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Wohlbefinden & Resilienz · my-coach: Life Coaching und Mental Coaching

Vor der Pensionierung: Mit KI neue Alltagsrollen erkunden

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Wer die Pensionierung vorbereitet, denkt oft zuerst an Finanzen. Ebenso wichtig ist die Frage, was dem Alltag Struktur und Zugehörigkeit gibt. KI kann Fragen stellen und Ideen für Rollen sammeln. Ausprobieren und die Klärung von Vorsorge und Finanzen übernehmen Sie selbst.

Das Problem

Der letzte Arbeitstag rückt näher. Finanzielle Fragen haben Sie vielleicht schon besprochen, etwa mit der Pensionskasse oder der Bank. Offen bleibt etwas anderes: Was tun Sie an einem gewöhnlichen Dienstagmorgen, wenn niemand mehr auf Sie wartet?

Beim Berufsleben geben Arbeit und Rolle viele Dinge vor, ohne dass man es merkt: einen Tagesrhythmus, regelmässigen Austausch, das Gefühl, gebraucht zu werden. Fällt das weg, entsteht für viele eine Lücke. Die einen freuen sich auf Freiheit, andere spüren Unsicherheit, manche beides zugleich.

Wer die Pensionierung vorbereitet, kann früh darüber nachdenken, welche Alltagsrollen künftig Struktur und Zugehörigkeit geben könnten. KI kann dabei helfen, Fragen zu stellen und Ideen zu sammeln. Welche Rolle zu Ihnen passt, entscheiden Sie.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Heutigen Alltag analysieren: Schreiben Sie auf, welche Aufgaben Ihrer Arbeit Ihnen Freude machen und was Sie im Beruf gebraucht hat, zum Beispiel Austausch, Verantwortung, Neues lernen.
  2. Bedürfnisse benennen: Halten Sie fest, was Sie nach dem Beruf nicht verlieren möchten. Fragen Sie sich: Was gibt mir Struktur, was Zugehörigkeit, was Sinn?
  3. Ideen sammeln lassen: Bitten Sie die KI, Ihnen mögliche Alltagsrollen zu nennen, etwa Freiwilligenarbeit, Mentoring, Vereinsarbeit, Weiterbildung, Betreuung von Enkelkindern, Handwerk oder Garten.
  4. Ideen bewerten: Gewichten Sie die Ideen nach Ihren Bedürfnissen. Streichen Sie alles, was nur gut klingt.
  5. Rollen auswählen: Wählen Sie eine oder mehrere Rollen aus, die Sie ausprobieren möchten, zum Beispiel eine mit Menschenkontakt und eine für sich.
  6. Probelauf planen: Planen Sie, diese Rollen schon vor der Pensionierung auszuprobieren, zum Beispiel in einem Teilzeitprojekt oder an freien Tagen.
  7. Wochenstruktur skizzieren: Entwerfen Sie eine mögliche Woche mit festen und freien Zeiten und besprechen Sie sie mit Ihrer Partnerin oder einer vertrauten Person.
  8. Zu einem passenden Zeitpunkt prüfen: Schauen Sie nach der Pensionierung, was trägt und was nicht, und passen Sie Ihren Plan an.

Vorlage zum Kopieren

Ich werde in [Zeitraum] pensioniert. Mein bisheriger Beruf: [Beruf, allgemein].
Das hat mir an der Arbeit gefallen: [Stichworte]. Das werde ich nicht vermissen: [Stichworte].
Das gibt mir Energie: [Stichworte]. Meine Rahmenbedingungen: [Gesundheit, Region,
Partnerschaft, Zeit, Budget grob].

Aufgabe:
1. Nenne mir 8 mögliche Alltagsrollen nach der Pensionierung, die zu meinen
   Angaben passen könnten, mit je einem Satz Begründung.
2. Ordne jede Rolle ein: Struktur, Zugehörigkeit, Sinn, Bewegung, Lernen.
3. Stelle mir vier Fragen, die mir helfen, zwei Rollen auszuwählen.
Gib keine Finanz-, Renten- oder Gesundheitsratschläge. Antworte auf Deutsch (Schweiz).

Setzen Sie Ihre Angaben ein und lassen Sie sich nach der Auswahl eine Beispielwoche entwerfen. Prüfen Sie die Beispielwoche mit Ihrem eigenen Gefühl: Würden Sie so leben wollen?

Welche Rolle gibt was?

