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Modell-Atlas · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Was merkt sich ChatGPT über mich?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

ChatGPT kann Informationen aus früherer Nutzung zur Personalisierung verwenden, sofern Ihr Zugang dies unterstützt und erlaubt. Prüfen Sie die Personalisierungseinstellungen; Erinnerungen, Chats und Training sind unterschiedliche Bereiche.

Kurz gesagt: Prüfen Sie in den Einstellungen zur Personalisierung, welche Funktionen Ihr Konto anbietet. Entfernen Sie unerwünschte Angaben gezielt und verlassen Sie sich nicht auf eine blosse Zusage im Gespräch.

Das Problem

ChatGPT antwortet plötzlich so, als kenne es Ihre Vorlieben. Vielleicht verwendet es weiterhin einen alten Berufstitel oder bezieht sich auf ein früheres Projekt. Sie fragen sich, woher diese Angabe stammt und wie Sie deren weitere Verwendung verhindern können.

Dabei können mehrere Quellen eine Rolle spielen: der aktuelle Chat, persönliche Anweisungen, bereitgestellte Projektunterlagen oder Erinnerungsfunktionen. Memory ist die englische Bezeichnung für solche Erinnerungen. Die Frage «Was weisst du über mich?» kann Hinweise liefern, ersetzt aber keine Kontrolle dieser Quellen.

Stand Oktober 2026 beschreibt die offizielle Erinnerungshilfe die Verwaltung von ChatGPT-Erinnerungen unter Einstellungen und Personalisierung. Welche Schalter und Verwaltungsansichten Ihr Konto zeigt, kann vom Zugang abhängen. Deshalb ist eine Prüfung am eigenen Konto hilfreicher als das Nachklicken eines alten Bildschirmfotos.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Benennen Sie die unerwünschte Angabe. Schreiben Sie für sich auf, was künftig nicht mehr verwendet werden soll. Unterscheiden Sie eine falsche Information von einer zutreffenden, aber unerwünschten persönlichen Angabe. Für die weitere Kontrolle genügt eine knappe Notiz ohne neue sensible Details.
  1. Prüfen Sie den aktiven Bereich. Öffnen Sie das Profilmenü und kontrollieren Sie, ob Sie privat oder in einem betrieblichen Arbeitsbereich arbeiten. Eine Einstellung in einem Konto klärt nicht automatisch die Nutzung in einem anderen. Bei verwalteten Zugängen kann eine zuständige Person weitere Regeln festlegen.
  1. Öffnen Sie die Personalisierung. Suchen Sie in den Einstellungen nach Erinnerungen, Memory oder ähnlich beschriebenen Funktionen. Lesen Sie die Erläuterungen neben den verfügbaren Schaltern. Prüfen Sie getrennt, ob Sie gespeicherte Angaben ansehen, deren Verwendung ausschalten oder Angaben löschen können.
  1. Überarbeiten Sie persönliche Anweisungen. Kontrollieren Sie auch selbst hinterlegte Vorgaben wie Anrede, Tätigkeit oder bevorzugte Sprache. Ein alter Berufstitel kann dort stehen, obwohl keine entsprechende Erinnerung sichtbar ist. Ersetzen Sie überholte Angaben und beschränken Sie dauerhafte Vorgaben auf das wirklich Nützliche.
  1. Entfernen Sie unerwünschte Inhalte an ihrer Quelle. Nutzen Sie die angebotene Verwaltung für Erinnerungen und prüfen Sie daneben betroffene Chats oder Projektunterlagen. Lesen Sie vor einer Löschung die angezeigte Erklärung. Schliessen Sie aus dem Entfernen eines Chats nicht ungeprüft, dass jede andere gespeicherte Kopie ebenfalls entfernt wurde.
  1. Testen Sie in einem neuen Gespräch. Beginnen Sie einen neuen Chat ohne die frühere persönliche Angabe. Prüfen Sie, ob Antworten noch unerwünschte Bezüge enthalten. Dieser Test hilft bei der Bedienkontrolle, ist aber kein vollständiger Nachweis über die Datenhaltung des Anbieters.
  1. Halten Sie eine persönliche Regel fest. Entscheiden Sie, welche allgemeinen Vorlieben Sie speichern möchten und welche Angaben nur in einzelne Aufgaben gehören. Prüfen Sie die Einstellungen erneut nach einem Kontowechsel oder wenn unerwartete persönliche Bezüge auftauchen. Bei einem geschäftlichen Zugang stimmen Sie dies mit der betrieblichen Regelung ab.

