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Berufe & Funktionen · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Podcast mit KI vorbereiten: Ablauf und Gesprächsfragen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Legen Sie Thema, Zielgruppe und Ziel der Folge fest, lassen Sie die KI einen Ablauf mit Einstieg, Kernfragen und Abschluss vorschlagen und ergänzen Sie ihn mit Ihrem Wissen. Recherchieren Sie Fakten selbst nach. Im Gespräch bleiben Sie flexibel, die Vorbereitung gibt Halt, kein Drehbuch.

Das Problem

Sie möchten eine Podcastfolge aufnehmen, sei es ein Gespräch mit einem Gast oder eine Folge allein. Sie haben ein Thema, einige Ideen und wenig Zeit. Beim Aufnehmen schweifen Sie ab, vergessen die wichtigste Frage oder merken erst beim Schnitt, dass der rote Faden fehlt.

Gute Vorbereitung entscheidet bei einem Gespräch viel. Wer weiss, was er herausfinden möchte, hört besser zu, stellt bessere Nachfragen und lässt sich nicht vom Gespräch treiben. Doch Vorbereitung kostet Zeit, besonders neben dem Alltag.

KI kann Ihnen helfen, einen Ablauf zu skizzieren, Fragen zu sammeln und Notizen zu ordnen. Das Gespräch selbst, die Auswahl der Fragen und die inhaltliche Qualität bleiben Ihre Sache.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Thema und Ziel der Folge festlegen. Was ist die Kernfrage, was sollen Hörende am Ende wissen oder mitnehmen? Schreiben Sie das in zwei Sätzen auf. Ein klares Ziel hilft bei jeder Entscheidung.
  1. Die Zielgruppe benennen. Wer hört zu: Fachleute, Kundinnen, Interessierte? Sie bestimmt Sprache, Tiefe und Beispiele. Notieren Sie typische Fragen dieser Gruppe.
  1. Recherche selbst durchführen. Sammeln Sie Fakten, Quellen und Hintergrund zu Thema und Gast. Verlassen Sie sich nicht auf KI-Angaben, ohne sie zu prüfen. Eine Methode zeigt Rechercheplan mit KI.
  1. Einen Ablauf entwerfen lassen. Öffnen Sie einen erlaubten KI-Assistenten, also ein Programm, dem Sie schriftlich Aufgaben geben. Mit der Vorlage unten lassen Sie sich einen Ablauf vorschlagen: Einstieg, drei bis vier Kernblöcke, Abschluss, jeweils mit Zeitangabe.
  1. Fragen sammeln und auswählen. Lassen Sie sich je Block fünf bis acht mögliche Fragen vorschlagen, offene Fragen statt Ja-Nein-Fragen. Wählen Sie die besten aus und formulieren Sie sie in Ihren Worten. Streichen Sie, was nicht zum Ziel passt oder zu allgemein ist.
  1. Fakten prüfen. Prüfen Sie Zahlen, Namen und Aussagen, die in Fragen oder Notizen stehen. KI kann sich irren. Streichen Sie, was Sie nicht belegen können.
  1. Die Vorbereitung auf eine Seite bringen. Eine Seite mit Ablauf, Kernfragen und wichtigsten Fakten genügt. Lange Skripte führen zum Ablesen. Planen Sie bewusst Raum für spontane Nachfragen.
  1. Nach der Aufnahme nutzen. Aus dem Ablauf entstehen Kapitelmarken, Shownotes und Beschreibungen. Siehe Podcast-Shownotes. Wenn Sie das Gespräch transkribieren lassen, prüfen Sie den Text genau, siehe Interviews mit KI transkribieren.
Teil der FolgeInhaltZeit
EinstiegThema, Gast, warum wichtig2 Min.
Block 1Hintergrund und Einordnung8 Min.
Block 2Erfahrungen, Beispiele10 Min.
Block 3Herausforderungen, Ausblick8 Min.
AbschlussKernbotschaft, Hinweise, Dank2 Min.

