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Berufsbildung · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Blockunterricht: Mit KI das Üben zwischen Blöcken planen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Zwischen zwei Schulblöcken liegen oft Wochen im Betrieb, in denen Gelerntes verblasst. Kurze, verteilte Wiederholungen mit Fragen aus dem Block wirken dem entgegen. KI kann Fragenpool und Wiederholungsplan entwerfen; Sie prüfen die Inhalte und die Machbarkeit im Betriebsalltag.

Das Problem

An vielen Berufsfachschulen findet der Unterricht in Blöcken statt: Eine Woche oder mehrere am Stück in der Schule, danach Wochen im Betrieb. Frau Keller unterrichtet Fachrechnen im Blockunterricht. Am Ende der Woche kennen die Lernenden die Verfahren. Kommen sie sechs Wochen später zurück, ist vieles weg. Sie muss neu erklären und verliert Zeit.

Das ist kein Zeichen von Faulheit. Vergessen ist normal, wenn Wissen nicht abgerufen wird. Die Lernforschung kennt zwei Mittel, die dem entgegenwirken: Abrufübungen, also sich selbst abfragen statt nur nochmals lesen, und verteiltes Üben, also mehrere kurze Einheiten über längere Zeit statt eine lange. Beide gelten als gut belegt, auch wenn die genaue Wirkung vom Stoff und den Lernenden abhängt.

Im Blockunterricht heisst das: Zwischen den Blöcken braucht es kurze Wiederholungen. Die Lernenden sind aber im Betrieb, haben wenig Zeit und oft keine Lernumgebung. Die Wiederholungen müssen deshalb klein, einfach und machbar sein: zehn Minuten, wenige Fragen, ohne grosse Technik. KI kann Fragenpool und Wiederholungsplan entwerfen, aber Machbarkeit und fachliche Richtigkeit prüfen Sie. Wichtig: Der Betrieb muss die Zeit ermöglichen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Kernstoff des Blocks festlegen. Wählen Sie die wichtigsten Verfahren und Begriffe, die später gebraucht werden. Zehn bis fünfzehn Kernpunkte genügen.
  2. Fragenpool erstellen lassen. Verlangen Sie von der KI pro Kernpunkt zwei bis drei kurze Fragen oder Aufgaben mit Lösung. Prüfen Sie jede Aufgabe fachlich und rechnen Sie nach.
  3. Wiederholungsplan skizzieren. Lassen Sie einen Plan vorschlagen: kurze Einheiten kurz nach dem Block, nach einer Woche, nach drei Wochen und vor dem nächsten Block. Passen Sie ihn an die Länge der Betriebsphase an.
  4. Format wählen. Papierkarten, ein einseitiges Blatt oder eine einfache Frageliste, die auch ohne Internet funktioniert. Vermeiden Sie Formate, die ein bestimmtes Konto verlangen.
  5. Mit Lehrbetrieb abstimmen. Informieren Sie die Berufsbildenden, dass Lernende zehn Minuten pro Woche für das Wiederholen brauchen, und fragen Sie, ob das im Betriebsalltag möglich ist. Siehe Lernortabstimmung.
  6. Lernende selbst abfragen lassen. Die Lernenden beantworten die Fragen ohne Unterlagen, kontrollieren mit der Lösung und markieren, was sie nicht wussten. Das Markierte kommt in die nächste Runde.
  7. Zu Beginn des nächsten Blocks prüfen. Ein kurzer Check mit fünf Fragen zeigt, was hängen geblieben ist. Passen Sie den Unterricht an.
ZeitpunktAufgabeDauer
Am letzten SchultagFragenpool verteilen, Plan erklären10 Min.
Eine Woche später8 Fragen aus dem Pool10 Min.
Drei Wochen später8 Fragen, davon 3 nicht gewusste10 Min.
Vor dem nächsten BlockGemischte Fragen10 Min.
Erster SchultagKurzcheck10 Min.

