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Coach werden & arbeiten · Prompt Engineering

Kostenlose Coaching-Checkliste: Mit KI einen Nutzen schaffen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Coaching-Freebie, also ein kostenloses Dokument gegen die E-Mail-Adresse, nützt, wenn es eine kleine, konkrete Frage löst. Eine Checkliste zur Selbstreflexion eignet sich, wenn sie keine Diagnosen stellt und kein Ergebnis verspricht. KI hilft beim Entwurf, die fachliche Prüfung bleibt bei Ihnen.

Das Problem

Viele Coaches möchten Interessierten etwas Kostenloses anbieten, mit dem sie ihre Arbeit kennenlernen können. Häufig ist das ein Freebie: ein kurzes Dokument, das man gegen die E-Mail-Adresse herunterladen kann. Fachleute nennen es auch Lead-Magnet, weil es Kontakte gewinnen soll.

Das Problem beginnt beim Inhalt. Viele solcher Dokumente sind zu allgemein («10 Tipps für ein glückliches Leben») oder versprechen zu viel («Finden Sie in 5 Minuten Ihre Berufung»). Bei Coaching-Themen kommt ein Risiko hinzu: Eine Checkliste mit Punktzahl und Auswertung wirkt schnell wie ein Test, der etwas diagnostiziert, zum Beispiel «Sind Sie ausgebrannt?». Das ist keine Aufgabe von Coaching.

Eine gute Checkliste ist deshalb klein und nützlich. Sie stellt Fragen, die zur Selbstreflexion anregen, und sagt offen, was sie nicht kann. KI kann den Entwurf beschleunigen, wenn Sie klare Grenzen vorgeben.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Wählen Sie ein enges Problem. Statt «Lebensfreude» etwa «Wie bereite ich ein Gespräch über meine Rolle im Team vor?». Je enger die Frage, desto nützlicher die Checkliste.
  1. Legen Sie die Zielgruppe fest. Beschreiben Sie in zwei Sätzen, wer das Dokument verwenden soll und wann, zum Beispiel Berufstätige vor einem Jahresgespräch.
  1. Lassen Sie KI Fragen entwerfen. Verlangen Sie 8 bis 12 Reflexionsfragen in einfacher Sprache, ohne Punkte, ohne Auswertung und ohne Aussage über den Zustand der Person.
  1. Streichen Sie alles, was nach Test klingt. Entfernen Sie Skalen, Prozentwerte und Formulierungen wie «Wenn Sie mehr als fünfmal Ja ankreuzen, haben Sie …».
  1. Ergänzen Sie Ihr Fachwissen. Fügen Sie Fragen aus Ihrer Praxis hinzu, die Ihre Haltung zeigen. Eine Checkliste, die jede Coachin schreiben könnte, überzeugt nicht.
  1. Schreiben Sie einen Grenzhinweis. Ein Satz auf der ersten Seite: Die Checkliste ist eine Anregung zur Selbstreflexion und ersetzt weder Coaching noch Therapie.
  1. Testen Sie mit zwei bis drei Personen. Bitten Sie sie, die Checkliste auszufüllen und zu sagen, was unklar oder aufdringlich wirkte.
  1. Regeln Sie den Datenweg. Wenn Sie die E-Mail-Adresse verlangen, brauchen Sie eine Einwilligung und eine Datenschutzerklärung. Verlangen Sie nicht mehr Daten als nötig.
GutProblematisch
«Was beschäftigt mich im Moment am meisten?»«Wie gross ist Ihr Stress auf einer Skala von 1 bis 10?» mit Auswertung
«Welches Gespräch schiebe ich vor mir her?»«Wenn Sie so antworten, sind Sie gefährdet …»
«Was würde ich in einem Monat gern anders erleben?»«Finden Sie in 5 Minuten Ihre Berufung»
Hinweis auf Grenzen und UnterstützungKein Hinweis, was die Checkliste nicht leistet

Wie Sie die Kontaktaufnahme danach schlank gestalten, beschreibt die Seite zum Kontaktformular für Coaches.

Vorlage zum Kopieren

Dieser Prompt erzeugt einen Entwurf ohne Test-Charakter. Er enthält keine echten Klientendaten.

