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Branchen · Prompt Engineering

Arztgespräch vorbereiten: Fragenliste mit KI erstellen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Mit einer KI ordnen Sie Ihre Beschwerden und schreiben eine kurze Fragenliste für den Arzttermin. Sie liefert keine Diagnose und ersetzt kein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt. Sie hilft nur, dass Sie im Termin nichts Wichtiges vergessen.

Das Problem

Sie sitzen im Wartezimmer und gehen im Kopf durch, was Sie fragen wollten. Im Sprechzimmer geht alles schnell: Die Ärztin stellt Fragen, Sie antworten, und nach zehn Minuten stehen Sie wieder draussen. Erst im Tram fällt Ihnen ein: «Ich wollte noch fragen, ob das Medikament zum Essen genommen werden soll.»

Das geht vielen so. Im Gespräch mit Fachpersonen sind wir aufgeregt, die Zeit ist knapp, und Fachwörter verunsichern. Wichtige Fragen bleiben ungestellt. Daraus entstehen Missverständnisse, unnötige zweite Termine und Sorgen.

Eine schriftliche Vorbereitung hilft. Sie notieren, was Sie beschäftigt, ordnen es nach Wichtigkeit und haben eine kurze Liste dabei. Eine KI kann dabei unterstützen: Sie hilft, Gedanken zu ordnen und Fragen verständlich zu formulieren. Eine medizinische Auskunft geben kann und soll sie hier nicht.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Anlass notieren. Schreiben Sie in ein bis zwei Sätzen, warum Sie hingehen: Kontrolle, neue Beschwerden, Befund besprechen, Medikamente klären.
  1. Beschwerden sammeln. Notieren Sie, was Ihnen aufgefallen ist: Wann hat es angefangen? Wie oft kommt es vor? Was macht es besser oder schlechter? Was haben Sie schon versucht?
  1. Unterlagen bereitlegen. Nehmen Sie Medikamentenliste, frühere Befunde und die Versichertenkarte mit. Die KI braucht diese nicht, aber Sie im Termin.
  1. Persönliches weglassen. Geben Sie keine Namen, Geburtsdaten, AHV-Nummer oder genaue Diagnosen mit Ihrer Identität in ein KI-Werkzeug ein. Schildern Sie allgemein, zum Beispiel «Frau, 55, seit zwei Wochen Kopfschmerzen am Morgen».
  1. Prompt ausfüllen. Kopieren Sie die Vorlage unten und tragen Sie Ihre Stichworte ein.
  1. Liste kürzen. Die KI liefert oft zu viele Fragen. Wählen Sie die fünf wichtigsten aus und markieren Sie sie.
  1. Ausdrucken oder aufs Handy. Nehmen Sie die Liste mit. Ein ausgedrucktes Blatt ist im Sprechzimmer oft handlicher als das Telefon.
  1. Im Termin notieren. Schreiben Sie die Antworten auf oder bitten Sie um eine kurze Zusammenfassung. Fragen Sie nach, wenn Sie ein Wort nicht verstehen. Dafür ist die Ärztin da.
  1. Nachbereiten. Zuhause fassen Sie mit eigenen Worten zusammen, was besprochen wurde, und notieren offene Punkte für den nächsten Termin.

Vorlage zum Kopieren

Du hilfst mir, einen Arzttermin vorzubereiten. Du bist keine Ärztin, stellst keine Diagnose und gibst keine Behandlungsempfehlung. Du formulierst nur verständliche Fragen und ordnest meine Angaben.

Anlass des Termins: [z. B. Kontrolle, neue Beschwerden, Befunde besprechen]
Meine Beschwerden in Stichworten: [Beginn, Häufigkeit, was hilft oder verschlimmert]
Was ich schon versucht habe: [z. B. Wärme, Ruhe, rezeptfreie Mittel]
Medikamente, die ich nehme: [Name und Dosis, ohne meinen Namen]
Was mir am meisten Sorgen macht: [Stichworte]

Bitte erstelle:
1. Eine kurze Zusammenfassung in drei Sätzen, die ich der Ärztin am Anfang vorlesen kann
2. Eine Liste mit höchstens acht Fragen, sortiert nach Wichtigkeit
3. Drei Fragen, die ich zu Medikamenten oder weiteren Untersuchungen stellen kann
Sprache: einfach, Sie-Form, Schweizer Rechtschreibung. Wenn etwas auf einen Notfall hindeuten könnte, schreibe als ersten Satz: «Bitte nicht warten, sondern ärztliche Hilfe holen.»

