Eigene LLMs & KI-Systeme · KI-Beratung und digitale Transformation
Lokales LLM oder Cloud: Was passt zu unserem Unternehmen?
Kurz gesagt
Lokal heisst, die KI läuft auf Ihren eigenen Geräten, Cloud heisst, ein Anbieter betreibt sie. Lokal bringt mehr Kontrolle, aber auch Betriebsaufwand und meist schwächere Modelle. Die Cloud ist einfacher und leistungsfähiger, verlangt aber Vertrauen und saubere Verträge.
Das Problem
Sie möchten KI im Betrieb nutzen und stehen vor einer Grundsatzfrage: Soll die KI bei uns im Büro laufen, auf einem eigenen Gerät oder Server? Oder nutzen wir einen Dienst im Internet, den ein Anbieter betreibt?
Beide Wege haben Befürworter, und oft hören Sie schlagkräftige Aussagen: «Lokal ist sicher», «Cloud ist moderner». Beides stimmt nur halb. Ein lokales System kann schlecht gepflegt und damit unsicher sein. Ein Cloud-Dienst kann sorgfältig geschützt und vertraglich gut abgesichert sein.
Die Entscheidung hängt von Ihren Daten, Ihrem Betrieb und Ihren Ressourcen ab. Diese Seite hilft Ihnen, sie nachvollziehbar zu treffen.
So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt
- Begriffe klären. Lokal (auch on-premises) heisst: Die KI läuft auf Geräten in Ihrer Hand, auf einem PC oder Server im Büro. Cloud heisst: Ein Anbieter betreibt die KI in seinen Rechenzentren, und Sie greifen über das Internet darauf zu.
- Aufgaben beschreiben. Notieren Sie, wofür die KI dienen soll: Texte entwerfen, Dokumente durchsuchen, Kundenfragen beantworten? Je anspruchsvoller die Aufgabe, desto wichtiger ist ein leistungsfähiges Modell.
- Daten einordnen. Welche Daten würde die KI sehen? Öffentliche Texte sind unkritisch, Personal- und Kundendaten verlangen mehr Schutz. Siehe vertrauliche Daten.
- Ressourcen prüfen. Wer im Betrieb kann einen Server pflegen, Updates einspielen und Störungen beheben? Ohne diese Person ist lokal riskant.
- Bedarf an Qualität abschätzen. Kleine lokale Modelle sind für einfache Aufgaben oft gut, bei schwierigen Aufgaben liegen die grossen Cloud-Modelle meist vorn. Testen Sie mit eigenen Beispielen, statt zu raten.
- Beide Wege mit Muster-Aufgaben vergleichen. Probieren Sie dieselben fünf Aufgaben lokal und in der Cloud aus und bewerten Sie Qualität und Geschwindigkeit. Siehe Ollama für Einsteiger.
- Gesamtaufwand vergleichen. Rechnen Sie nicht nur den Preis, sondern auch Betrieb und Personalzeit. Siehe Cloud oder Server: Kosten.
- Entscheiden und befristen. Starten Sie mit einem Pilot für drei bis sechs Monate und überprüfen Sie die Entscheidung danach.
Vorlage zum Kopieren
Hilf mir, die Entscheidung «KI lokal oder in der Cloud» für unser Unternehmen vorzubereiten. Du gibst eine Entscheidungshilfe, keine endgültige Empfehlung.
Betrieb: [Branche, Anzahl Mitarbeitende]
Geplante Aufgaben: [z. B. interne Handbuch-Fragen, Texte, Zusammenfassungen]
Daten, die verarbeitet würden: [Arten, keine echten Daten]
IT-Betreuung im Haus: [ja/nein, Wer]
Internetverbindung: [stabil / manchmal unterbrochen]
Budgetrahmen für das erste Jahr: [CHF-Bereich]
Erstelle:
1. Eine Tabelle «lokal / Cloud» mit Vor- und Nachteilen für diesen Betrieb.
2. Fünf Fragen, die wir intern klären müssen, bevor wir entscheiden.
3. Einen Vorschlag für einen Pilot mit Testaufgaben und Bewertungskriterien.
Schreibe einfach, ohne Fachwörter oder erkläre sie. Nenne keine konkreten Preise oder Modellnamen, die du nicht sicher kennst.Tragen Sie Ihre Angaben ein. Das Ergebnis ist ein Gesprächsstoff, kein Urteil.
| Kriterium | Lokal | Cloud |
|---|---|---|
| Datenkontrolle | Hoch, Daten bleiben im Haus | Abhängig von Vertrag und Anbieter |
| Betriebsaufwand | Bei Ihnen (Updates, Sicherheit, Störungen) | Beim Anbieter |
| Modellqualität | Meist kleinere Modelle | Oft sehr leistungsfähige Modelle |
| Internet nötig | Nicht für den Betrieb | Ja |
| Start | Hardware und Einrichtung nötig | Rasch startklar |
| Kosten | Anschaffung, Strom, Personalzeit | Laufende Gebühren nach Nutzung oder Abo |
| Skalierung | Begrenzt durch Ihre Geräte | Flexibel |
Worauf Sie achten müssen
- Lokal ist nicht automatisch sicher: Ein ungepflegter Server mit offenem Zugang ist ein Risiko. Sicherheit braucht Pflege.
