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Selbstcoaching mit KI · my-coach: Life Coaching und Mental Coaching

Warum schiebe ich diese Aufgabe auf? KI-Fragen zur Klärung

Stand 10.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Aufschieben hat oft konkrete Gründe: Die Aufgabe ist unklar, unangenehm, zu gross oder emotional belastet. Mit KI-Fragen sortieren Sie mögliche Hürden, ohne sich zu diagnostizieren. Danach wählen Sie einen kleinen Einstieg.

Das Problem

Die Steuererklärung liegt auf dem Tisch, die Mail an die Vermieterin ist halb geschrieben, der Arzttermin nicht vereinbart. Sie wissen, dass die Aufgabe nötig ist, und schieben sie trotzdem Tag für Tag. Gleichzeitig erledigen Sie plötzlich alles andere: Wäsche, Schreibtisch, Einkäufe.

Dieses Aufschieben nennt man Prokrastination. Im Alltag heisst das nicht automatisch, dass etwas «nicht stimmt» mit Ihnen. Viele Menschen kennen es, und die Gründe sind verschieden. Manche Aufgaben sind unklar, andere unangenehm, wieder andere verbinden sich mit der Angst, etwas falsch zu machen.

Wenn Sie nur denken «Ich bin faul», sind Sie auf der falschen Spur. Nützlicher ist die Frage: Was genau hält mich auf? Eine KI kann Ihnen dazu Fragen stellen. Sie soll Sie aber nicht einordnen oder etwas diagnostizieren. Bei starker Belastung ist eine Fachperson die richtige Stelle.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Aufgabe benennen: Wählen Sie eine konkrete aufgeschobene Aufgabe, nicht «alles».
  2. Seit wann und wie oft: Notieren Sie, seit wann Sie die Aufgabe vor sich herschieben und wie oft Sie schon angesetzt haben.
  3. Gefühl beim Gedanken: Schreiben Sie auf, was Sie spüren, wenn Sie an die Aufgabe denken: Druck, Langeweile, Ärger, Angst, Unsicherheit.
  4. Hürden sammeln: Nennen Sie, was Ihnen daran schwerfällt, zum Beispiel «Ich weiss nicht, wo ich anfangen soll» oder «Ich habe Angst vor der Antwort».
  5. KI fragen lassen: Geben Sie die Notizen in die Vorlage ein und beantworten Sie die Fragen selbst.
  6. Hürdentyp erkennen: Passt am ehesten «unklar», «unangenehm», «zu gross», «perfekt sein müssen» oder «Entscheidung fehlt»?
  7. Kleinsten Einstieg wählen: Zum Beispiel zehn Minuten Unterlagen sammeln oder nur die Betreffzeile schreiben.
  8. Termin eintragen: Legen Sie einen konkreten Zeitpunkt fest und planen Sie danach eine kleine Belohnung.
Ablaufgrafik in 8 Schritten: 1. Aufgabe benennen; 2. Seit wann und wie oft; 3. Gefühl beim Gedanken; 4. Hürden sammeln; 5. KI fragen lassen; 6. Hürdentyp erkennen; 7. Kleinsten Einstieg wählen; 8. Termin eintragen.
Der Weg im Überblick: Warum schiebe ich diese Aufgabe auf? KI-Fragen zur Klärung

Vorlage zum Kopieren

Ich schiebe eine Aufgabe auf: [Aufgabe, z. B. «Steuererklärung ausfüllen»].
Seit: [Zeitraum]. Bisherige Versuche: [Anzahl, was passiert ist].
Was ich fühle, wenn ich daran denke: [Gefühle in Stichworten].
Was mir daran schwerfällt: [Stichworte].

Aufgabe:
1. Stelle mir sechs offene Fragen, die helfen, die Hürde einzugrenzen
   (unklar, unangenehm, zu gross, Perfektionsanspruch, fehlende Entscheidung).
2. Nach meinen Antworten nenne die Hürde, die am besten passt, als
   Vermutung, und schlage drei sehr kleine Einstiege vor.
Stelle keine Diagnose, benutze keine Begriffe wie «Störung» oder
«Depression». Keine Wertung meiner Person. Sprache: Deutsch (Schweiz).