AlltagsrolleKann gebenBedingung
FreiwilligenarbeitSinn, Kontaktpassende Organisation finden
Mentoring oder BeratungVerantwortung, WertschätzungZeit und Bereitschaft zum Zuhören
Verein, Chor, Sportgruppefeste Termine, GemeinschaftRegelmässigkeit
Weiterbildung, HobbyNeues lernenEigenantrieb
Familie, EnkelkinderNäheAbsprache über Umfang
Teilzeit oder gleitender ÜbergangRhythmus und EinkommenMöglichkeiten im Betrieb prüfen

Mehr zum gleitenden Übergang finden Sie unter Teilpensionierung und gleitender Übergang.

Worauf Sie achten müssen

  • Vorsorge klären: Fragen zu AHV, Pensionskasse, Steuern und Vermögen beantworten die Ausgleichskasse, die Pensionskasse oder eine Fachberatung. KI ist dafür nicht geeignet.
  • Keine Rollen aufdrängen: Planen Sie nicht für andere. Familie und Freunde haben eigene Wünsche, sprechen Sie darüber.
  • Stimmungsschwankungen: Ein Auf und Ab kann vorkommen; die Erfahrungen sind individuell. Hält Niedergeschlagenheit an oder fühlen Sie sich dauerhaft leer, sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder einer Fachperson. In einer akuten seelischen Krise ist die «Dargebotene Hand» rund um die Uhr unter 143 erreichbar. Bei unmittelbarer Selbst- oder Fremdgefährdung verständigen Sie den Rettungsdienst unter 144 oder die Polizei unter 117.
  • Einsamkeit: Wer wenig Kontakt hat, braucht frühzeitig neue Anknüpfungspunkte. Anregungen bietet Kontaktbrücken bei Einsamkeit.
  • Datenschutz: Geben Sie keine Gesundheits-, Vermögens- oder Vorsorgedaten in öffentliche KI-Dienste ein.
  • Kurse und Angebote: Viele Organisationen, darunter Pro Senectute, Gemeinden und Pensionskassen, bieten Vorbereitungskurse an. Informieren Sie sich über aktuelle Angebote in Ihrer Region.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein 63-jähriger Werkstattleiter aus Wil SG wird in einem Jahr pensioniert. Er freut sich auf die Freiheit, fürchtet aber, nach dem Beruf «nichts mehr zu bedeuten».

Vorher: Er plant, im Garten zu arbeiten und «sich dann zu überlegen», wie es weitergeht.

Nachher: Er erkennt mit den Fragen der KI, dass ihm Anleiten und Handwerk wichtig sind. Zwei Rollen bleiben: Mitarbeit in einer Velowerkstatt für Geflüchtete und ein fester Wanderabend mit Kollegen. Beides probiert er schon im letzten Berufsjahr aus. Offen ist, wie seine Frau den Alltag zu Hause sieht, das besprechen sie in einem gemeinsamen Gespräch.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer vor einem grossen Übergang steht, spricht oft gern mit jemandem darüber. my-coach.ch bietet Life Coaching für Klarheit, Orientierung und Entscheidungen an. Laut Beschreibung gehören Themen wie Lebensmitte, berufliche Neuorientierung und Einsamkeit zu den veröffentlichten Themen. Mit Nataliya Fiechter können Sie in einem kostenlosen, unverbindlichen Erstgespräch klären, ob ein Coaching zu Ihrem Anliegen passt, online schweizweit oder vor Ort in Safenwil.

Coaching ist keine Therapie und keine Finanzberatung.

Häufige Fragen

Ab wann sollte ich die Pensionierung vorbereiten?

Ein früher Beginn kann Zeit zum Ausprobieren lassen. Manche beginnen bereits vor der Pensionierung mit ersten Schritten; einen allgemein passenden Zeitpunkt gibt es nicht.

Ist es normal, vor der Pensionierung Angst zu haben?

Ja, gemischte Gefühle sind häufig. Sie zeigen, dass ein wichtiger Übergang bevorsteht. Wenn die Angst sehr stark wird, sprechen Sie mit einer Fachperson.

Muss ich ganz aufhören zu arbeiten?

Nein, es gibt Zwischenlösungen. Ob eine Teilpensionierung oder ein Zusatzverdienst möglich ist, hängt von Arbeitgeber und Vorsorge ab. Klären Sie es mit der Personalabteilung.

Hilft mir KI wirklich bei dieser Frage?

Sie kann Fragen stellen und Ideen ordnen. Die Antwort, was Ihnen guttut, finden Sie im Ausprobieren und im Austausch mit Menschen. Vertiefende Fragen bietet Sinnverlust und Wertegespräch.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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