Passen Sie die Angaben an Ihre Situation an. Sie müssen nicht alles ausfüllen, die KI arbeitet auch mit wenigen Stichworten.

Teil Ihrer VorbereitungBeispiel
AnlassKontrolle nach Operation
BeschwerdenSeit drei Wochen Schmerzen beim Treppensteigen
Frage zu BehandlungWas sind die Alternativen?
Frage zu MedikamentenWie lange nehme ich das?
Frage zum AlltagWas darf ich sportlich tun?

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Diagnose durch KI: Auch wenn eine Antwort überzeugend klingt, kann sie falsch sein. Behandeln Sie Aussagen der KI zu Krankheiten nie als Befund. Mehr dazu in KI und Gesundheitsfragen einordnen.
  • Notfälle: Bei starken Brustschmerzen, Atemnot, Lähmungen oder Bewusstlosigkeit warten Sie nicht auf eine Antwort der KI. In der Schweiz erreichen Sie die Sanitätsnotrufzentrale unter 144.
  • Datenschutz: Gesundheitsangaben sind besonders sensibel. Geben Sie keine Identität und möglichst wenig Details ein, wenn Sie ein öffentliches Werkzeug nutzen.
  • Nicht beunruhigen lassen: Wenn die KI Ihnen mögliche Krankheiten nennt, kann das Angst machen. Bitten Sie sie im Prompt, das nicht zu tun.
  • Ehrlich bleiben: Schildern Sie Beschwerden so, wie sie sind, nicht schlimmer und nicht harmloser. Die Ärztin braucht ein richtiges Bild.
  • Begleitperson: Wenn Sie unsicher sind, nehmen Sie jemanden mit. Zwei Paar Ohren verstehen mehr.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Frau Keller, 61, aus Burgdorf hat seit einigen Wochen Schwindel am Morgen. Sie soll morgen zur Hausärztin. Am Abend schreibt sie ihre Stichworte auf und gibt sie ohne Namen in die Vorlage ein. Die KI liefert eine Zusammenfassung in drei Sätzen und eine Liste von sieben Fragen.

Frau Keller streicht zwei Fragen, die sie nicht interessieren, und markiert drei: «Könnte es an meinen Blutdrucktabletten liegen? Brauche ich weitere Untersuchungen? Worauf soll ich achten, bis wir uns wiedersehen?» Im Termin liest sie die Zusammenfassung vor, die Ärztin hört aufmerksam zu und beantwortet die Fragen der Reihe nach. Frau Keller fühlt sich ernst genommen und verlässt die Praxis mit einem klaren Plan.

So hilft Ihnen Alpasana

Gute Ergebnisse hängen von einem klaren Auftrag ab. Im Online-Kurs Prompt Engineering von absofort lernen Sie, Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabeformat festzulegen, Beispiele einzusetzen und Ergebnisse zu prüfen. Datenschutz wird dabei berücksichtigt. Der Kurs braucht keine Programmierkenntnisse und endet mit einem Zertifikat.

Medizinisches Wissen vermittelt er nicht. Er hilft Ihnen, KI so zu beauftragen, dass sie bei Ihren Fragen nützlich bleibt.

Häufige Fragen

Soll ich der Ärztin sagen, dass ich eine KI genutzt habe?

Sie müssen nicht, aber es schadet nicht. Sagen Sie einfach: «Ich habe mir die Fragen aufgeschrieben.» Entscheidend ist, dass Ihre Angaben stimmen.

Kann die KI meine Beschwerden einordnen?

Sie kann allgemeine Informationen liefern, aber Ihre Situation kennt sie nicht. Verlassen Sie sich nicht darauf. Für die Einordnung sind Fachpersonen zuständig. Mehr zu Symptomprüfungen: Symptomchecker vergleichen.

Wie halte ich Beschwerden über mehrere Wochen fest?

Mit einem Tagebuch, in dem Sie täglich kurz notieren, wie es Ihnen geht. Eine Anleitung dazu finden Sie unter Symptomtagebuch erstellen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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