Ich bin [Beruf, z. B. Laufbahncoachin in der Deutschschweiz]. Ich möchte eine kostenlose Checkliste zur Selbstreflexion für [Zielgruppe] erstellen, die [konkrete Situation, z. B. ein Gespräch über die eigene Rolle vorbereiten] unterstützt.
Erstelle einen Entwurf auf maximal zwei Seiten:
1. Einleitung in drei Sätzen, in einfacher Sprache,
2. zehn offene Reflexionsfragen, ohne Punkte, ohne Skalen, ohne Auswertung,
3. einen Abschnitt «Nächster Schritt» mit drei Handlungsideen,
4. einen Hinweis, dass die Checkliste keine Beratung, Diagnose oder Therapie ersetzt.
Keine erfundenen Studien oder Zahlen. Keine Versprechen. Keine Aussagen über psychische Gesundheit.

Passen Sie Beruf, Zielgruppe und Situation an. Ersetzen Sie die zehn Fragen durch eine eigene Auswahl, wenn Ihnen Ihre Fragen besser gefallen.

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Diagnosen: Fragen zu Stimmung, Schlaf oder Belastung dürfen nicht in eine Einstufung münden. Wenn Sie solche Themen ansprechen, verweisen Sie auf Hausärztin oder Psychotherapie. In einer akuten Krise erreichen Sie in der Schweiz die Dargebotene Hand unter 143.
  • Keine Heilversprechen: Formulieren Sie keine Wirkung, die sich nicht belegen lässt.
  • Datenschutz: E-Mail-Adressen sind Personendaten. Das revidierte Datenschutzgesetz verlangt Transparenz. Verlangen Sie nur, was Sie brauchen, und holen Sie die Einwilligung klar ein. Lassen Sie Ihren Ablauf im Einzelfall prüfen.
  • Klientendaten nie in KI: Nutzen Sie keine echten Fälle, auch nicht anonymisiert aus laufenden Prozessen, als Vorlage in öffentlichen KI-Diensten.
  • Fremde Inhalte: KI-Texte können an bekannte Vorlagen erinnern. Prüfen Sie, dass nichts wörtlich aus anderen Quellen stammt.
  • Zugänglichkeit: Verwenden Sie lesbare Schrift, genügend Kontrast und eine einfache Sprache.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein Coach für Teamleitende in Luzern bietet bisher nur ein Gespräch an. Er möchte Interessierten etwas Greifbares mitgeben und schreibt in der KI-Anfrage: «Checkliste für Teamleitende, die ein schwieriges Gespräch vorbereiten».

Der erste Entwurf der KI enthält eine Punktetabelle («Sind Sie ein guter Konfliktmanager?»). Er streicht sie. Übrig bleiben zehn offene Fragen, etwa «Was ist mein Ziel des Gesprächs?» oder «Was würde ich ungern hören, und was könnte daran wahr sein?». Zwei Testpersonen finden die Fragen klar, eine sagt, der Einstieg sei zu lang. Er kürzt, ergänzt den Grenzhinweis und stellt das Dokument nach Einwilligung zum Download bereit.

So hilft Ihnen Alpasana

Gute Entwürfe entstehen, wenn der Auftrag an die KI klar ist. Im Prompt-Engineering-Kurs von absofort lernen Sie, Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabeformat festzulegen, Beispiele zu nutzen und Ergebnisse zu prüfen. Datenschutz gehört zu den Kursinhalten. Der Online-Kurs läuft mit Zertifikat und ohne Programmierkenntnisse.

Der Kurs ersetzt weder Ihre fachliche Prüfung noch eine Rechtsberatung. Er hilft, Entwürfe gezielter zu steuern.

Häufige Fragen

Muss ich für ein Freebie die E-Mail-Adresse verlangen?

Nein. Sie können das Dokument auch frei anbieten. Wenn Sie die Adresse verlangen, brauchen Sie eine klare Einwilligung und sollten das Gelieferte wirklich nützlich machen. Mehr zum Umgang mit der Newsletter-Anmeldung auf der Seite Newsletter als Coach.

Darf die Checkliste ein Ergebnis oder eine Einstufung liefern?

Das sollte sie nicht. Einstufungen wirken wie Diagnosen und können Menschen verunsichern. Bleiben Sie bei offenen Fragen und Handlungsideen.

Wie lang sollte eine Coaching-Checkliste sein?

Eine bis zwei Seiten genügen. Wichtiger als der Umfang ist, dass jemand sie in zehn Minuten ausfüllen und danach einen kleinen Schritt tun kann.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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