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Modell-Atlas · absofort: KI-Weiterbildung mit verifizierbarem Lernnachweis

Was bedeutet der Preis pro Token bei KI?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Token ist ein Textbaustein, in den die KI Wörter zerlegt. Viele Anbieter berechnen den Preis für Eingabe und Ausgabe getrennt pro Menge Tokens, oft pro Million. Um Kosten abzuschätzen, rechnen Sie die Textmenge in Tokens um und multiplizieren sie mit dem Preis, den der Anbieter nennt.

Das Problem

Sie schauen auf die Preisseite eines KI-Anbieters und lesen «Preis pro Million Tokens». Für Eingabe steht ein Betrag, für Ausgabe ein anderer. Sie wissen nicht, was ein Token ist, und können daraus keine Kosten für Ihren Betrieb ableiten.

Das ist ein verbreitetes Problem. Die Angaben sind für Entwickler gemacht und sagen Büroleuten wenig. Wer sie falsch deutet, rechnet entweder viel zu optimistisch oder verzichtet auf eine Lösung, die gut bezahlbar wäre.

Mit einer einfachen Rechnung lässt sich das klären. Sie brauchen dafür nur eine Schätzung Ihrer Textmenge, die Preise des Anbieters und einen Taschenrechner oder Excel. Stand Oktober 2026 rechnen viele Anbieter nach diesem Modell ab, mit wechselnden Preisen.

Einfach erklärt

Die Angabe wird verständlich, sobald Sie wissen, was ein Token ist und wie Eingabe und Ausgabe gezählt werden.

Ein Token ist ein Textbaustein: ein kurzes Wort, ein Wortteil oder ein Satzzeichen. Ein deutsches Wort besteht oft aus mehr als einem Token, besonders bei langen zusammengesetzten Wörtern. Ein Token ist also weder ein Wort noch ein Zeichen. Was genau dahintersteckt, erklärt Token, und wie Wortzahl und Limit zusammenhängen, Tokenlimit und Wortzahl.

Bei der Abrechnung nach Verbrauch zahlen Sie für zwei Mengen:

  • Eingabetokens: alles, was Sie der KI senden: Ihr Auftrag, Anweisungen, eingefügte Dokumente und der bisherige Gesprächsverlauf.
  • Ausgabetokens: alles, was die KI zurückschreibt.

Die Preise für Eingabe und Ausgabe sind oft verschieden. Die Ausgabe ist häufig teurer als die Eingabe. Beides nennen Anbieter meist pro Million Tokens.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Menge abschätzen: Wie viele Wörter hat Ihr Auftrag samt Dokument, und wie lang soll die Antwort sein?
  2. In Tokens umrechnen: Für Deutsch gilt grob: Ein Wort entspricht meist etwas mehr als einem Token. Genaue Werte liefern die Zählwerkzeuge der Anbieter. Nutzen Sie sie für Beispieltexte.
  3. Preise nachlesen: Holen Sie die aktuellen Preise für Eingabe und Ausgabe von der Seite des Anbieters. Sie ändern sich häufig.
  4. Kosten pro Auftrag berechnen: Nutzen Sie die Formel unten.
  5. Mit der Zahl der Aufträge multiplizieren: Rechnen Sie auf Tag oder Monat hoch.
  6. Zuschlag einplanen: Gesprächsverlauf, Zusatzfunktionen und Wiederholungen erhöhen den Verbrauch.
  7. Ergebnis prüfen: Vergleichen Sie nach dem ersten Monat die Rechnung mit Ihrer Schätzung.

Die Formel lautet:

Kosten pro Auftrag = (Eingabetokens × Preis pro Million Eingabetokens + Ausgabetokens × Preis pro Million Ausgabetokens) ÷ 1 000 000

GrösseBedeutungWoher Sie den Wert haben
EingabetokensAuftrag plus Dokumente plus VerlaufZählwerkzeug des Anbieters
AusgabetokensLänge der AntwortErfahrung oder Obergrenze der Antwort
Preis EingabeBetrag pro Million EingabetokensPreisseite des Anbieters
Preis AusgabeBetrag pro Million AusgabetokensPreisseite des Anbieters

Die Preise sind hier bewusst keine festen Zahlen, denn sie ändern sich. Rechnen Sie nur mit Werten, die der Anbieter aktuell nennt. Mehr zum Unterschied bei Eingabe und Ausgabe bietet Eingabe- und Ausgabepreise bei KI.