Vorlage zum Kopieren

Ich unterrichte [Fach] im Beruf [Beruf], [Lehrjahr], im Blockunterricht. Zwischen zwei Blöcken liegen etwa [Anzahl] Wochen im Betrieb. Ich nenne keine Namen von Lernenden oder Betrieben.
Kernstoff des Blocks (Stichworte): [Liste von 10 bis 15 Punkten]
Erstelle:
1. Pro Kernpunkt zwei Fragen oder Aufgaben mit Lösung und Rechenweg, kurz und ohne Hilfsmittel lösbar. Verwende Beispiele aus dem Berufsalltag. Kennzeichne Aufgaben, bei denen du unsicher bist, mit «prüfen».
2. Einen Wiederholungsplan für die Zeit zwischen den Blöcken mit Einheiten von höchstens zehn Minuten (Zeitpunkt, Anzahl Fragen, Hinweis, was wiederholt wird).
3. Eine einseitige Anleitung für Lernende, wie sie sich selbst abfragen und Nichtgewusstes markieren.
4. Fünf Kontrollfragen für den ersten Schultag des nächsten Blocks.
Erfinde keine Normen, Tabellenwerte oder Formeln, die nicht gesichert sind.

Setzen Sie Fach, Beruf, Lehrjahr, Wochenzahl und Kernstoff ein. Rechnen Sie alle Aufgaben selbst nach.

Worauf Sie achten müssen

  • Fachliche Kontrolle. KI-Aufgaben enthalten Rechen- und Fachfehler. Lösen Sie jede Aufgabe selbst, besonders bei Einheiten, Formeln und Tabellenwerten.
  • Machbarkeit im Betrieb. Lernende haben nach der Arbeit wenig Energie, und nicht jeder Betrieb gewährt Zeit. Planen Sie kurz und stimmen Sie sich mit dem Lehrbetrieb ab. Wie Lernen neben Schichtarbeit gelingt, zeigt Lernen neben Schichtarbeit.
  • Freiwilligkeit und Druck. Unbenotete Wiederholungen sind besser als Kontrolle. Wenn Sie sie zählen lassen, entstehen Druck und Abschreiben.
  • Zugang. Nicht alle haben zu Hause Geräte oder Internet. Bieten Sie Papierversionen an.
  • Datenschutz. Geben Sie keine Namen oder Leistungsdaten in öffentliche KI-Dienste ein. Orientierung bietet das Educa-Dossier.
  • Methodenverknüpfung. Zum Abfragen im Unterricht finden Sie weitere Ideen bei Abrufübungen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein erfundenes Beispiel aus einer Berufsfachschule im Kanton Luzern: Frau Keller unterrichtet Maurerlernende im Blockunterricht. Zwischen zwei Blöcken liegen etwa sechs Wochen.

Vorher: Zu Beginn des neuen Blocks kennen nur wenige die Berechnung von Mengen und Flächen. Sie erklärt den Stoff nochmals.

Nachher: Mit der KI erstellt sie einen Fragenpool mit 30 Aufgaben und einen Wiederholungsplan mit vier Einheiten à zehn Minuten. Sie rechnet alles nach und korrigiert zwei Lösungen. Die Lernenden erhalten das Blatt auf Papier, und sie bespricht mit den Berufsbildenden, dass zehn Minuten pro Woche nötig sind. Zu Beginn des nächsten Blocks beantworten die Lernenden fünf Kontrollfragen. Der Durchschnitt ist deutlich besser als im Vorjahr. Einige berichten, dass sie die Fragen auf der Baustelle in der Znünipause gemacht haben.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie KI für Aufgabensammlungen und Wiederholungspläne nutzen und die Ergebnisse sicher prüfen möchten, finden Sie auf absofort.ch Kurse zu konkreten Arbeitsaufgaben mit Praxisaufgaben, KI-Lerncoach, Qualitätsprüfung und Einsatzregeln. Die didaktische Planung für Ihren Block bleibt Ihre Aufgabe.

Häufige Fragen

Wie viele Wiederholungen sind sinnvoll?

Drei bis fünf kurze Einheiten zwischen den Blöcken sind ein guter Anfang. Wichtig ist, dass sie regelmässig und kurz sind.

Was, wenn Lernende nicht mitmachen?

Erklären Sie den Nutzen und halten Sie es klein. Ein Check zu Beginn des nächsten Blocks, der zeigt, was hängen blieb, motiviert oft mehr als Appelle.

Soll ich die Wiederholungen benoten?

Eher nicht. Sie dienen dem Lernen. Eine Benotung führt zu Druck und Abschreiben.

Wie hängt das mit der Praxis im Betrieb zusammen?

Der Betrieb festigt Gelerntes durch Anwendung. Wenn Schule und Betrieb sich abstimmen, wirken beide Lernorte besser zusammen. Beispiele finden Sie bei Lernortabstimmung.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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