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Branchen · Prompt Engineering

Barrierefreiheit im Hotel mit KI konkret beschreiben

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Messen und prüfen Sie zuerst vor Ort, zum Beispiel Stufen, Türbreiten, Lift, Duschzugang und Bewegungsflächen, und schreiben Sie die Angaben mit Zahlen auf. Eine KI hilft beim Formulieren verständlicher Texte, darf aber nichts ergänzen. Aussagen wie «rollstuhlgängig» ohne Messwerte vermeiden Sie.

Das Problem

Eine Anfrage trifft ein: «Wir reisen mit meiner Mutter, die einen Rollstuhl nutzt. Ist Ihr Hotel barrierefrei?» Die ehrliche Antwort lautet vielleicht: teils. Der Eingang hat eine Rampe, aber das Bad im Zimmer eine Schwelle, und das Frühstück liegt im ersten Stock mit Lift, der eng ist. Ein schlichtes «Ja, rollstuhlgängig» wäre falsch, ein «Nein» ungenau.

Gäste mit Mobilitätseinschränkung, Sehbehinderung, Hörbehinderung oder anderen Bedürfnissen planen sorgfältig. Unklare Aussagen führen zu grosser Enttäuschung: Wer nach langer Anreise merkt, dass das Zimmer nicht passt, hat wenig Spielraum. Gleichzeitig lohnt sich Ehrlichkeit: Hotels, die präzise Angaben machen, erhalten das Vertrauen dieser Gäste.

Sie möchten Gästen konkrete Angaben zur Zugänglichkeit geben statt unklarer Versprechen. Mit Messungen, einer Checkliste und KI als Schreibhilfe gelingt das.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Begehen Sie das Haus mit einer Checkliste. Gehen Sie den Weg eines Gastes ab: Parkplatz, Eingang, Empfang, Lift, Zimmer, Bad, Frühstücksraum, Toilette. Notieren Sie Stufen, Schwellen, Rampenneigung, Türbreiten, Aufzugmasse, Bewegungsflächen.
  2. Messen Sie nach. Verwenden Sie ein Massband und notieren Sie Masse in Zentimetern: Türbreite, Liftkabine, Duschzugang, Bettenhöhe, Platz neben dem Bett. Schätzungen genügen nicht.
  3. Fotografieren Sie wichtige Stellen. Bilder von Eingang, Bad und Lift helfen Gästen bei der Entscheidung und Ihnen bei der Dokumentation.
  4. Halten Sie Mängel offen fest. Notieren Sie, was nicht barrierefrei ist, etwa eine Schwelle von 3 cm am Balkon. Ehrliche Angaben sind eine Stärke.
  5. Lassen Sie die KI Texte formulieren. Nutzen Sie die Vorlage unten mit Ihren gemessenen Angaben. Bitten Sie um eine strukturierte, sachliche Beschreibung ohne wertende Begriffe.
  6. Prüfen Sie die Texte gegen die Messwerte. Hat die KI Angaben ergänzt, etwa «breite Türen» oder «ebenerdige Dusche»? Streichen Sie, was nicht belegt ist.
  7. Lassen Sie es von Betroffenen prüfen. Wenn möglich, bitten Sie eine Person mit Behinderung oder eine Fachstelle, die Angaben zu prüfen. Sie erkennen Lücken, die Sie nicht sehen.
  8. Veröffentlichen und pflegen Sie die Angaben. Gleiche Angaben auf Website, Portalen und in Antworten verwenden und nach Umbauten aktualisieren. Siehe Hotelanfragen beantworten.

Vorlage zum Kopieren

Mit diesem Prompt erhalten Sie einen sachlichen Text aus Ihren Messwerten. Setzen Sie nur geprüfte Angaben ein.

Du hilfst einem Hotel in der Schweiz, die Zugänglichkeit verständlich und ehrlich zu beschreiben. Zielgruppe: Gäste mit Mobilitätseinschränkung und deren Begleitpersonen.

Gemessene Angaben (in cm, Stand [Datum]):
- Parkplatz: [Angaben, z. B. Abstand zum Eingang, Neigung]
- Eingang: [Stufen, Rampe, Türbreite, Türöffnung automatisch/manuell]
- Lift: [vorhanden, Kabine Breite × Tiefe, Türbreite]
- Zimmer [Nummer/Kategorie]: [Türbreite, Bewegungsfläche neben dem Bett, Bettenhöhe]
- Bad: [Duschzugang ebenerdig/Schwelle, Haltegriffe, WC-Höhe, Bewegungsfläche]
- Frühstücksraum/Restaurant: [Stufen, Zugang, Tischhöhe]
- Weitere Einschränkungen: [z. B. Schwelle am Balkon 3 cm]
Nicht vorhanden: [z. B. Hörschleife, Blindenleitsystem]

Aufgabe: Schreibe 1. einen Überblick (80 bis 100 Wörter), 2. eine Detailliste pro Bereich mit den Masswerten, 3. einen ehrlichen Hinweis zu Einschränkungen, 4. drei Fragen, die Gäste mir stellen sollten, wenn ihre Bedürfnisse nicht gedeckt sind.
Regeln: Verwende nur diese Angaben. Verwende keine Begriffe wie «barrierefrei» oder «rollstuhlgerecht» als Gesamturteil, wenn ich es nicht ausdrücklich so festgelegt habe. Erfinde nichts. Markiere Lücken mit [PRÜFEN].

