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Werkzeuge & Agenten · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Photoshop: Wie funktioniert generatives Füllen?

Stand 10.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Beim generativen Füllen markieren Sie in Photoshop einen Bildbereich und lassen die KI ihn passend ergänzen oder ersetzen, wahlweise mit einer kurzen Beschreibung. Photoshop liefert mehrere Varianten auf einer eigenen Ebene. Das Original bleibt erhalten, und die Nutzung kann Credits verbrauchen.

Das Problem

Auf Ihrem Foto stört etwas: ein Kabel an der Wand, ein leerer Streifen am Bildrand oder ein Gegenstand, den Sie lieber nicht zeigen möchten. Oder Sie möchten in einem Bild etwas hinzufügen, zum Beispiel eine Pflanze neben die Tür. Früher bedeutete das stundenlange Retusche mit dem Stempelwerkzeug.

Photoshop bietet dafür das generative Füllen. Sie markieren eine Stelle, und die KI berechnet neuen Bildinhalt, der zur Umgebung passt. Das spart Zeit, bringt aber eigene Stolpersteine: Das Ergebnis kann unscharf wirken, Muster wiederholen oder Dinge zeigen, die es so nicht gibt.

Hier lernen Sie den Ablauf, damit Sie die Funktion sicher nutzen und die Ergebnisse kritisch beurteilen.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Voraussetzungen klären: Die Funktion gibt es in aktuellen Photoshop-Versionen. Sie braucht ein Adobe-Konto, eine Internetverbindung und kann «generative Credits» verbrauchen. Prüfen Sie Ihr Abo bei Adobe.
  2. Bild öffnen und sichern: Öffnen Sie Ihr Foto und speichern Sie sofort eine Kopie, damit das Original unverändert bleibt.
  3. Bereich markieren: Wählen Sie mit dem Lasso- oder Auswahlwerkzeug die Stelle aus. Markieren Sie etwas grosszügig, damit auch Schatten und Ränder erfasst sind.
  4. Funktion starten: In der Regel erscheint nach der Auswahl eine kleine Leiste mit dem Knopf «Generatives Füllen». Die genaue Anzeige hängt von Version und Einstellung ab.
  5. Beschreibung eingeben oder leer lassen: Soll etwas entfernt werden, lassen Sie das Feld meist leer, und Photoshop ergänzt passend zur Umgebung. Soll etwas Neues erscheinen, beschreiben Sie es kurz.
  6. Varianten vergleichen: Photoshop zeigt mehrere Vorschläge. Klicken Sie sich durch und schauen Sie auf Kanten, Licht und Muster.
  7. Ergebnis prüfen und anpassen: Das Ergebnis liegt auf einer eigenen Ebene. Sie können sie ausblenden oder korrigieren. Unpassendes wiederholen Sie mit einer anderen Beschreibung.
  8. Speichern und kennzeichnen: Speichern Sie die bearbeitete Version unter einem neuen Namen und notieren Sie, dass KI zum Einsatz kam.
Ablaufgrafik in 8 Schritten: 1. Voraussetzungen klären; 2. Bild öffnen und sichern; 3. Bereich markieren; 4. Funktion starten; 5. Beschreibung eingeben oder leer lassen; 6. Varianten vergleichen; 7. Ergebnis prüfen und anpassen; 8. Speichern und kennzeichnen.
Der Weg im Überblick: Photoshop: Wie funktioniert generatives Füllen?

Vorlage zum Kopieren

Für neue Bildteile hilft eine kurze, genaue Beschreibung. Mit dieser Struktur gelingt sie:

[Gegenstand, z. B. eine Topfpflanze mit grünen Blättern] [Position, z. B. rechts neben der Tür],
[Licht, z. B. gleiches Tageslicht wie im Foto], [Stil, z. B. fotorealistisch]

Passen Sie die Teile an Ihr Foto an. Beschreiben Sie nicht zu viel auf einmal: Ein Objekt pro Auftrag funktioniert besser.

