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Ist diese Person echt oder ein KI-Influencer?
Kurz gesagt
Ein KI-Influencer ist eine künstlich erzeugte Figur, die wie ein Mensch auftritt. Ob eine Person echt ist, erkennen Sie an mehreren Hinweisen zusammen: Herkunft der Bilder, Kennzeichnung, Auftritte ausserhalb des Profils und Verhalten bei Rückfragen.
Das Problem
Auf Instagram folgen Sie einer sympathischen Person, die Rezepte, Reisen und Fitness zeigt. Die Bilder sind makellos, die Texte freundlich, und regelmässig gibt es Empfehlungen für Produkte. Plötzlich fragen Sie sich: Gibt es diesen Menschen eigentlich?
Das ist keine Spinnerei. Es gibt Profile, deren Personen vollständig am Computer entstanden sind, manche offen als virtuelle Figur, andere ohne jeden Hinweis. Daneben gibt es echte Menschen, die sich mit KI-Bildern verschönern oder deren Texte von KI stammen.
Warum das wichtig ist: Wer einer Person vertraut, kauft eher, was sie empfiehlt, oder gibt persönliche Daten preis. Bei einer erfundenen Figur steckt dahinter ein Unternehmen oder, im schlechtesten Fall, eine Betrugsmasche.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Das Profil in Ruhe ansehen. Wie lange besteht es, wie viele Beiträge gibt es, und gibt es einen Hinweis in der Beschreibung wie «virtuelle Persönlichkeit» oder «AI-generated»? Eine offene Kennzeichnung ist ein gutes Zeichen von Ehrlichkeit.
- Die Bilder genau betrachten. Achten Sie auf Hände, Zähne, Haaransatz, Schmuck, Schriftzüge im Hintergrund und Spiegelungen. KI-Bilder machen dort häufiger Fehler. Fehlerfreie Bilder beweisen aber nicht, dass die Person echt ist.
- Nach Bewegtbild und Alltagsspuren suchen. Gibt es Videos mit natürlicher Sprache, spontane Aufnahmen, andere Personen, die die Figur markieren? Eine Person, die nie live, nie mit Dritten und nie unvorbereitet zu sehen ist, wirkt verdächtig.
- Eine Rückwärtssuche versuchen. Laden Sie ein Bild in eine Bildersuche hoch. Taucht es auf anderen Profilen unter anderem Namen auf, ist das ein starkes Warnzeichen. Wie das geht, zeigt Bildherkunft per Rückwärtssuche prüfen.
- Die Kommentare und Followerschaft beurteilen. Sind die Kommentare allgemein und austauschbar, oder erzählen Menschen von konkreten Erlebnissen? Auffällig viele Floskeln können auf Bots hindeuten. Vertiefung: Bots in Kommentaren erkennen.
- Die Werbung prüfen. Ist Werbung als solche gekennzeichnet? Wer steht hinter den Produkten, und gibt es ein Impressum? Werden Sie gedrängt, schnell zu bestellen oder Daten einzugeben, gehen Sie auf Abstand.
- KI zum Ordnen verwenden. Öffnen Sie einen im Betrieb oder privat erlaubten KI-Assistenten, also ein Programm, dem Sie schriftlich Aufgaben geben. Beschreiben Sie Ihre Beobachtungen und lassen Sie Hinweise für und gegen eine echte Person sortieren. Die KI kann Profile nicht verlässlich verifizieren und sieht nur, was Sie ihr schreiben.
- Zurückhaltung vor Vertrauen. Solange unklar ist, ob die Person echt ist, geben Sie keine persönlichen Daten, kein Geld und keine Zugangsdaten weiter.
| Hinweis | Spricht für KI-Figur | Spricht für echte Person |
|---|---|---|
| Profilbeschreibung | Keine Angaben, Hinweis auf «virtuell» | Konkrete Angaben, Ort, Beruf |
| Videos | Selten, steif, immer gleicher Hintergrund | Spontane, unterschiedliche Situationen |
| Auftritte | Nie bei Veranstaltungen oder Interviews | Medienauftritte, Erwähnung durch Dritte |
| Bilderrückwärtssuche | Bild unter anderen Namen | Bild nur im eigenen Profil |
Vorlage zum Kopieren
Ich möchte einschätzen, ob ein Social-Media-Profil zu einer echten Person gehört oder künstlich sein könnte.
