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Sicherheit · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Wie prüfe ich den echten Absender einer E-Mail?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Der angezeigte Name einer E-Mail sagt nichts über den Absender. Schauen Sie die vollständige Adresse an, achten Sie auf die Domain hinter dem @ und prüfen Sie die Antwortadresse. Bei Zweifeln bestätigen Sie die Mail über einen zweiten Kanal.

Das Problem

Im Posteingang steht ein vertrauter Name: Ihre Chefin, ein Kunde, die Bank. Der Inhalt ist aber ungewöhnlich. Es geht um eine dringende Zahlung, einen geänderten Link oder eine «Sicherheitsüberprüfung». Sie fragen sich: Stammt die Mail wirklich von dieser Person?

Das Problem: Der Name, den Ihr Mailprogramm anzeigt, lässt sich frei einstellen. Jemand kann sich «Anna Meier» nennen, obwohl die Adresse dahinter ganz anders lautet. Viele Programme, besonders auf dem Handy, zeigen nur den Namen und verstecken die Adresse.

Mit ein paar Handgriffen finden Sie die echte Adresse heraus. Das ist eine der wirksamsten Schutzmassnahmen gegen Phishing, also gegen gefälschte Nachrichten, die an Ihre Daten oder Ihr Geld wollen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Klicken Sie nichts an. Prüfen Sie zuerst, bevor Sie Links oder Anhänge öffnen oder antworten.
  2. Machen Sie die Adresse sichtbar. Am Computer fahren Sie mit der Maus über den Absendernamen oder klicken darauf. Auf dem Handy tippen Sie auf den Namen oder auf «Details». Dort erscheint die vollständige Adresse.
  3. Lesen Sie die Domain. Die Domain ist der Teil nach dem @, etwa «firma.ch». Prüfen Sie sie Buchstabe für Buchstabe. Täter verwenden Tippfehler («fírma.ch», «firrna.ch») oder fremde Endungen («firma-service.com»).
  4. Vergleichen Sie mit früheren Mails. Suchen Sie eine frühere, sichere Mail derselben Person und vergleichen Sie die Adresse. Stimmt sie nicht überein, ist Vorsicht angebracht.
  5. Prüfen Sie die Antwortadresse. Manchmal ist der Absender korrekt, aber Antworten gehen an eine andere Adresse. Drücken Sie auf «Antworten» und schauen Sie, an wen die Antwort gehen würde, ohne zu senden.
  6. Beachten Sie den Inhalt. Dringlichkeit, Geheimhaltung, geänderte Bankverbindungen und Links zu Anmeldeseiten sind Warnzeichen, auch wenn die Adresse echt aussieht. Konten können gehackt sein, siehe Phishing im bestehenden Mailverlauf.
  7. Bestätigen Sie auf einem zweiten Weg. Rufen Sie die Person über eine bekannte Nummer an. Melden Sie verdächtige Mails Ihrer IT und löschen Sie sie anschliessend.

Vorlage zum Kopieren

Mit einer KI können Sie sich helfen lassen, eine Adresse auf typische Fälschungsmuster zu untersuchen. Ersetzen Sie dabei vertrauliche Teile:

Ich möchte prüfen, ob eine E-Mail-Absenderadresse verdächtig wirkt.
Absenderadresse: [Adresse oder erfundenes Muster, z. B. name@beispiel-firma.com].
Die erwartete, bekannte Adresse wäre: [bekannte Adresse oder Muster].
Vergleiche beide Domains Buchstabe für Buchstabe und nenne Unterschiede wie Tippfehler,
ähnlich aussehende Zeichen, zusätzliche Wörter oder fremde Endungen.
Sage deutlich, dass du die tatsächliche Herkunft der E-Mail nicht prüfen kannst
und ich im Zweifel über einen zweiten Weg nachfragen soll.

Setzen Sie nur die Adresse ein, nicht den ganzen Mailtext. Das Ergebnis dient der Orientierung.

Woran erkennen Sie Fälschungen?

