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Berufe & Funktionen · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Sendungsverfolgung: Probleme bei Lieferungen klären

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Führen Sie eine einfache Liste aller verspäteten Sendungen mit Bestellnummer, vereinbartem Termin, letztem Stand und nächstem Schritt. Die KI hilft, Notizen zu ordnen, Nachfragen zu formulieren und die Reihenfolge der Dringlichkeit vorzuschlagen. Die Fakten pflegen Sie selbst, und jede Mitteilung an Kunden prüfen Sie vor dem Senden.

Das Problem

Montagmorgen: Fünf Lieferungen sind überfällig. Bei zwei Sendungen wartet die Produktion, eine betrifft einen wichtigen Kunden, und bei zwei weiteren weiss niemand genau, wo die Ware ist. Mails sind verstreut, Notizen auf Zetteln, und ein Kollege hat gestern mit dem Spediteur telefoniert, aber niemand weiss, was besprochen wurde.

In solchen Momenten geht Zeit verloren. Man fragt doppelt nach, vergisst Rückrufe, und die Kunden werden unruhig. Wer den Überblick hat, kann gezielt handeln: zuerst die dringendsten Fälle, dann der Rest. Wer ihn nicht hat, löscht Brände.

Eine einfache, gut gepflegte Liste ist die beste Grundlage. Eine KI kann dabei helfen: Sie kann Mails und Notizen zu Einträgen zusammenfassen, eine Reihenfolge nach Dringlichkeit vorschlagen und Nachfragen formulieren. Sie weiss aber nicht, wo die Ware wirklich ist. Den aktuellen Stand erfahren Sie nur von Transporteur und Lieferant. Deshalb braucht es Menschen, die nachfragen und die Fakten bestätigen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Liste anlegen. Erstellen Sie eine Tabelle mit den Spalten: Bestellnummer, Lieferant, Ware, vereinbarter Termin, neuer Termin (falls genannt), letzter Stand mit Datum, betroffene Abteilung oder Kunde, Dringlichkeit, nächster Schritt, Verantwortliche Person.
  1. Alle Fälle erfassen. Tragen Sie jede verspätete Sendung ein, auch solche, bei denen Sie nur ein ungutes Gefühl haben. Notieren Sie, woher die Information stammt: Mail, Telefon, Sendungsverfolgung.
  1. Dringlichkeit bewerten. Entscheiden Sie nach Folgen: Wer wartet, wie teuer ist ein Stillstand, gibt es Alternativen? Bewerten Sie selbst und lassen Sie die KI höchstens Vorschläge machen.
  1. Notizen ordnen lassen. Wenn Sie viele lose Notizen haben, lassen Sie sie mit der Vorlage unten in Listenform bringen. Entfernen Sie vorher Namen und vertrauliche Details.
  1. Nachfragen vorbereiten. Lassen Sie für jeden Fall eine kurze Nachfrage an Lieferant oder Spediteur entwerfen (siehe Liefertermin nachfragen). Prüfen und versenden Sie sie selbst.
  1. Kunden und Kollegen informieren. Sagen Sie Betroffenen früh Bescheid und nennen Sie ehrlich, was Sie wissen und was nicht (siehe Lieferverzögerung mitteilen).
  1. Täglich aktualisieren. Legen Sie eine feste Zeit fest, zu der die Liste durchgegangen wird. Erledigte Fälle markieren Sie, damit die Liste übersichtlich bleibt.
  1. Auswerten. Notieren Sie, welche Lieferanten häufig verspätet liefern. Das gehört in die Lieferantenbewertung und in Gespräche.

Vorlage zum Kopieren

Du hilfst einer Disponentin in einem Schweizer KMU, verspätete Sendungen zu ordnen. Du erfindest keine Stände und keine Termine.

Notizen (bereinigt): [Stichworte, Mails, Telefonnotizen mit Datum]

Aufgabe:
1. Erstelle eine Tabelle: Bestellnummer | Lieferant | Ware | vereinbarter Termin | letzter bekannter Stand (mit Datum und Quelle) | nächster Schritt | Verantwortlich (leer) | Unklar/fehlt.
2. Sortiere nach Dringlichkeit, wenn aus den Notizen Folgen erkennbar sind (z. B. «Produktion wartet»). Nenne bei jeder Einstufung den Grund aus den Notizen.
3. Liste die Fälle auf, bei denen der Stand unklar ist oder die letzte Information älter als drei Tage ist.
4. Schlage für jeden unklaren Fall eine konkrete Rückfrage vor.
Wenn Angaben fehlen, schreibe «[klären]». Treffe keine Annahmen über den Verbleib der Ware.