Plattform und Art des Profils: [z. B. Instagram, Fitness und Reisen].
Meine Beobachtungen zu den Bildern: [z. B. Hände auffällig, immer gleiche Pose].
Meine Beobachtungen zu Videos und Auftritten: [z. B. keine Videos, keine Erwähnung durch Dritte].
Meine Beobachtungen zur Werbung: [z. B. Rabattcode, keine Kennzeichnung].
Das habe ich schon geprüft: [z. B. Rückwärtssuche ohne Treffer].
Bitte sortiere meine Beobachtungen in: spricht für künstliche Figur, spricht für echte Person, unklar.
Nenne mir fünf weitere Prüffragen. Behaupte nicht, dass das Profil sicher echt oder sicher künstlich ist.Ersetzen Sie die Platzhalter durch Ihre eigenen Beobachtungen, ohne Namen Dritter.
Worauf Sie achten müssen
- Keine Gewissheit. Es gibt keine sichere Methode, ein einzelnes Bild als KI-erzeugt zu entlarven. Auch Erkennungsprogramme irren sich. Sammeln Sie mehrere Hinweise.
- Pauschale Verdächtigungen vermeiden. Eine gekennzeichnete virtuelle Figur ist nicht unehrlich. Und wer echt ist, aber bearbeitete Bilder zeigt, ebenfalls nicht. Entscheidend ist, ob Sie getäuscht werden sollen.
- Datenschutz. Laden Sie keine Fotos fremder Personen in KI-Dienste hoch, wenn Sie das nicht dürfen. Beschreiben Sie Beobachtungen in Worten.
- Werbung und Kennzeichnung. Werbung soll als solche erkennbar sein. Was im Einzelfall zulässig ist, beurteilt eine Fachperson, zum Beispiel bei der Lauterkeit der Werbung.
- Eigene Daten schützen. Hinter Direktnachrichten vermeintlicher Stars steckt oft eine Betrugsmasche. Bei Geld- oder Datenwünschen hören Sie auf.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein erfundenes Beispiel: Frau Müller organisiert für ihren Gewerbeverein in Zofingen eine Verlosung und möchte eine regionale «Influencerin» einladen, deren Profil ihr gefällt. Sie bemerkt, dass die Person nie in Videos spricht, nie von anderen markiert wird und dass die Hände auf mehreren Bildern ungewöhnlich wirken.
Die Rückwärtssuche zeigt dasselbe Gesicht unter einem anderen Namen auf einem zweiten Profil. Mit der Vorlage ordnet sie ihre Beobachtungen. Das Ergebnis: Sehr wahrscheinlich eine künstliche Figur, aber nicht beweisbar. Sie lädt stattdessen eine Person ein, die sie persönlich kennenlernen konnte.
So hilft Ihnen Alpasana
Die KI-Praxiskurse von absofort behandeln KI-Bilder, Deepfakes und Phishing, also Täuschungen mit künstlich erzeugten Medien und gefälschten Nachrichten. Praxisaufgaben und ein KI-Lerncoach begleiten Sie beim Üben.
Wer weiss, wie solche Inhalte entstehen, beurteilt Profile und Werbung nüchterner. Eine rechtliche Beurteilung von Werbepraktiken ersetzen die Kurse nicht.
Häufige Fragen
Ist ein KI-Influencer verboten?
Nein. Virtuelle Figuren dürfen auftreten. Problematisch ist, wenn Werbung nicht erkennbar ist oder über die Herkunft getäuscht wird. Details im Einzelfall klärt eine Fachperson.
Wie erkenne ich KI-Bilder sicher?
Gar nicht sicher. Hinweise gibt die Seite KI-Bilder erkennen. Gute KI-Bilder sind kaum zu unterscheiden, deshalb zählt die Gesamtschau.
Darf ich eine Person als «Fake» melden?
Sie dürfen auffällige Profile der Plattform melden. Formulieren Sie sachlich, etwa «Verdacht auf künstliches Profil». Beschuldigen Sie niemanden öffentlich.
Was, wenn jemand mein Gesicht für ein Fake-Profil nutzt?
Dann hilft die Seite Fake-Profil mit meinem Namen mit den ersten Schritten.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Quellen
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