Worauf Sie achten müssen

  • Cloud-Verarbeitung: Der markierte Bereich wird in der Regel an die Server von Adobe gesendet. Fotos mit Personen, Kundendaten oder Vertraulichem gehören ohne Absprache nicht dazu.
  • Credits: Die Nutzung kann Ihr monatliches Kontingent verbrauchen, siehe Firefly und generative Credits.
  • Typische Fehler: Wiederholte Muster, unscharfe Texturen, falsche Perspektive, fremde Hände.
  • Echtheit: Retuschierte Bilder können täuschen. Bei Immobilien, Schadensfällen und Beweisfotos ist Vorsicht geboten, siehe KI-Fotobearbeitung mit Originalvergleich.
  • Rechte: Prüfen Sie die aktuellen Nutzungsbedingungen von Adobe für die gewerbliche Nutzung.
  • Kennzeichnung: Adobe kann in Dateien Hinweise zur KI-Bearbeitung (Content Credentials) hinterlegen. Das ist kein Fehler, sondern Absicht.
AufgabeVorgehen
Störendes entfernenmarkieren, Beschreibung leer lassen
Neues Element hinzufügenmarkieren, kurz beschreiben
Bild erweiternsiehe generatives Erweitern

Ein sinnvoller Grundsatz lautet: Kleine Eingriffe gelingen besser als grosse. Wer einen kleinen Gegenstand entfernt, erhält in der Regel ein überzeugendes Ergebnis. Wer die halbe Wand neu «erfinden» lässt, bekommt schnell Unstimmigkeiten bei Licht, Perspektive und Details.

Arbeiten Sie deshalb in mehreren kleinen Schritten und speichern Sie nach jedem gelungenen Schritt eine Zwischenversion. Falls etwas misslingt, gehen Sie einen Schritt zurück, ohne alles neu zu beginnen. Und zeigen Sie das bearbeitete Bild vor der Veröffentlichung einer zweiten Person: Fremde Augen sehen Fehler, die Ihnen nach einer Stunde Arbeit nicht mehr auffallen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein Architekturbüro in St. Gallen hat ein Foto eines Neubaus für die Website. Auf der Wiese liegt ein orangefarbener Eimer der Bauleute.

Vorher: Das Foto wirkt unruhig, ein neuer Termin mit der Fotografin wäre aufwendig.

Nachher: Die Mitarbeiterin markiert den Eimer samt Schatten, lässt das Beschreibungsfeld leer und vergleicht drei Varianten. Sie wählt die mit dem natürlichsten Gras. Das Original bleibt gesichert. Ausserdem bewahrt sie die unbearbeitete Datei für die Dokumentation auf.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie KI-Bildbearbeitung in Ihre tägliche Arbeit einbauen möchten, ohne die Kontrolle abzugeben, hilft strukturierte Übung. KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben von absofort umfasst laut Beschreibung KI-Bilder, Praxisaufgaben und einen verifizierbaren Abschluss.

Häufige Fragen

Brauche ich ein Photoshop-Abo?

Für Photoshop selbst ja. Welche Tarife und wie viele Credits enthalten sind, steht bei Adobe. Es gibt auch browserbasierte Varianten und andere Programme.

Wo sehe ich, ob ein Bild KI-bearbeitet wurde?

Photoshop legt die generierten Teile auf eine eigene Ebene. In der Datei können zusätzlich Content Credentials gespeichert sein. Prüfen Sie beim Export, was mitgegeben wird.

Ist das Ergebnis immer realistisch?

Nein. Prüfen Sie jedes Ergebnis bei starker Vergrösserung. Fehler in Schatten, Mustern und Details sind häufig.

Funktioniert das auch auf dem Handy?

Adobe bietet Funktionen mit ähnlichem Prinzip auch in anderen Apps an. Welche genau und in welchem Tarif, prüfen Sie bei Adobe, denn das Angebot ändert sich.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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