BeobachtungHinweis
Name stimmt, Domain ist fremdSehr verdächtig
Domain mit Tippfehler oder ZusatzVerdächtig
Antwortadresse weicht abVerdächtig
Adresse stimmt mit früheren Mails übereinGut, aber Konto könnte gehackt sein
Dringende Forderung trotz echter AdresseTrotzdem prüfen

Worauf Sie achten müssen

  • Auch eine echte Adresse ist keine Garantie. Wenn das Konto Ihres Kontakts gehackt wurde, kommen Betrugsmails von der richtigen Adresse. Bestätigen Sie ungewöhnliche Anliegen immer zusätzlich.
  • Die Adresse allein reicht nicht. Täter können Adressen fälschen. Dann hilft die Prüfung der technischen Kopfzeilen oder Ihre IT.
  • Handy-Anzeige beachten. Viele Mailprogramme verkürzen Adressen. Tippen Sie auf den Namen, um die ganze Adresse zu sehen.
  • Keine vertraulichen Daten in KI-Dienste. Geben Sie nur die Adresse oder erfundene Muster ein, nicht den ganzen Inhalt. Die Seite Verdächtige E-Mail mit KI prüfen zeigt das Vorgehen.
  • Rechtliches im Einzelfall. Bei Schäden wenden Sie sich an Bank und Polizei. Das Bundesamt für Cybersicherheit erklärt Phishing und Meldewege (BACS).

Wie hilft die IT dabei?

Eine IT-Fachperson kann die vollständigen Kopfzeilen einer Mail lesen. Darin steht, über welche Server die Nachricht lief, und ob Absenderprüfungen bestanden wurden. Leiten Sie verdächtige Mails deshalb an die IT weiter, statt sie nur zu löschen. Mehr zum Erkennen verdächtiger Mails steht auf der Seite Phishing-Mail erkennen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein erfundenes Beispiel: Frau Müller arbeitet in der Buchhaltung einer Metzgerei in Sursee. Eine Mail des Lieferanten «Frisch AG» bittet um Zahlung auf ein neues Konto. Der Name stimmt, die Mail wirkt echt.

Vorher hätte sie die Zahlung angepasst. Nachher tippt sie auf den Namen und sieht die Domain «frisch-ag-service.com» statt «frisch.ch». Sie ruft den Lieferanten über die gespeicherte Nummer an. Der weiss von keiner Änderung. Sie meldet die Mail der Geschäftsleitung, siehe auch Rechnung mit neuer Bankverbindung.

Wie üben Sie das im Team?

Zeigen Sie im nächsten Teamgespräch zwei erfundene Absender, eine echte und eine gefälschte Adresse, und lassen Sie die Gruppe raten. Danach schauen Sie gemeinsam, woran man den Unterschied sieht. Das dauert fünf Minuten und schärft den Blick für Domains besser als jede Anleitung.

So hilft Ihnen Alpasana

Die KI-Praxiskurse von absofort behandeln Phishing und Deepfakes. Sie üben dort, Warnzeichen zu erkennen und im Alltag ruhig und sicher zu prüfen.

Ein Kurs ersetzt keine technischen Schutzmassnahmen Ihrer IT. Er schafft Routine im eigenen Handeln.

Häufige Fragen

Kann ich die Adresse einfach ignorieren, wenn der Inhalt stimmt?

Nein. Auch gut gemachte Mails enthalten Inhalte, die stimmen. Prüfen Sie trotzdem Adresse und Forderung, besonders bei Geld und Zugangsdaten.

Was bedeutet «Antwortadresse»?

Das ist die Adresse, an die Ihre Antwort geht. Sie kann von der Absenderadresse abweichen. Weicht sie ab, ist das ein Warnzeichen.

Hilft ein Spamfilter?

Er fängt vieles ab, aber nicht alles. Verlassen Sie sich nicht allein darauf. Bleiben Sie aufmerksam, auch bei Mails, die im Posteingang landen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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