Vorlage zum Kopieren

Ich möchte die Kosten für KI nach Verbrauch abschätzen.
Mein Anwendungsfall: [z. B. Zusammenfassung von Sitzungsprotokollen].
Eingabe pro Auftrag: etwa [Anzahl] Wörter. Antwort pro Auftrag: etwa [Anzahl] Wörter.
Aufträge pro Monat: [Anzahl].
Preis pro Million Eingabetokens laut Anbieter: [Betrag und Währung].
Preis pro Million Ausgabetokens laut Anbieter: [Betrag und Währung].
Erkläre mir Schritt für Schritt, wie ich die Wörter in Tokens umrechne (Deutsch: grobe Faustregel) und die monatlichen Kosten ausrechne.
Zeige die Rechnung mit meinen eingesetzten Zahlen und weise darauf hin, dass es eine Schätzung ist.
Erfinde keine Preise.

Setzen Sie nur Zahlen ein, die Sie bei den Anbietern nachgelesen haben. Kontrollieren Sie die Rechnung in Excel, denn KI kann sich verrechnen.

Worauf Sie achten müssen

  • Preise sind Momentaufnahmen: Prüfen Sie sie bei jedem Entscheid neu.
  • Verlauf zählt mit: In langen Gesprächen wird oft der gesamte bisherige Text erneut als Eingabe berechnet.
  • Sprache: Deutsch braucht meist mehr Tokens als Englisch. Das erhöht die Kosten.
  • Zusatzkosten: Websuche, Bilder oder Zwischenspeicher können extra berechnet werden. Siehe Versteckte Zusatzkosten bei KI.
  • Abo ist etwas anderes: Bei Chat-Abos zahlen Sie einen festen Betrag, die Tokens sehen Sie nicht. Der Vergleich beider Modelle steht unter KI-Abo oder nach Verbrauch bezahlen?.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Die Leiterin der Administration eines Verbands in Bern möchte Sitzungsprotokolle automatisch zusammenfassen lassen. Sie wählt einen Beispieltext von 3000 Wörtern und lässt ihn vom Zählwerkzeug des Anbieters zählen. Sie sieht, dass der deutsche Text deutlich mehr Tokens umfasst als Wörter.

Mit den Preisen von der Anbieterseite berechnet sie nach der Formel die Kosten pro Protokoll und multipliziert sie mit zwölf Sitzungen pro Jahr. Nach dem ersten Monat vergleicht sie die Rechnung mit der Schätzung und passt die Annahmen an.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer Begriffe wie Token, Kontext und Modell sicher verstehen möchte, findet bei absofort eine KI-Weiterbildung mit verifizierbarem Lernnachweis. Foundation-Angebote setzen keine Vorkenntnisse voraus. Praxisaufgaben, Modul-Quizze und ein KI-Lerncoach unterstützen das Lernen.

Der Abschluss lässt sich mit einem Zertifikat nachweisen, das eine eindeutige ID hat und öffentlich überprüfbar ist.

Häufige Fragen

Warum ist die Ausgabe oft teurer als die Eingabe?

Die Anbieter legen ihre Preise selbst fest. Häufig kostet die Ausgabe mehr, weil das Erzeugen von Text mehr Rechenaufwand bedeutet als das Lesen. Massgebend ist die aktuelle Preisliste.

Kann ich Tokens selbst zählen?

Ja, mit den Zählwerkzeugen der Anbieter, in die Sie Text einfügen. Für eine Schätzung genügt oft eine Beispielseite, die Sie auf die gesamte Menge hochrechnen.

Muss ich als Chat-Nutzerin Tokens kennen?

Bei einem Abo meist nicht. Wichtig werden sie, wenn Sie nach Verbrauch zahlen oder wenn ein Text für das Kontextfenster zu lang ist.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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