Prüfen Sie, ob der Text jede Angabe belegt. Ein einziger falscher Wert kann das Vertrauen zerstören.

Checkliste für das Messen

BereichWas messen oder prüfen
ZugangStufen, Rampenneigung, Türbreite, Türöffnung
LiftKabinenmasse, Türbreite, Bedienhöhe, Ansage
ZimmerTürbreite, Bewegungsfläche, Bettenhöhe
BadDuschzugang, Haltegriffe, WC-Höhe, Wendefläche
GemeinschaftsräumeStufen, Tischhöhen, Wege
OrientierungKontraste, Beschriftung, Beleuchtung
KommunikationHörschleife, Notruf, einfache Sprache

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Gesamtlabels ohne Grundlage. Begriffe wie «barrierefrei» sind unterschiedlich definiert. Wenn Sie ein offizielles Label führen, nennen Sie es korrekt, sonst beschreiben Sie Details. Vage Versprechen führen zu Beschwerden und möglicherweise Streit.
  • Messwerte sind wichtiger als Wörter. Gäste können mit konkreten Zahlen planen. Lassen Sie die KI Zahlen nie «glätten».
  • Auch Seh-, Hör- und kognitive Bedürfnisse bedenken. Rollstuhl ist ein Beispiel unter vielen. Nennen Sie, was Sie bieten (z. B. Kontraste, Notruf per SMS), und was nicht.
  • Prüfung durch Betroffene. Sie beurteilen Angaben oft kritischer und praxisnäher. Fachstellen für hindernisfreies Bauen und Reisen beraten.
  • Datenschutz. Gästeangaben zu Behinderungen sind besonders schützenswerte Daten. Behandeln Sie solche Informationen vertraulich und verwenden Sie sie nicht in KI-Werkzeugen. Hinweise bietet der EDÖB. Siehe KI im Hotel und Gästedaten.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein Hotel in Locarno erhält regelmässig Anfragen zur Zugänglichkeit. Frau Müller aus dem Empfang geht mit dem Haustechniker durch das Haus und misst.

Vorher antwortete der Empfang mit «teilweise rollstuhlgängig». Nachher liegen Messwerte vor: Eingang mit Rampe, Lift 90 × 120 cm, Zimmertür 80 cm, Dusche mit Schwelle von 2 cm. Die KI formuliert daraus einen strukturierten Text. Frau Müller streicht ein «grosszügiges Bad», das die Messwerte nicht stützen.

Eine Gästin im Rollstuhl, die das Hotel kurz testet, ergänzt, dass die Bewegungsfläche neben dem WC zu knapp ist. Das Hotel nimmt den Hinweis in den Text auf. Anfragen werden seither mit konkreten Zahlen beantwortet, und Gäste können gezielt entscheiden.

So hilft Ihnen Alpasana

Der Kurs Prompt Engineering zeigt laut Beschreibung, wie Sie Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabeformat festlegen, Beispiele einsetzen, Prompts überarbeiten und Ergebnisse prüfen. Datenschutz wird berücksichtigt, Programmierkenntnisse sind nicht nötig. Der Online-Kurs bietet ein Zertifikat.

So lassen sich Beschreibungen klar beauftragen und kontrollieren. Messen und Beurteilen der Zugänglichkeit bleibt Ihre Aufgabe oder die von Fachstellen.

Häufige Fragen

Darf ich «barrierefrei» schreiben?

Nur, wenn Sie das sorgfältig begründen können, etwa mit einem anerkannten Label oder einer Fachprüfung. Sonst beschreiben Sie Details und Einschränkungen, das ist ehrlicher und hilfreicher.

Wo finde ich Fachstellen für hindernisfreies Bauen und Reisen?

In der Schweiz gibt es Fachstellen und Organisationen für hindernisfreies Bauen und Behindertenfragen. Fragen Sie bei Ihrem Tourismusverband oder bei kantonalen Stellen nach.

Soll ich Gäste nach ihren Bedürfnissen fragen?

Ja, freiwillig und sensibel, zum Beispiel mit «Welche Angaben zur Zugänglichkeit sind für Sie wichtig?». Behandeln Sie die Antworten vertraulich.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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