Vorlage zum Kopieren

Ich möchte eine Podcastfolge vorbereiten.
Thema und Ziel: [Kernfrage und was die Hörenden mitnehmen sollen].
Zielgruppe: [z. B. Inhaber kleiner Betriebe].
Format: [Gespräch mit Gast / Solofolge], Länge ca. [Zahl] Minuten.
Gast (nur Funktion und Fachgebiet, ohne private Angaben): [Stichworte].
Bitte schlage vor:
1. einen Ablauf mit Einstieg, drei bis vier Blöcken und Abschluss, jeweils mit Zeitangabe,
2. je Block fünf bis acht offene Fragen, die zum Ziel passen,
3. drei Möglichkeiten für einen Einstieg und einen Abschluss.
Nenne keine Fakten, Zahlen oder Zitate, die ich nicht angegeben habe, und erfinde keine Aussagen des Gastes. Markiere Stellen, die ich recherchieren muss, mit [prüfen].

Ersetzen Sie die Platzhalter durch Ihre Angaben und wählen Sie die Fragen selbst aus.

Worauf Sie achten müssen

  • Fakten prüfen. KI nennt gern Zahlen, Studien und Zitate, die es nicht gibt. In einem Podcast bleiben falsche Angaben im Ohr. Prüfen Sie alles, was Sie als Tatsache sagen.
  • Der Gast ist kein Datensatz. Geben Sie keine privaten Informationen über den Gast in KI-Dienste. Fragen Sie nur nach, was er öffentlich und gern erzählt.
  • Einwilligung und Rechte. Aufnahmen mit Gästen brauchen deren Einverständnis für Aufnahme, Veröffentlichung und eine mögliche Auswertung durch KI. Klären Sie das vorab schriftlich. Rechtliche Fragen beurteilt eine Fachperson im Einzelfall.
  • Eigene Haltung. KI-Fragen sind oft allgemein. Ihre Fragen machen den Unterschied. Nutzen Sie die Vorschläge als Anregung.
  • Abhängigkeit vermeiden. Wer nur abliest, hört nicht mehr zu. Üben Sie das freie Gespräch.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein erfundenes Beispiel: Frau Müller betreibt in Brugg einen kleinen Podcast für lokale Gewerbebetriebe. In der nächsten Folge spricht sie mit einem Schreiner über Nachfolge im Familienbetrieb. Sie legt Ziel und Zielgruppe fest und lässt mit der Vorlage einen Ablauf und mögliche Fragen vorschlagen.

Von 25 Fragen wählt sie acht aus und formuliert drei um. Eine Aussage über Nachfolgezahlen in der KI-Skizze prüft sie und streicht sie, weil sie keine Quelle findet. Im Gespräch hört sie genau zu und stellt zwei Nachfragen, die nicht auf der Liste stehen. Die Folge hat einen klaren Faden und wirkt natürlich.

So hilft Ihnen Alpasana

Die KI-Praxiskurse von absofort umfassen unter anderem Podcast- und Voiceover-Vorbereitung, Video-Teaser, KI-Bilder sowie Claude mit Projektstruktur, Prompt-Bibliothek und Qualitätsprüfung. Praxisaufgaben und KI-Lerncoach begleiten Sie im eigenen Tempo.

So lernen Sie, Folgen strukturiert vorzubereiten und KI-Vorschläge kritisch zu prüfen. Aufnahmetechnik und Schnitt gehören nicht zum Angebot.

Häufige Fragen

Soll ich die Fragen dem Gast vorab schicken?

Eine Themenübersicht ist freundlich und hilft dem Gespräch. Die genauen Fragen müssen Sie nicht verraten, wenn Sie Spontaneität möchten.

Kann die KI das Gespräch führen?

Nein. Sie kann bei der Vorbereitung helfen. Das Gespräch mit dem Gast ist Ihre Aufgabe.

Darf ich das Gespräch mit KI transkribieren?

Mit Einverständnis der Beteiligten meist ja, prüfen Sie aber Datenschutz und Dienst. Hinweise: Interviews mit KI transkribieren.

Wie lang sollte die Vorbereitung sein?

Eine bis zwei Stunden für eine halbstündige Folge sind ein guter Richtwert. Wichtig ist die Qualität der Recherche, nicht die Länge des Skripts.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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