwerden oder Krankheitsbildern.
  • Hinweis auf Unterstützung: Ihre Zielseite sollte bei Belastung auf Fachstellen verweisen. In einer akuten Krise erreichen Betroffene in der Schweiz die Dargebotene Hand unter 143.
  • Plattformrichtlinien: Die Anbieter haben eigene Regeln für Anzeigen, die sich ändern. Prüfen Sie die aktuellen Richtlinien vor dem Schalten.
  • Datenschutz: Wenn Sie Besucher messen oder erneut ansprechen, brauchen Sie eine Datenschutzerklärung. Lassen Sie die Einstellungen im Einzelfall prüfen.
  • Keine Klientendaten in KI: Verwenden Sie für Texte und Suchbegriffe nur allgemeine Beschreibungen, nie echte Fälle.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Karrierecoachin in Bern will mit Google-Anzeigen auf ihre Beratung für Quereinsteigende aufmerksam machen. Ihr erster Entwurf lautet: «Nie mehr unglücklich im Job».

Die KI-Auswertung zeigt, dass viele naheliegende Begriffe wie «unglücklich im Job was tun» auch Menschen in akuter Belastung betreffen. Die Coachin ändert die Anzeige in «Berufliche Neuorientierung in Bern: Ihre nächsten Schritte klären» und schliesst Begriffe wie «Depression», «Burnout Klinik» und «Therapie» aus. Sie startet mit einem kleinen Budget und wertet nach vier Wochen aus, welche Anfragen wirklich zum Angebot passten.

So hilft Ihnen Alpasana

Alpasana begleitet Unternehmen und Selbständige bei Content- und Kampagnenstrategie sowie SEO/SEM mit Audit, Optimierung und Reporting. Das Angebot gehört zur KI-Beratung und digitalen Transformation. Dort lässt sich klären, ob und wie Suchmaschinenwerbung zu Ihrem Coaching-Angebot passt.

Projekte werden individuell offeriert. Ob Anzeigen für Ihr Angebot sinnvoll sind, klären Sie vor dem Einsatz von Budget.

Häufige Fragen

Lohnen sich Google-Anzeigen für Coaches?

Das hängt von Angebot, Region und Budget ab. In einem engen Markt können Anzeigen helfen, sichtbar zu werden. Ohne passende Zielseite und klare Ziele verbrennen sie schnell Geld. Testen Sie klein und werten Sie nach festem Zeitraum aus.

Darf ich in Anzeigen mit Erfolgen von Klientinnen werben?

Das ist heikel, denn Vertraulichkeit hat Vorrang, und Erfolgsaussagen müssen belegbar sein. Verwenden Sie keine Klientengeschichten. Wie Sie fiktive Beispiele kennzeichnen, steht unter Coaching-Fallbeispiele.

Kann KI die Anzeigen auch einrichten?

KI kann Texte und Begriffslisten entwerfen. Die Einrichtung und die Budgetfreigabe machen Sie in der Anzeigenplattform selbst und prüfen jede Einstellung.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

Weiterlesen in der Galaxie