- Cloud ist nicht automatisch unsicher: Mit klaren Verträgen, Auftragsbearbeitung und Standortangaben kann sie vertretbar sein. Siehe Auftragsverarbeitung prüfen.
- Modelle verändern sich: Was heute gilt, kann in einem Jahr anders sein. Entscheiden Sie nicht für ewig.
- Qualität prüfen: Beide Varianten können falsche Antworten geben. Prüfen Sie Ergebnisse, besonders bei Zahlen und Fakten.
- Recht: Bei Personendaten gelten das Datenschutzgesetz und gegebenenfalls Berufsgeheimnisse. Lassen Sie sich im Zweifel beraten.
- Schattentechnik vermeiden: Wenn der offizielle Weg zu umständlich ist, weichen Mitarbeitende auf private Konten aus. Bieten Sie eine brauchbare Lösung an.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Beispiel: Eine Anwaltskanzlei in St. Gallen möchte Schreiben entwerfen lassen und Akten durchsuchen. Wegen des Berufsgeheimnisses ist ihr wichtig, dass Akten das Haus nicht verlassen. Zugleich fehlt eine IT-Fachperson im Team.
Vorher: Die Partner schwanken zwischen «alles lokal» und «alles Cloud». Nachher: Sie testen beide Wege mit erfundenen Musterfällen. Für das Durchsuchen der Akten wählen sie eine lokale Lösung mit externer IT-Betreuung, für allgemeine Textentwürfe ohne Fallbezug einen Cloud-Dienst mit Firmenvertrag. Die Regel steht auf einer Seite, die Entscheidung wird nach sechs Monaten überprüft.
So hilft Ihnen Alpasana
Wer lokal oder in der Cloud startet, braucht zuerst Klarheit über Anwendungsfall und Einsatzregeln. Die KI-Beratung und digitale Transformation der Alpasana GmbH umfasst nach Leistungsbeschreibung die Analyse von KI-Potenzialen, das Priorisieren von Vorhaben, einen Umsetzungsplan sowie die Integration von KI-Agenten mit Pilot und Skalierung. Projekte werden individuell offeriert.
Häufige Fragen
Ist lokal immer günstiger?
Nein. Hardware, Strom, Einrichtung und Pflege kosten Geld und Zeit. Bei geringer Nutzung kann ein Cloud-Dienst günstiger sein, bei starker Nutzung ein eigener Server. Rechnen Sie mit Ihren Zahlen, siehe Gesamtkosten.
Kann ich später wechseln?
Ja, wenn Sie vorsorgen. Halten Sie Ihre Dokumente und Einstellungen in gängigen Formaten und lassen Sie sich Exportmöglichkeiten zusichern. So bleibt der Weg offen.
Was bedeutet «Private Cloud»?
Das ist ein Zwischenweg: Ein Anbieter betreibt für Sie ein abgetrenntes System. Mehr dazu unter Private Cloud einfach erklärt.
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.
Weiterlesen in der Galaxie
- Was bedeutet On-Premises bei einem eigenen LLM?LLM On-Premises einfach erklärt: Was es heisst, ein Sprachmodell auf eigenen Servern zu betreiben, welche Vor- und Nachteile das hat und was Sie dafür brauchen.
- Private Cloud für KI einfach erklärtPrivate Cloud für KI: Verstehen Sie die abgetrennte Umgebung, Unterschiede zu öffentlichen KI-Angeboten und wann diese Lösung für Sie passt.
- Cloud-KI oder eigener Server: Wie vergleicht man die Kosten?Cloud-KI oder eigener Server: So vergleichen Sie Kosten für Nutzung, Hardware, Strom, Betrieb und Personal und finden die passende Lösung für Ihren Betrieb.
- Wann braucht ein Unternehmen ein eigenes LLM?Eigenes LLM im Unternehmen: Wann es wirklich sinnvoll ist, welche Fragen Sie vorher klären und warum für viele KMU ein vorhandenes Modell genügt.
- Was braucht ein gemeinsames LLM auf dem Firmenserver?Ein LLM auf dem Firmenserver für das ganze Team: Was Sie an Hardware, Zugriffen, Betrieb und Pflege brauchen, mit Checkliste und Praxisbeispiel für KMU.