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Wandel der IT · ICT-Fachassessment

Wie finde ich heraus, welche IT-Kompetenzen ich habe?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Schreiben Sie zuerst auf, was Sie im Alltag mit Computern und Programmen tatsächlich tun, und ordnen Sie es Kompetenzfeldern zu. Ein strukturiertes Assessment mit vielen Fragen macht Ihre Stärken und Lücken sichtbar. Das Ergebnis ist eine Standortbestimmung, keine Prüfung und kein Urteil über Ihre Eignung.

Das Problem

Sie arbeiten täglich mit Computern, richten Kolleginnen den Drucker ein, pflegen Tabellen oder betreuen die Website. Wenn jemand fragt, was Sie in der IT können, wissen Sie nicht, was Sie antworten sollen. Manches fällt Ihnen leicht, aber Sie halten es nicht für «richtige» IT-Kenntnisse.

So geht es vielen. Man unterschätzt, was man selbstverständlich tut, und überschätzt, was man nie geübt hat. Beides erschwert Bewerbungen, Weiterbildungsentscheide und Gespräche mit dem Chef.

Eine strukturierte Standortbestimmung schafft Klarheit. Sie müssen dafür nicht programmieren können, sondern ehrlich beschreiben, was Sie tun.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Tätigkeiten sammeln: Notieren Sie eine Woche lang, wann Sie mit IT zu tun haben: Passwörter zurücksetzen, Formulare bauen, Daten auswerten, Geräte einrichten, Software testen. Auch kleine Dinge zählen.
  2. Felder zuordnen: Sortieren Sie die Notizen in Bereiche, zum Beispiel Software, Betrieb und Systeme, Netzwerk und Sicherheit, Daten und KI, Cloud, Gestaltung von Oberflächen, Projekte und Abläufe, Beratung und Führung.
  3. Selbsteinschätzung vergeben: Bewerten Sie jedes Feld mit «Grundlagen», «sicher im Alltag» oder «kann anderen helfen». Bleiben Sie ehrlich und nennen Sie zu jeder Stufe ein Beispiel.
  4. Strukturiertes Assessment machen: Ein Test mit vielen Fragen deckt auch Bereiche ab, an die Sie nicht gedacht haben. Mehr dazu im Abschnitt «So hilft Ihnen Alpasana».
  5. Mit KI nachfragen: Lassen Sie sich mit der Vorlage unten helfen, Ihre Notizen zu ordnen. Die KI darf Fragen stellen, aber nicht über Ihre Eignung urteilen.
  6. Ergebnis mit einer Person besprechen: Zeigen Sie Ihr Profil einer Vertrauensperson aus dem Beruf. Sie sieht oft Stärken, die Sie selbst übersehen.
  7. Nächsten Schritt festlegen: Wählen Sie ein bis zwei Lücken, die für Ihr Ziel wichtig sind, und planen Sie eine Lernaufgabe. Zum Beispiel: «In vier Wochen eine kleine Auswertung in Excel selbständig bauen.»

Mögliche Kompetenzfelder im Überblick

FeldAlltagsbeispiel
SoftwareKleine Programme, Skripte oder Makros anpassen
Systeme und BetriebGeräte einrichten, Updates und Sicherungen organisieren
Netzwerk und SicherheitWLAN, Zugriffsrechte, Phishing erkennen
Daten und KITabellen auswerten, KI-Werkzeuge sinnvoll nutzen
CloudDateien online ablegen, Rechte vergeben
Oberflächen und GestaltungFormulare und Webseiten verständlich aufbauen
Projekt und ProzessAbläufe planen, Aufgaben koordinieren
Beratung und FührungKolleginnen schulen, Anforderungen erklären

Vorlage zum Kopieren

Ich möchte meine IT-Kompetenzen einschätzen. Ich arbeite als [Beruf] in [Branche, z. B. einer Gemeindeverwaltung] in der Schweiz.
Das tue ich im Alltag mit IT: [10 Stichpunkte aus Ihrer Wochenliste].
Ordne diese Tätigkeiten den Bereichen Software, Systeme und Betrieb, Netzwerk und Sicherheit, Daten und KI, Cloud, Oberflächen, Projekt und Prozess sowie Beratung und Führung zu.
Stelle mir danach fünf Rückfragen, damit du mein Niveau besser verstehst.
Schätze nicht ab, ob ich für eine Stelle geeignet bin, und erfinde keine Fähigkeiten, die ich nicht genannt habe.

