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Sicherheit · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Wo bewahre ich Wiederherstellungscodes sicher auf?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Bewahren Sie Wiederherstellungscodes getrennt vom Gerät auf, auf dem Sie sich anmelden, zum Beispiel ausgedruckt in einem abschliessbaren Fach oder verschlüsselt im Passwortmanager. Fotografieren Sie sie nicht in die allgemeine Galerie und schicken Sie sie nie per E-Mail oder Chat.

Das Problem

Beim Einrichten der Zwei-Faktor-Anmeldung, also der zusätzlichen Sicherung durch einen Code auf dem Handy, hat Ihr Konto eine Liste von Wiederherstellungscodes angezeigt. Sie haben sie weggeklickt oder irgendwo notiert und wissen nun nicht mehr, wo. Das fällt Ihnen erst auf, wenn das Handy kaputt ist oder verloren geht.

Diese Codes sind Ihr Notausgang. Wer sie hat, kommt ins Konto, ohne das Handy zu brauchen. Verlieren Sie sie, kann der Zugang zu Mail, Cloud oder KI-Konto tagelang gesperrt sein. Fallen sie in falsche Hände, können Fremde Ihr Konto übernehmen.

Die Aufgabe ist also zweiteilig: Die Codes müssen sicher vor Fremden und zugleich für Sie im Ernstfall auffindbar sein. Das lässt sich in zehn Minuten lösen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Alle Konten mit Zwei-Faktor sammeln. Notieren Sie, bei welchen Diensten Sie die zusätzliche Sicherung aktiviert haben: E-Mail, Cloud, Bank, KI-Konto, Social Media. Ein Blatt Papier oder eine Tabelle reicht. Die Konten selbst und die Codes gehören nicht in dieselbe Notiz.
  1. Wiederherstellungscodes anzeigen lassen. In den Sicherheitseinstellungen des jeweiligen Kontos finden Sie meist «Backup-Codes» oder «Wiederherstellungscodes». Nach dem Neuerstellen gelten die alten Codes oft nicht mehr. Lesen Sie die Hinweise des Anbieters.
  1. Den Ablageort wählen. Zwei bewährte Wege: ausgedruckt an einem sicheren, abschliessbaren Ort, oder verschlüsselt im Passwortmanager, einem Programm, das Zugangsdaten geschützt speichert. Siehe Passwortmanager einrichten.
  1. Nie auf dem gleichen Gerät ablegen. Wenn das Handy mit dem Zugang verloren geht, darf der Notausgang nicht auch weg sein. Speichern Sie die Codes also nicht nur auf dem Handy, das Sie zum Anmelden nutzen.
  1. Beschriften, ohne zu verraten. Notieren Sie auf dem Blatt den Dienst und das Datum, aber nicht den Benutzernamen und kein Passwort. Ein Blatt mit «Codes Cloud, Stand Oktober 2026» sagt Fremden wenig.
  1. Eine Vertrauensperson informieren. Sagen Sie einer Person, wo die Codes liegen, oder legen Sie eine Notfallmappe an. So kommen im Ernstfall Angehörige oder Stellvertretung ans Konto. Mehr dazu: Digitale Notfallmappe für Zugänge.
  1. Mit KI die Ablage planen. Öffnen Sie einen erlaubten KI-Assistenten, also ein Programm, dem Sie schriftlich Aufgaben geben. Beschreiben Sie Ihre Situation ohne echte Codes und lassen Sie sich einen Ablageplan und eine Erinnerung für die Jahreskontrolle formulieren. Geben Sie der KI niemals die Codes selbst.
  1. Einmal testen. Prüfen Sie, ob Sie die Codes im Notfall wirklich finden und lesen können. Verwenden Sie nur einen Code, wenn der Anbieter ausdrücklich zum Test rät, denn jeder Code gilt meist nur einmal. Haken Sie benutzte Codes ab.
AblageortVorteilNachteil
Ausdruck im abschliessbaren FachUnabhängig vom GerätBrand, Verlust, Zugriff von Dritten
PasswortmanagerVerschlüsselt, immer dabeiHauptpasswort darf nicht vergessen gehen
Foto in der GalerieBequemWird oft automatisch in die Cloud gesichert
E-Mail oder Chat an sich selbstSchnellUnsicher, im gleichen Konto auffindbar