Ersetzen Sie die Notizen und prüfen Sie jede Zeile gegen Ihre Quellen. Die Einstufung der Dringlichkeit überprüfen Sie mit den Fachabteilungen.

DringlichkeitBeispielReaktion
HochProduktion steht, Kundentermin gefährdetSofort anrufen, Alternativen prüfen
MittelVerspätung, aber Reserve vorhandenNachfrage mit Frist
TiefBestand reicht längerBeobachten, Termin nachfragen

Worauf Sie achten müssen

  • Stand nicht erfinden: Die KI weiss nicht, wo die Ware ist. Jede Angabe zum Verbleib braucht eine Quelle.
  • Alter der Information: Notieren Sie Datum und Quelle jeder Angabe. Ein drei Tage alter Stand kann heute überholt sein.
  • Kundenkommunikation prüfen: Mitteilungen an Kunden sollten ehrlich und vorsichtig sein. Versprechen Sie nur, was Sie wissen. Siehe auch Lieferverzögerung mitteilen.
  • Vertrauliche Daten: Bestellnummern, Kunden und Preise sind Geschäftsdaten. Nutzen Sie nur freigegebene Werkzeuge und anonymisieren Sie.
  • Rechtliche Folgen: Ob Verzug zu Ansprüchen führt, hängt von Vertrag und Rechtslage ab. Fragen Sie Ihre Vorgesetzte oder Rechtsberatung, statt der KI zu vertrauen.
  • Zuständigkeiten klären: Legen Sie fest, wer mit wem spricht. Doppelte Nachfragen verärgern Lieferanten.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Die Disponentin eines Baumaterialhändlers in Frauenfeld hat nach einem Streik beim Zulieferer sieben verspätete Sendungen. Ihre Notizen liegen in drei Mails, zwei Telefonnotizen und einem Chat. Sie bereinigt sie von Kundennamen und lässt die KI eine Tabelle erstellen.

Die Tabelle zeigt, dass bei drei Sendungen die letzte Information fünf Tage alt ist, und dass bei einer Sendung der Termin gar nicht notiert wurde. Zwei Fälle haben laut Notizen Folgen für Baustellen. Sie bestätigt das mit dem Verkauf und ruft zuerst die beiden dringendsten Lieferanten an.

Innerhalb eines Tages sind fünf Fälle geklärt, bei zweien gibt es Alternativlieferungen. Die Liste führt sie täglich weiter und markiert, wer was zugesagt hat. Als der Chef nachfragt, kann sie in zwei Minuten den Stand zeigen.

So hilft Ihnen Alpasana

Für Büro- und Dispositionsaufgaben bietet absofort die Praxiskurse KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben. Dazu gehören laut Beschreibung Bürokommunikation, Projektmanagement, Excel und Datenverständnis, Einkauf sowie Qualitätsprüfung und Einsatzregeln.

Sie lernen online im eigenen Tempo, Listen und Mitteilungen mit KI vorzubereiten und Ergebnisse zu kontrollieren. Den Kontakt zu Lieferanten führen Sie selbst.

Häufige Fragen

Wie oft soll ich die Liste aktualisieren?

Bei kritischen Sendungen täglich, sonst alle paar Tage. Legen Sie eine feste Zeit fest, zum Beispiel am Morgen. Wichtig ist, dass jeder Eintrag ein Datum trägt.

Kann die KI die Sendungsverfolgung abfragen?

Das hängt vom Werkzeug ab. Allgemeine Chat-Assistenten haben oft keinen Zugriff auf Sendungsdaten. Nutzen Sie die Sendungsverfolgung des Transporteurs und tragen Sie das Ergebnis in Ihre Liste ein.

Wann sollte ich die Geschäftsleitung informieren?

Wenn wichtige Kunden betroffen sind, wenn ein Produktionsstillstand droht oder wenn die Verzögerung länger als geplant dauert. Nennen Sie Fakten, Folgen und Vorschläge.

Was, wenn ein Lieferant gar nicht antwortet?

Versuchen Sie einen anderen Kanal, zum Beispiel Telefon, und eine zweite Ansprechperson. Dokumentieren Sie die Versuche, und prüfen Sie mit der Einkaufsleitung Alternativen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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