Setzen Sie bei Bedarf eine Zeitgrenze ein, etwa «Einstiege von höchstens zehn Minuten».

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Selbstdiagnose: KI kann nicht beurteilen, ob hinter dem Aufschieben etwa eine psychische Belastung oder eine Aufmerksamkeitsstörung steht. Bei starkem Leidensdruck sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder einer Psychotherapeutin. Rund um die Uhr erreichen Sie «Die Dargebotene Hand» unter 143.
  • Fristen und Rechtliches: Bei Steuern, Behördenpost oder Verträgen prüfen Sie Fristen bei der zuständigen Stelle, nicht bei der KI.
  • Zur Beschäftigung ausweichen: Wer ständig mit der KI über die Aufgabe nachdenkt, schiebt manchmal damit weiter auf. Setzen Sie ein Zeitlimit von 15 Minuten.
  • Datenschutz: Keine Namen, Steuerdaten oder Gesundheitsangaben in öffentliche KI-Dienste. Beschreiben Sie die Aufgabe allgemein.
  • Selbstvorwürfe vermeiden: Sie helfen nicht beim Anfangen. Mehr dazu: Selbstvorwürfe beim Aufschieben.
HürdeTypische AussageMöglicher Einstieg
Unklar«Ich weiss nicht, wo anfangen»Unterlagen auflisten, erste Frage notieren
Unangenehm«Ich mag diese Post nicht öffnen»Brief öffnen, nichts weiter tun
Zu gross«Das dauert ewig»10 Minuten Timer
Perfektionsanspruch«Es muss fehlerfrei sein»schlechte erste Fassung schreiben

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein Gärtner aus Burgdorf schiebt seit drei Wochen eine Offerte an einen Kunden auf.

Vorher: Er sagt sich jeden Abend, er mache es morgen, und fühlt sich schlecht. Er räumt stattdessen die Werkstatt auf.

Nachher: Mit den Fragen der KI merkt er, dass er nicht weiss, wie er den Preis begründen soll, weil der Kunde zuvor schon gefeilscht hat. Die Hürde ist keine Faulheit, sondern Unsicherheit über den Preis. Er schreibt zuerst die Leistungen auf und fragt einen Kollegen nach seiner Einschätzung. Am nächsten Tag formuliert er die Offerte in zwanzig Minuten.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn das Aufschieben bei Ihnen immer wieder auftritt oder mit Selbstzweifeln verbunden ist, kann ein Gespräch klären, was dahintersteht. my-coach.ch nennt unter seinen Themen ausdrücklich Prokrastination, daneben Perfektionismus, Selbstwert und Work-Life-Balance. Einzeltermine oder Pakete, online schweizweit oder vor Ort in Safenwil; das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Coaching ersetzt keine medizinische Abklärung. Wenn Sie vermuten, dass mehr dahintersteckt, ist die Hausärztin der erste Schritt.

Häufige Fragen

Ist Prokrastination eine Krankheit?

Gelegentliches Aufschieben ist normal. Wenn es Ihr Leben stark beeinträchtigt oder mit Niedergeschlagenheit, Angst oder Erschöpfung verbunden ist, lassen Sie sich fachlich beraten.

Hilft es, die Aufgabe in Teile zu zerlegen?

Oft ja, besonders bei grossen oder unklaren Aufgaben. Siehe erster Schritt bei unklaren Aufgaben.

Was, wenn die Aufgabe wirklich unangenehm ist?

Dann hilft, den Einstieg kleiner und mit einer Belohnung zu verbinden. Unangenehme Post können Sie etwa nur öffnen und beiseitelegen, bevor Sie sie lesen.

Kann ich die KI bitten, mich zu motivieren?

Sie kann ermutigende Worte liefern, aber Motivation entsteht eher aus einem machbaren Einstieg. Fragen Sie sie lieber nach dem kleinsten möglichen Schritt.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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