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Berufe & Funktionen · KI-Beratung und digitale Transformation

Welche Aufgaben in meinem Team eignen sich für KI?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Sammeln Sie im Team wiederkehrende Aufgaben, bewerten Sie jede nach Häufigkeit, Zeitaufwand, Risiko und Datenlage und wählen Sie ein bis zwei einfache Kandidaten für einen Test. Gut geeignet sind Aufgaben mit Text, klaren Regeln und menschlicher Kontrolle. Ungeeignet sind Aufgaben mit hohem Risiko oder sensiblen Daten ohne Absicherung.

Das Problem

Die Teamleiterin hört, dass andere Firmen KI einsetzen. Sie fragt sich: Wofür eigentlich bei uns? Im Kopf sind Ideen, die gross und diffus wirken: «Alles automatisieren», «Kundenservice mit KI». Das Team ist skeptisch oder überfordert.

Der Fehler, den viele machen: Sie suchen ein KI-Werkzeug und dann ein Problem dafür. Besser ist die umgekehrte Reihenfolge. Zuerst schauen Sie, welche Aufgaben im Alltag Zeit fressen oder nerven, und danach prüfen Sie, ob KI dabei helfen kann.

Nicht jede Aufgabe eignet sich. KI ist stark bei Texten, Zusammenfassungen, Sortieren und Entwürfen, aber unzuverlässig bei exakten Berechnungen, rechtlich heiklen Entscheidungen und Aufgaben, die absolute Fehlerfreiheit verlangen. Und manche Daten dürfen nicht in jedes Werkzeug.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Workshop ansetzen. Reservieren Sie 60 bis 90 Minuten mit dem Team. Betonen Sie: Es geht darum, Arbeit zu erleichtern, nicht Stellen abzubauen. Klären Sie diese Frage offen, siehe Angst vor KI im Team ansprechen.
  1. Aufgaben sammeln. Jede Person schreibt auf Zettel oder in eine Liste, welche wiederkehrenden Aufgaben sie hat, die Zeit kosten: E-Mails beantworten, Protokolle schreiben, Daten abtippen, Angebote erstellen, Anfragen sortieren.
  1. Aufgaben beschreiben. Notieren Sie zu jeder Aufgabe: Wie oft? Wie lange? Wer macht sie? Welche Daten sind beteiligt? Was passiert, wenn ein Fehler passiert?
  1. Bewerten. Verwenden Sie die Tabelle unten. Vergeben Sie für Häufigkeit, Zeitaufwand, Eignung für KI und Risiko jeweils hoch, mittel oder niedrig.
  1. KI als Ideengeberin nutzen. Lassen Sie mit der Vorlage unten eine KI Ihre Aufgabenliste ordnen und Fragen zu jeder Aufgabe stellen. Verwenden Sie dabei keine vertraulichen Angaben.
  1. Ein bis zwei Kandidaten wählen. Starten Sie mit Aufgaben, die häufig, zeitaufwendig, wenig riskant und gut prüfbar sind. Zum Beispiel Entwürfe für Standardantworten oder Zusammenfassungen interner Besprechungen.
  1. Kleinen Test planen. Legen Sie fest, wer testet, wie lange, wie Sie Nutzen messen und wie Ergebnisse geprüft werden. Siehe KI-Pilotprojekt auswählen.
  1. Regeln festlegen und auswerten. Halten Sie fest, was erlaubt ist, und bewerten Sie nach einigen Wochen: Zeitgewinn, Qualität, Zufriedenheit. Entscheiden Sie dann über das weitere Vorgehen.
Ablaufgrafik in 8 Schritten: 1. Workshop ansetzen; 2. Aufgaben sammeln; 3. Aufgaben beschreiben; 4. Bewerten; 5. KI als Ideengeberin nutzen; 6. Ein bis zwei Kandidaten wählen; 7. Kleinen Test planen; 8. Regeln festlegen und auswerten.
Der Weg im Überblick: Welche Aufgaben in meinem Team eignen sich für KI?

Vorlage zum Kopieren

Du unterstützt ein Team in einem Schweizer KMU bei der Suche nach sinnvollen KI-Einsatzfällen. Ich gebe dir eine Liste wiederkehrender Aufgaben (ohne vertrauliche Angaben).

