Selbstcoaching mit KI · Prompt Engineering
Ich weiss nicht, was ich schreiben soll: Journaling mit KI
Kurz gesagt
Die leere Seite blockiert viele. Mit KI-Schreibimpulsen bekommen Sie Fragen oder Satzanfänge, die den Einstieg erleichtern. Sie schreiben selbst und müssen nichts Perfektes liefern. Fünf Minuten und ein einziger Satz genügen für den Anfang.
Das Problem
Ein neues Notizbuch liegt bereit, der Stift auch. Sie setzen sich hin und wissen nicht, was Sie schreiben sollen. «Heute war ein normaler Tag» ist alles, was Ihnen einfällt. Das fühlt sich banal an, und Sie legen den Stift wieder weg. Beim nächsten Mal wiederholt sich das Spiel.
Beim persönlichen Schreiben, im Englischen Journaling genannt, gibt es keine Regeln, aber viele Erwartungen: Es soll tief sein, ehrlich, regelmässig, gut formuliert. Solche Ansprüche lähmen. Dabei braucht ein Tagebuch weder Stil noch Tiefgang, um nützlich zu sein. Schon wenige Sätze helfen, Gedanken zu sortieren.
Was fehlt, ist oft nur der Anstoss. Eine KI kann solche Anstösse liefern: Fragen, Satzanfänge, kleine Aufgaben. Sie sollen nur den Einstieg erleichtern. Das Schreiben selbst übernehmen Sie. Und: Ihr Tagebuch ist privat. Geben Sie Inhalte nicht in öffentliche KI-Dienste ein, sondern nur Stichworte oder gar nichts Persönliches.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Ziel festlegen: Wozu möchten Sie schreiben? Gedanken ordnen, Stimmung verfolgen, Erlebnisse festhalten? Ein Satz genügt.
- Rahmen klein halten: Fünf Minuten, zwei bis drei Sätze, einmal pro Tag oder dreimal pro Woche.
- Medium wählen: Papier, Notizbuch oder eine private Datei, ohne Cloud-Zwang.
- Schreibimpulse holen: Bitten Sie die KI um eine Liste allgemeiner Impulse, ohne Ihre Erlebnisse zu nennen.
- Einen Impuls auswählen: Nehmen Sie den, der Sie heute am meisten anspricht, oder ziehen Sie zufällig.
- Ohne Korrektur schreiben: Fünf Minuten, ohne Löschen. Rechtschreibung ist egal.
- Mit einem Satz abschliessen: «Heute ist mir aufgefallen, dass …» oder «Morgen möchte ich …».
- Nach zwei Wochen zurückblättern: Welche Impulse haben Ihnen gutgetan? Behalten Sie diese.
Vorlage zum Kopieren
Ich möchte mit dem persönlichen Schreiben (Journaling) beginnen und weiss
nicht, was ich schreiben soll. Ich schreibe selbst, ich brauche nur Impulse.
Ich möchte [Stimmung beobachten / Gedanken ordnen / Erlebnisse festhalten].
Zeit pro Eintrag: [5 Minuten].
Aufgabe:
1. Schlage 25 allgemeine Schreibimpulse vor (Fragen oder Satzanfänge),
die keine persönlichen Angaben von mir voraussetzen.
2. Ordne sie in fünf Gruppen (z. B. Rückblick, Gefühle, Alltag, Zukunft,
Dankbarkeit) mit je fünf Impulsen.
3. Nenne drei Regeln, wie ich ohne Druck schreibe.
Frage mich nicht nach persönlichen Erlebnissen und werte nichts aus.
Sprache: Deutsch (Schweiz).Wenn Sie eher abends schreiben, bitten Sie zusätzlich um zehn Impulse für den Tagesabschluss.
Worauf Sie achten müssen
- Privatsphäre: Ein Tagebuch enthält oft sehr Persönliches. Geben Sie Einträge nicht in öffentliche KI-Dienste ein. Wenn Sie die KI nutzen, dann nur für allgemeine Impulse. Siehe Daten im Tagebuch minimieren.
- Kein Zwang: Wenn Schreiben zur Pflicht wird, hören Sie auf oder verkleinern Sie. Das Ziel ist Entlastung.
- Belastende Themen: Manche Themen aufzuschreiben, kann aufwühlen. Machen Sie dann eine Pause und sprechen Sie mit einer vertrauten Person. Bei anhaltender Belastung suchen Sie Hilfe bei Ihrer Hausärztin oder einer Psychotherapeutin. «Die Dargebotene Hand» ist rund um die Uhr unter 143 erreichbar.
- Kein Therapieersatz: Journaling kann entlasten, behandelt aber keine Erkrankung.
- Eigene Worte: Lassen Sie sich keine fertigen Einträge von der KI schreiben. Siehe Reflexionstagebuch mit KI.
| Zweck | Beispiel-Impuls |
|---|---|
| Stimmung | Wie fühle ich mich gerade, in drei Wörtern? |
| Rückblick | Was war heute der beste Moment? |
| Alltag | Was hat mich heute überrascht? |
| Ausblick | Worauf freue ich mich morgen? |
| Klärung | Was beschäftigt mich im Moment am meisten? |
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Ein Gemeindeschreiber aus Brugg möchte abends den Arbeitstag abschliessen und kauft sich ein Notizbuch.
Vorher: Er starrt zehn Minuten auf die leere Seite, schreibt «Viel zu tun» und klappt das Buch zu. Nach drei Tagen gibt er auf.
Nachher: Er lässt sich von der KI 25 allgemeine Impulse geben und schreibt sie auf kleine Karten. Jeden Abend zieht er eine Karte, stellt den Wecker auf fünf Minuten und schreibt ohne Pause. Manche Karten ignoriert er. Nach drei Wochen sind es 14 Einträge. Er merkt, dass ihn Karten zu «Was habe ich heute gelernt?» besonders ansprechen, und behält diese bei.
So hilft Ihnen Alpasana
Gute Impulslisten entstehen aus klaren Aufträgen. Der Kurs Prompt Engineering von absofort.ch behandelt laut Beschreibung Aufgabe, Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabeformat, das Überarbeiten von Prompts und das Prüfen von Ergebnissen sowie den Datenschutz. Online-Kurs mit Zertifikat, ohne Programmierkenntnisse.
Wenn aus Ihrem Tagebuch Fragen entstehen, die Sie lieber mit einer Person besprechen möchten, bietet my-coach.ch ein kostenloses, unverbindliches Erstgespräch.
Häufige Fragen
Wie oft soll ich schreiben?
So oft, wie es Ihnen guttut. Dreimal pro Woche ist ein guter Start. Täglich ist nicht nötig.
Muss ich ganze Sätze schreiben?
Nein. Stichworte, Listen oder Zeichnungen sind ebenfalls ein Tagebuch.
Ist ein digitales Tagebuch sicher?
Das hängt vom Programm und von Ihren Einstellungen ab. Papier ist am datensparsamsten. Bei digitalen Lösungen prüfen Sie Speicherort und Passwortschutz.
Soll ich meine Einträge von der KI auswerten lassen?
Wir raten davon ab. Geben Sie höchstens einzelne, anonymisierte Stichworte ein. Mehr dazu: Muster im Tagebuch vorsichtig prüfen.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
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