Vorlage zum Kopieren

Ich möchte meine Wiederherstellungscodes für Konten mit Zwei-Faktor-Anmeldung sicher ablegen.
Ich habe Codes für folgende Arten von Diensten: [z. B. E-Mail, Cloud, KI-Konto, Bank].
Meine möglichen Ablageorte: [z. B. Tresor, Aktenschrank, Passwortmanager].
Wer im Notfall Zugriff haben soll: [Rolle, z. B. Ehepartner, Stellvertretung, ohne Namen].
Bitte erstelle mir:
1. einen Ablageplan in fünf Schritten,
2. eine Liste, was ich auf dem Ausdruck notieren darf und was nicht,
3. eine Erinnerung für eine jährliche Kontrolle.
Ich gebe dir keine echten Codes, Passwörter oder Benutzernamen. Bitte fordere sie auch nicht an.

Ersetzen Sie die Platzhalter mit allgemeinen Angaben, aber ohne echte Codes oder Konten.

Worauf Sie achten müssen

  • Niemals Codes in KI-Fenster eingeben. Weder in Chatbots noch in Übersetzungs- oder Notizprogramme. Eingegebene Texte können gespeichert werden.
  • Keine Fotos in der Galerie. Fotos synchronisieren sich oft automatisch mit der Cloud. Dann liegen die Codes im gleichen Konto, das sie schützen sollen.
  • Codes gelten meist nur einmal. Nach der Verwendung sind sie ungültig. Erneuern Sie die Liste, wenn nur noch wenige übrig sind.
  • Betrugsmaschen kennen. Niemand, auch kein Support, fragt nach Ihren Codes. Wer sie am Telefon verlangt, ist ein Betrüger. Meldungen nimmt das Bundesamt für Cybersicherheit entgegen.
  • Im Betrieb Regeln beachten. Für Firmenkonten gelten betriebliche Vorgaben. Klären Sie mit der IT oder Leitung, wo Codes liegen dürfen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein erfundenes Beispiel: Frau Müller betreibt ein kleines Büro für Buchhaltung in Rheinfelden. Ihr E-Mail-Konto ist mit Zwei-Faktor gesichert. Die Codes liegen als Foto in ihrer Handygalerie, die sich automatisch in die Cloud sichert. Beim Neuaufsetzen des Handys wird ihr klar, wie riskant das ist.

Mit der Vorlage entwirft sie einen Plan: Neue Codes erzeugen, ausdrucken, in einem abschliessbaren Fach im Büro aufbewahren, das Foto löschen. Eine Vertrauensperson erfährt, wo der Schlüssel liegt. Einmal im Jahr, am gleichen Datum wie die Steuererklärung, prüft sie die Liste.

So hilft Ihnen Alpasana

Die KI-Praxiskurse von absofort behandeln unter anderem Phishing, also Täuschungsversuche, mit denen Angreifer an Zugangsdaten gelangen, sowie betriebliche KI-Richtlinien. Praxisaufgaben und ein KI-Lerncoach unterstützen Sie beim eigenen Tempo.

So gewinnen Sie Routine im Umgang mit Zugangsdaten und Konten. Für die konkrete Einrichtung in Ihrem Betrieb ziehen Sie Ihre IT-Betreuung bei.

Häufige Fragen

Reicht es, die Codes auf dem Handy zu speichern?

Nein. Wenn das Handy verloren geht, fehlen Gerät und Codes zugleich. Legen Sie die Codes an einem zweiten Ort ab. Siehe auch Handy verloren: Zwei-Faktor.

Wie oft soll ich die Codes erneuern?

Wenn Sie viele verbraucht haben oder vermuten, dass jemand sie gesehen hat. Sonst genügt eine jährliche Kontrolle.

Darf ich die Codes im Passwortmanager speichern?

Ja, wenn der Passwortmanager verschlüsselt ist und sein Hauptpasswort sicher ist. Für den Totalausfall hilft zusätzlich ein Ausdruck. Mehr dazu bei Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten.

Was, wenn ich die Codes verloren habe?

Melden Sie sich, solange Sie noch Zugang haben, an und erzeugen Sie neue. Die alten werden dadurch meist ungültig. Prüfen Sie die Anleitung des Anbieters.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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