Team und Branche: [z. B. Backoffice einer Treuhandfirma, 6 Personen]
Aufgabenliste: [Aufgabe | wie oft | Dauer | Daten beteiligt]

Aufgabe:
1. Ordne die Aufgaben nach «gut geeignet», «bedingt geeignet», «eher ungeeignet» für KI-Unterstützung mit kurzer Begründung.
2. Stelle zu jeder gut geeigneten Aufgabe drei Rückfragen, die wir im Team klären sollten (Daten, Risiko, Prüfung).
3. Schlage für zwei Aufgaben einen kleinen Test vor (Dauer, Messgrösse).
Nenne keine konkreten Produkte. Erfinde keine Zahlen zum Zeitgewinn.

Fügen Sie Ihre Aufgabenliste ein und besprechen Sie die Antwort im Team, statt sie ungeprüft zu übernehmen.

MerkmalGut für einen StartEher später
HäufigkeitMehrmals pro WocheSelten
Risiko bei FehlernGering, gut prüfbarHoch, schwer prüfbar
DatenUnkritisch oder anonymisierbarSensibel
Art der AufgabeText, Entwurf, SortierenExakte Berechnung, rechtliche Entscheidung
Prüfung durch MenschEinfach möglichAufwendig

Worauf Sie achten müssen

  • Daten und Datenschutz: Prüfen Sie für jede Aufgabe, welche Daten beteiligt sind. Personendaten und Geschäftsgeheimnisse brauchen besondere Regeln. Näheres in KI-Richtlinie für Mitarbeitende.
  • Keine Wundererwartungen: KI spart Zeit bei vielen Aufgaben, aber nicht bei allen, und die Ergebnisse brauchen Kontrolle. Rechnen Sie mit Prüfaufwand.
  • Mitarbeitende einbeziehen: Wer die Aufgabe täglich macht, kennt ihre Tücken. Wer ausgeschlossen wird, lehnt das Ergebnis eher ab.
  • Verantwortung bleibt beim Menschen: Wenn KI mitarbeitet, ist trotzdem eine Person für das Ergebnis verantwortlich.
  • Nicht nur Zeit zählen: Auch Qualität, Konstanz und Entlastung von lästiger Routine sind Nutzen. Messen Sie mehrere Dinge.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Das Backoffice einer Garage in Olten (fünf Personen) trifft sich zu einem Workshop. Gesammelt werden zwölf Aufgaben, darunter Terminbestätigungen, Offertentexte, Reklamationsmails und das Sortieren von Rechnungen.

Bewertet wird nach Häufigkeit, Risiko und Datenlage. Die Rechnungssortierung enthält sensible Daten und kommt später dran. Als Start wählt das Team die Entwürfe für Terminbestätigungen und Standardantworten auf Anfragen: häufig, gut prüfbar, wenig Risiko. Vier Wochen lang testen zwei Mitarbeiterinnen, notieren die Zeit und die nötigen Korrekturen und berichten im Team. Danach entscheidet es, ob die Nutzung ausgeweitet wird.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie nicht allein herausfinden möchten, wo KI in Ihrem Betrieb sinnvoll ist, unterstützt Alpasana mit KI-Beratung und digitaler Transformation. Dazu gehören Prozesse aufnehmen, KI-Potenziale analysieren, Vorhaben priorisieren und einen Umsetzungsplan erstellen, bei Bedarf auch das Integrieren von KI-Agenten mit Anwendungsfall, Pilot, Einsatzregeln und Skalierung.

Weiterbildung kann einbezogen werden, Projekte werden individuell offeriert. Das Angebot ersetzt nicht die Einbindung Ihres Teams, die beschriebene Analyse lebt von dessen Wissen.

Häufige Fragen

Wie viele Aufgaben soll ich zuerst testen?

Ein bis zwei. Mehr verteilt die Aufmerksamkeit und macht die Auswertung schwer. Wenn der Test gelingt, folgen weitere.

Was, wenn das Team skeptisch ist?

Nehmen Sie die Bedenken ernst und besprechen Sie sie offen. Zeigen Sie an einer kleinen, harmlosen Aufgabe, was möglich ist. Entscheidend ist, dass Mitarbeitende mitgestalten dürfen.

Brauche ich dafür externe Beratung?

Nicht zwingend. Für den Einstieg reicht oft ein Workshop im Team. Externe Unterstützung hilft bei grösseren Vorhaben, Systemanbindungen oder wenn das Know-how fehlt. Einen betriebsweiten Blick bietet Welche Aufgaben in meinem Betrieb eignen sich für KI?.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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