Ersetzen Sie die Angaben in eckigen Klammern durch Ihre eigenen. Beantworten Sie die Rückfragen ehrlich, auch wenn die Antwort «das habe ich noch nie gemacht» lautet.

Worauf Sie achten müssen

  • Datenschutz: Geben Sie keine Firmengeheimnisse oder Kundennamen ein. Beschreiben Sie Tätigkeiten allgemein.
  • Keine Diagnose: KI-Einschätzungen und Online-Tests sind Orientierungshilfen. Sie ersetzen weder eine Prüfung noch ein persönliches Gespräch.
  • Selbstbild prüfen: Vergleichen Sie Ihre Einschätzung mit Rückmeldungen von Kolleginnen und Vorgesetzten.
  • Zertifikate sind nicht alles: Praxis zählt. Dokumentieren Sie konkrete Ergebnisse, etwa «Formular für Urlaubsanträge erstellt».
  • Nicht entmutigen lassen: Lücken sind normal. Sie zeigen, was Sie als Nächstes lernen können.

So nutzen Sie das Ergebnis im Berufsalltag

Nehmen Sie Ihr Profil in das nächste Mitarbeitendengespräch mit. Zeigen Sie zwei Stärken mit je einem Beispiel und eine Lücke mit einem Vorschlag, wie Sie sie schliessen möchten. So wird aus einer Selbsteinschätzung ein konkreter Entwicklungswunsch, über den Ihre Vorgesetzte entscheiden kann. Aktualisieren Sie das Profil einmal im Jahr, damit Fortschritte sichtbar werden.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Frau Imhof arbeitet seit 15 Jahren als Sachbearbeiterin bei einer Gemeinde im Freiamt und ist inoffiziell die Ansprechperson für Computerfragen. Vorher sagt sie in Gesprächen, sie «könne nichts Richtiges in der IT».

Nachher hat sie eine Woche lang ihre Tätigkeiten notiert und ein Assessment ausgefüllt. Sichtbar werden Stärken bei Systemen und Betrieb sowie bei Beratung, Lücken bei Daten und Cloud. Sie plant einen kleinen Kurs zu Excel-Auswertungen und spricht mit ihrer Vorgesetzten über eine offizielle Rolle als IT-Ansprechperson.

So hilft Ihnen Alpasana

Für die strukturierte Standortbestimmung gibt es das ICT-Fachassessment. Es besteht aus 120 Fragen und gleicht Ihr Profil mit 45 ICT-Rollen in acht Dimensionen ab. Nach der Registrierung erhalten Sie kostenlos die drei passendsten Rollen, ein Soll/Ist-Spinnendiagramm sowie Stärken und Entwicklungsfelder. Die Pro-Version enthält unter anderem eine Zielrollen-Lückenanalyse und einen Entwicklungsplan.

Das Ergebnis ist eine Orientierung. Es ersetzt keine abschliessende Eignungsabklärung.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein solches Assessment?

Das hängt vom Test ab. Bei 120 Fragen sollten Sie sich Zeit nehmen und in Ruhe antworten. Spontane, ehrliche Antworten sind aussagekräftiger als solche, die Sie lange abwägen.

Kann ich das Ergebnis meinem Arbeitgeber zeigen?

Sie entscheiden selbst, wem Sie es zeigen. Es eignet sich gut als Grundlage für ein Gespräch über Entwicklung oder Weiterbildung.

Was, wenn mein Ergebnis niedriger ausfällt als erwartet?

Das ist keine Bewertung Ihrer Person. Wählen Sie ein Feld aus, das Sie interessiert, und planen Sie eine konkrete Übung. Siehe auch Ist ein Quereinstieg in die IT mit über 50 möglich?.

Brauche ich eine KI für die Standortbestimmung?

Nein. KI kann beim Ordnen helfen, ist aber nicht nötig. Entscheidend sind ehrliche Beispiele aus Ihrem Alltag.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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