Vorlage zum Kopieren

Helfen Sie mir, meine persönlichen Arbeitsanweisungen knapp zu formulieren.
Dauerhaft sinnvoll sind nur diese allgemeinen Vorlieben:
[Sprache, Anrede, gewünschte Verständlichkeit]
Nicht dauerhaft aufnehmen möchte ich:
[Kategorien wie Kundennamen oder einzelne Projekte, ohne echte Angaben]
Erstellen Sie eine kurze Liste geeigneter Vorgaben.
Behaupten Sie nicht, dass dadurch Kontoeinstellungen geändert werden.
Ich werde die Vorschläge selbst in den Einstellungen prüfen.

Ersetzen Sie die Platzhalter durch allgemeine Vorlieben und Datenkategorien, nicht durch vertrauliche Einzelheiten.

Welche Bereiche sollten Sie unterscheiden?

BereichWofür Sie ihn prüfen
Aktueller ChatWas im laufenden Gespräch bereits steht
Persönliche AnweisungenWelche Vorgaben Sie selbst hinterlegt haben
ErinnerungenWelche übergreifenden Angaben verwaltet werden
ProjektunterlagenWelche zusätzlichen Inhalte zur Aufgabe gehören
Datennutzung für TrainingUnter welchen Bedingungen Daten zur Modellverbesserung dienen

Die letzte Zeile ist eine eigene Frage. Eine Erinnerung kann eine spätere Antwort beeinflussen; Training bezeichnet die Weiterentwicklung eines KI-Modells. Hinweise zur Prüfung der Trainingsnutzung sollten deshalb zusätzlich gelesen werden, wenn Ihnen die Verwendung Ihrer Eingaben wichtig ist.

Worauf Sie achten müssen

  • Ausschalten und Löschen sind nicht dasselbe. Lesen Sie, welche Wirkung die konkrete Funktion beschreibt, bevor Sie daraus eine Schlussfolgerung ziehen.
  • Ein Chat ist kein Einstellungsprotokoll. Die Formulierung «Ich habe es vergessen» ersetzt keine Kontrolle in der angebotenen Verwaltung.
  • Andere Quellen bleiben möglich. Ein Datum kann weiterhin im laufenden Gespräch oder in einer bereitgestellten Datei enthalten sein.
  • Keine Passwörter als Gedächtnisstütze. Speichern Sie Zugangsdaten und vertrauliche Kundeninformationen nicht als persönliche Vorliebe.
  • Betriebliche Aufbewahrung braucht eigene Regeln. Klären Sie die Behandlung von Geschäftsinhalten mit der zuständigen Person; bei rechtlichen Fragen ist eine fachliche Einzelfallprüfung nötig.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein erfundenes Beispiel: Frau Müller hat früher Entwürfe für einen Verein erstellt und arbeitet nun an Texten für ihr Geschäft in Solothurn. ChatGPT verwendet weiterhin den Vereinston und eine alte Rollenbezeichnung. Sie vermutet zuerst einen Fehler des Modells.

Beim Prüfen entdeckt sie die alte Vorgabe in ihren persönlichen Anweisungen. Sie entfernt diese und lässt nur «Deutsch für die Schweiz, verständlich und mit Sie-Anrede» stehen. Für Vereinsaufgaben nennt sie den besonderen Kontext künftig nur im jeweiligen Gespräch.

Vorher musste sie jeden Entwurf nachträglich korrigieren. Nachher sind allgemeine Vorlieben und konkrete Aufgaben besser getrennt. Für gemeinsame Betriebsaufgaben lohnt zusätzlich die Prüfung eines geschäftlichen Zugangs.

So hilft Ihnen Alpasana

Die KI-Praxiskurse von Alpasana vermitteln Einsatzregeln, Qualitätsprüfung und den verantwortungsvollen Umgang mit Daten. Sie lernen, welche Informationen eine Aufgabe benötigt und welche besser ausserhalb eines KI-Gesprächs bleiben.

Eine solche Routine unterstützt auch die Pflege persönlicher Vorgaben. Der Kurs kann Ihnen beim Verständnis helfen; Änderungen am Konto nehmen Sie selbst oder die dafür zuständige Person vor.

Häufige Fragen

Reicht es, einen neuen Chat zu beginnen?

Damit trennen Sie das neue Gespräch vom bisherigen Verlauf. Übergreifende Einstellungen oder bereitgestellte Projektinformationen sollten Sie trotzdem gesondert prüfen.

Sind Erinnerungen für gute Antworten notwendig?

Sie können wichtige Angaben auch bei jeder Aufgabe gezielt mitgeben. Das ist besonders hilfreich, wenn verschiedene Rollen oder Auftraggeber nicht vermischt werden sollen.

Wie oft sollte ich meine Angaben kontrollieren?

Prüfen Sie sie bei Rollenwechseln, neuen Arbeitsbereichen oder unerwarteten persönlichen Bezügen. Eine kurze bewusste Kontrolle ist sinnvoller als das dauernde Speichern immer neuer Einzelheiten.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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